Grashoff: Das Hotel, das keiner will Christine Riechmann Minden-Todtenhausen (mt). Eingeschlagene Fensterscheiben - zum Teil verriegelt - , meterhohes Gestrüpp vor dem Eingang - dort, wo einst Ausflügler einkehrten, Feste gefeiert wurden oder Touristen ein Bett für die Nacht fanden, herrscht heute Vandalismus und Verwahrlosung. In dem Gebäude zeugen leere Getränkeflaschen und anderer Müll davon, dass sich im ehemaligen Ausflugslokal „Hotel Grashoff" in Todtenhausen an der B 61 mittlerweile andere „Gäste" tummeln. Der letzte Pächter versuchte im Jahr 2008 sein Glück in dem Anwesen, seitdem steht das in die Jahre gekommene Hotel leer. Eigentümerin ist die F.M. Frank Meyer GmbH & Co. Wohnungen und Immobilienmakler KG in Minden. „Für ein so großes Objekt mit Hotelzimmern ist es in der heutigen Zeit sehr schwer, einen Wirt zu finden", erklärt Hans-Joachim Ott, bei F.M. für die Objektverwaltung zuständig, auf MT-Anfrage. Zur Zeit gebe es keinen Interessenten. Zwar hätte man für das Hotel, das weiterhin im firmeneigenen Immobilienportal zu finden sei, schon mehrere Anfragen erhalten. Da die aber alle aus dem Rotlicht-Milieu gekommen seien, hätte man auf die Angebote verzichtet, informiert Hans-Joachim Ott. Nicht wirklich einfacher mache der enorme Sanierungsaufwand die Vermittlung des Objektes. So habe das Gebäude schon lange keine funktionierende Heizung mehr. Und vor dem immer wiederkehrenden Vandalismus versuche man sich mit verriegelten Fenstern und Türen zu schützen - vergeblich. „Sämtliche Kupferrohre sind aus den Wänden gerissen und gestohlen worden", so Hans-Joachim Ott. Und die Waschbecken seien gewaltsam von den Wänden montiert, um an die Rohre zu gelangen. „Für uns ist das auch keine befriedigende Situation", macht der Gebäudeverwalter deutlich. Mit dem Gebäude habe man viel zu tun - und auch mit der Außenanlage. „Die werden wir machen müssen", räumt Hans-Joachim Ott ein. Zuletzt hatte sich für das leer stehende Hotel auf Initiative einer Heilpraktikerin aus Porta Westfalica im Jahr 2009 eine größere Gruppe von Bürgern interessiert. Das Vorhaben war, unter dem Dach eines Vereins mit einem Team von Heilpraktikern, Therapeuten, Künstlern und anderen Berufsgruppen, ein Begegnungszentrum im ehemaligen Hotel zu eröffnen. Der Plan verlief allerdings im Sande.

Grashoff: Das Hotel, das keiner will

In die Jahre gekommen und vom Vandalismus gezeichnet: Das ehemalige Ausflugslokal „Hotel Grashoff" will niemand haben. MT- © Foto: Alex Lehn

Minden-Todtenhausen (mt). Eingeschlagene Fensterscheiben - zum Teil verriegelt - , meterhohes Gestrüpp vor dem Eingang - dort, wo einst Ausflügler einkehrten, Feste gefeiert wurden oder Touristen ein Bett für die Nacht fanden, herrscht heute Vandalismus und Verwahrlosung. In dem Gebäude zeugen leere Getränkeflaschen und anderer Müll davon, dass sich im ehemaligen Ausflugslokal „Hotel Grashoff" in Todtenhausen an der B 61 mittlerweile andere „Gäste" tummeln.

Der letzte Pächter versuchte im Jahr 2008 sein Glück in dem Anwesen, seitdem steht das in die Jahre gekommene Hotel leer. Eigentümerin ist die F.M. Frank Meyer GmbH & Co. Wohnungen und Immobilienmakler KG in Minden. „Für ein so großes Objekt mit Hotelzimmern ist es in der heutigen Zeit sehr schwer, einen Wirt zu finden", erklärt Hans-Joachim Ott, bei F.M. für die Objektverwaltung zuständig, auf MT-Anfrage. Zur Zeit gebe es keinen Interessenten.

Zwar hätte man für das Hotel, das weiterhin im firmeneigenen Immobilienportal zu finden sei, schon mehrere Anfragen erhalten. Da die aber alle aus dem Rotlicht-Milieu gekommen seien, hätte man auf die Angebote verzichtet, informiert Hans-Joachim Ott.

Nicht wirklich einfacher mache der enorme Sanierungsaufwand die Vermittlung des Objektes. So habe das Gebäude schon lange keine funktionierende Heizung mehr. Und vor dem immer wiederkehrenden Vandalismus versuche man sich mit verriegelten Fenstern und Türen zu schützen - vergeblich.

„Sämtliche Kupferrohre sind aus den Wänden gerissen und gestohlen worden", so Hans-Joachim Ott. Und die Waschbecken seien gewaltsam von den Wänden montiert, um an die Rohre zu gelangen. „Für uns ist das auch keine befriedigende Situation", macht der Gebäudeverwalter deutlich. Mit dem Gebäude habe man viel zu tun - und auch mit der Außenanlage. „Die werden wir machen müssen", räumt Hans-Joachim Ott ein.

Zuletzt hatte sich für das leer stehende Hotel auf Initiative einer Heilpraktikerin aus Porta Westfalica im Jahr 2009 eine größere Gruppe von Bürgern interessiert. Das Vorhaben war, unter dem Dach eines Vereins mit einem Team von Heilpraktikern, Therapeuten, Künstlern und anderen Berufsgruppen, ein Begegnungszentrum im ehemaligen Hotel zu eröffnen. Der Plan verlief allerdings im Sande.

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