Graffiti-Kunstwerk: Jugendliche verschönern Hauswand in der Poststraße Marie Meier Minden. Eigentlich ist die Poststraße eher eine Gasse zum durchhuschen – graue Wände, Graffiti-Tags und leerstehende Gebäude charakterisieren die Seitenstraße der Fußgängerzone. Seit Freitagvormittag aber schmückt das Graffiti-Bild die Wand des Gebäudes. „Wir wollten etwas fröhliches erschaffen und haben uns gefragt, was die Menschen glücklich macht“, erklärt Oliver Gottschling von der Inhabergemeinschaft, die das Projekt unterstützt. Sie fragten sich, was sie tun könnten, damit die Wand nicht immer wieder mit Signaturkürzeln (Tags) beschmiert wird. Sie wandten sich an das Jugendkreativzentrum Anne Frank. Mit dessen Mitarbeiter Karsten Geier beschlossen sie, ein Projekt mit Jugendlichen zu realisieren. Ein Zufall hatte sie auf die Graffiti-Idee gebracht, weil ein Verwandter von Oliver Gottschling die Mindener Graffiti-Kuh in Köln gesichtet hatte. Ein großzügiges, helles und freundliches Motiv sollte es für Minden sein.„Es war uns wichtig, dass Jugendliche aus der Region mitmachen. Wir wollten keine Künstler aus Berlin anheuern, die für zwei Tage nach Minden kommen und dann nie wieder etwas mit dem Projekt zu tun haben“, erläutert Geier. Für den online ausgeschriebenen Workshop hatten sich sieben 13- bis 17-Jährige gemeldet, von denen schließlich fünf die Wand bemalt haben. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von den Künstlern Niclas Hattendorf und Tilo Hagemeyer. Sie kennen sich in der Graffiti-Szene gut aus und haben schon öfters Workshops geleitet.Bei der Gestaltung des Musters hatten die Jugendlichen kreativen Freiraum. Ihnen wurde nur der Grundriss der Wand als Vorlage gezeigt, an dem sie sich orientieren konnten. Bevor es an die große Wand ging, haben sie sich aber vorher an einer kleinen Wand im Anne Frank Haus ausprobiert. Den Teilnehmern war es außerdem wichtig, nichts zu sprayen, das von anderen eventuell in eine politische Richtung geschoben werden könnte. Darum haben sie sich für ein abstraktes Muster, Farben und Formen entschieden. „Hauptsache es hat eine positive Ausstrahlung“, erklärt Tilo Hagemeyer. Das Projekt dauerte insgesamt eine Woche – zwei Tage für das Zeichnen und fünf Tage für das Sprayen.Eigentümer Peter Gottschling war von Anfang an von der Idee überzeugt „Es musste etwas geschehen“. Nicht nur die Beteiligten vom Workshop freuen sich über ihre Arbeit, auch Passanten, die die Entstehung verfolgt haben, sind froh, dass die alte Mauer von einem neuen Motiv bemalt ist, erklärt er. „Es gibt viel positiv Resonanz“.

Graffiti-Kunstwerk: Jugendliche verschönern Hauswand in der Poststraße

Fünf Jugendliche haben in einem Workshop des Anne-Frank-Jugendhauses die Wand des Gebäudes an der Poststraße mit einem Graffiti verschönert. Foto: Marie Meier

Minden. Eigentlich ist die Poststraße eher eine Gasse zum durchhuschen – graue Wände, Graffiti-Tags und leerstehende Gebäude charakterisieren die Seitenstraße der Fußgängerzone.

Seit Freitagvormittag aber schmückt das Graffiti-Bild die Wand des Gebäudes. „Wir wollten etwas fröhliches erschaffen und haben uns gefragt, was die Menschen glücklich macht“, erklärt Oliver Gottschling von der Inhabergemeinschaft, die das Projekt unterstützt. Sie fragten sich, was sie tun könnten, damit die Wand nicht immer wieder mit Signaturkürzeln (Tags) beschmiert wird. Sie wandten sich an das Jugendkreativzentrum Anne Frank. Mit dessen Mitarbeiter Karsten Geier beschlossen sie, ein Projekt mit Jugendlichen zu realisieren.

Ein Zufall hatte sie auf die Graffiti-Idee gebracht, weil ein Verwandter von Oliver Gottschling die Mindener Graffiti-Kuh in Köln gesichtet hatte. Ein großzügiges, helles und freundliches Motiv sollte es für Minden sein.

„Es war uns wichtig, dass Jugendliche aus der Region mitmachen. Wir wollten keine Künstler aus Berlin anheuern, die für zwei Tage nach Minden kommen und dann nie wieder etwas mit dem Projekt zu tun haben“, erläutert Geier. Für den online ausgeschriebenen Workshop hatten sich sieben 13- bis 17-Jährige gemeldet, von denen schließlich fünf die Wand bemalt haben. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von den Künstlern Niclas Hattendorf und Tilo Hagemeyer. Sie kennen sich in der Graffiti-Szene gut aus und haben schon öfters Workshops geleitet.

Bei der Gestaltung des Musters hatten die Jugendlichen kreativen Freiraum. Ihnen wurde nur der Grundriss der Wand als Vorlage gezeigt, an dem sie sich orientieren konnten. Bevor es an die große Wand ging, haben sie sich aber vorher an einer kleinen Wand im Anne Frank Haus ausprobiert. Den Teilnehmern war es außerdem wichtig, nichts zu sprayen, das von anderen eventuell in eine politische Richtung geschoben werden könnte. Darum haben sie sich für ein abstraktes Muster, Farben und Formen entschieden. „Hauptsache es hat eine positive Ausstrahlung“, erklärt Tilo Hagemeyer. Das Projekt dauerte insgesamt eine Woche – zwei Tage für das Zeichnen und fünf Tage für das Sprayen.

Eigentümer Peter Gottschling war von Anfang an von der Idee überzeugt „Es musste etwas geschehen“. Nicht nur die Beteiligten vom Workshop freuen sich über ihre Arbeit, auch Passanten, die die Entstehung verfolgt haben, sind froh, dass die alte Mauer von einem neuen Motiv bemalt ist, erklärt er. „Es gibt viel positiv Resonanz“.

Malina Reckordt

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