Gleisabbau läuft auf vollen Touren Heimatverein und Ortsvorsteher setzen sich für neuen Radweg im Mindener Norden ein Minden-Kutenhausen (mt/lkp). Die Demontage der alten Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Minden-Oberstadt nach Todtenhausen ist angelaufen. In der Nordstadt, in Kutenhausen und Todtenhausen machen sich Bürger und Politiker Gedanken über eine sinnvolle Folgenutzung der Trasse. Vor Kurzem hatte der Rückbau an einigen Bahnübergängen begonnen (MT vom 14. April). Derzeit nimmt eine Spezialfirma Schienen und Schwellen im Ortskern von Kutenhausen rund um den stillgelegten Bahnhof auf. Deshalb hat sich der Heimatverein in seiner jüngsten Vorstandssitzung mit der Thematik befasst.Thema war vor allem die von der MKB angekündigte Demontage der Schienen und auch die Entfernung des Schotterbettes. Wegen der zukünftigen Verwendung der Bahnstrecke haben bereits mehrfach Bürger die Kutenhauser Ortsvorsteherin Birgitt Keil angesprochen. "Dabei wurde immer wieder Wunsch geäußert, auf der Bahntrasse einen Radweg zu bauen", so Keil.Bereits mehrfach an Kreis herangetretenIn den vergangenen Jahren waren der Heimatverein Kutenhausen und Ortsvorsteherin Birgitt Keil bereits mehrfach an den Kreis Minden-Lübbecke mit der Bitte herangetreten, die Bahnstrecke zu einem Radweg umzugestalten. Auch die drei Ortsvorsteher aus Minden-Nordstadt, Todtenhausen und Kutenhausen haben bereits gemeinsam die Initiative in diese Richtung ergriffen."Durch eine Umgestaltung der Gleisanlagen zu einem Radweg, für den es übrigens auch umfangreiche Landesfördermittel geben würde, wäre eine für den regionalen Radverkehr und auch für den Tourismus wichtige Lücke zwischen den beiden bereits bestehenden Kreisradwegen geschlossen", sagt Birgitt Keil. Die angrenzenden Bahnstrecken Kutenhausen-Wegholm und Todtenhausen-Uchte seien bereits vor etwa 30 Jahren durch den Kreis Minden-Lübbecke zu Kreisradwegen umgestaltet worden."Die Bürgerinnen und Bürger im Mindener Norden befürchten jetzt, dass bei einer Entfernung des Schotterbettes und insbesondere bei einem Verkauf von Grundstücken der Bau eines Radweges unmöglich gemacht würde", sagt Birgitt Keill nach Gesprächen mit ihren Kollegen Helmut Wehling und Walter Piepenbrink. "Insbesondere der Erhalt des Schotterbettes erscheint wichtig, da es auch als Unterbau für den Radweg genutzt werden könnte." In gleicher Weise sei seinerzeit auch mit der Strecke nach Wegholm verfahren worden, dort diene das Schotterbett bis heute als Unterbau für den bestehenden Radweg.

Gleisabbau läuft auf vollen Touren

Minden-Kutenhausen (mt/lkp). Die Demontage der alten Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Minden-Oberstadt nach Todtenhausen ist angelaufen. In der Nordstadt, in Kutenhausen und Todtenhausen machen sich Bürger und Politiker Gedanken über eine sinnvolle Folgenutzung der Trasse.

Schweres Gerät: Mit speziellen Gleisschuhen ausgestattete Bagger nehmen die Gleise in der Nähe des alten Bahnhofs auf.
Schweres Gerät: Mit speziellen Gleisschuhen ausgestattete Bagger nehmen die Gleise in der Nähe des alten Bahnhofs auf.

Vor Kurzem hatte der Rückbau an einigen Bahnübergängen begonnen (MT vom 14. April). Derzeit nimmt eine Spezialfirma Schienen und Schwellen im Ortskern von Kutenhausen rund um den stillgelegten Bahnhof auf. Deshalb hat sich der Heimatverein in seiner jüngsten Vorstandssitzung mit der Thematik befasst.

Der Rückbau hat begonnen: Schwellen und Schienen der alten MKB-Strecke sind im Kutenhauser Ortskern zum Teil bereits entfernt worden. - © Fotos: privat
Der Rückbau hat begonnen: Schwellen und Schienen der alten MKB-Strecke sind im Kutenhauser Ortskern zum Teil bereits entfernt worden. - © Fotos: privat

Thema war vor allem die von der MKB angekündigte Demontage der Schienen und auch die Entfernung des Schotterbettes. Wegen der zukünftigen Verwendung der Bahnstrecke haben bereits mehrfach Bürger die Kutenhauser Ortsvorsteherin Birgitt Keil angesprochen. "Dabei wurde immer wieder Wunsch geäußert, auf der Bahntrasse einen Radweg zu bauen", so Keil.

Bereits mehrfach an Kreis herangetreten

In den vergangenen Jahren waren der Heimatverein Kutenhausen und Ortsvorsteherin Birgitt Keil bereits mehrfach an den Kreis Minden-Lübbecke mit der Bitte herangetreten, die Bahnstrecke zu einem Radweg umzugestalten. Auch die drei Ortsvorsteher aus Minden-Nordstadt, Todtenhausen und Kutenhausen haben bereits gemeinsam die Initiative in diese Richtung ergriffen.

"Durch eine Umgestaltung der Gleisanlagen zu einem Radweg, für den es übrigens auch umfangreiche Landesfördermittel geben würde, wäre eine für den regionalen Radverkehr und auch für den Tourismus wichtige Lücke zwischen den beiden bereits bestehenden Kreisradwegen geschlossen", sagt Birgitt Keil. Die angrenzenden Bahnstrecken Kutenhausen-Wegholm und Todtenhausen-Uchte seien bereits vor etwa 30 Jahren durch den Kreis Minden-Lübbecke zu Kreisradwegen umgestaltet worden.

"Die Bürgerinnen und Bürger im Mindener Norden befürchten jetzt, dass bei einer Entfernung des Schotterbettes und insbesondere bei einem Verkauf von Grundstücken der Bau eines Radweges unmöglich gemacht würde", sagt Birgitt Keill nach Gesprächen mit ihren Kollegen Helmut Wehling und Walter Piepenbrink. "Insbesondere der Erhalt des Schotterbettes erscheint wichtig, da es auch als Unterbau für den Radweg genutzt werden könnte." In gleicher Weise sei seinerzeit auch mit der Strecke nach Wegholm verfahren worden, dort diene das Schotterbett bis heute als Unterbau für den bestehenden Radweg.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Themen der Woche