„Gewalt kommt nicht in die Tüte“: Besondere Aktion mit Brötchentüten Minden/Lübbecke (mt/lkp). Ab heute reichen Bäckereien in Minden-Lübbecke und Herford Brot und Brötchen in besonderen Tüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ über die Ladentheke. „Wir wollen eine möglichst breite Öffentlichkeit für das heikle Thema Gewalt an Frauen erreichen“, stellen die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke die Aktion im Vorfeld zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen vor. Gemeinsam mit den Soroptimistinnen Clubs Lübbecker Land und Bad Oeynhausen/Wittekindsland haben sich die Gleichstellungsbeauftragten zu dieser Aktion vernetzt und viele Bäckereien zur Beteiligung gewinnen können. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Bäckereien. So können wir mit der Herausgabe von insgesamt 126.000 Brötchentüten in beiden Kreisen ein deutliches Zeichen setzen und das Thema Gewalt an Frauen im Alltag sichtbar machen“, sind sich die Organisatorinnen einig. Nach der Statistik des Bundeskriminalamtes wurden im Jahr 2019 insgesamt 141.792 Gewaltdelikte in Partnerschaften erfasst. Die Opfer waren zu 81 Prozent Frauen. Diese Zahl stelle laut dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, nur einen Bruchteil der tatsächlichen Gewalt dar. „Es ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen.“ Auch die Zahlen der Kriminalstatistik der Kreispolizeibehörde für 2019 sprechen eine deutliche Sprache. So wurden allein bei den Sexualdelikten 209 Fälle im Kreis Minden-Lübbecke zur Anzeige gebracht, 85 Fälle mehr als im Vorjahr. „Wir wollen betroffenen Frauen Mut machen, sich Hilfe zu suchen und haben die Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefons ebenfalls auf die Tüten drucken lassen“, erläutern die Soroptimistinnen und die Gleichstellungsbeauftragten. Um noch mehr Menschen für die Botschaft „Nein zu Gewalt an Frauen“ zu erreichen, haben sich in diesem Jahr die Gleichstellungsbeauftragten der Kreise Minden-Lübbecke und Herford mit den beiden regionalen Clubs der Soroptimistinnen zusammengeschlossen. Denn auch diese setzen sich für jegliche Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Kinder ein und haben diesen Grundsatz in ihrer Clubarbeit fest etabliert. So unterstützen sie unter anderem regelmäßig Nadeschda, die Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel, und die Frauenhäuser und Beratungsstellen in beiden Kreisen. Weltweit setzen Frauen alljährlich am 25. November ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Das Datum geht zurück auf die Ermordung von drei aus der Dominikanischen Republik stammenden Widerstandskämpferinnen am 25. November 1960. Im Jahr 1999 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ zu erklären. Überall auf der Welt finden an diesem Tag Aktionen statt, die auf das Thema aufmerksam machen. Auch an öffentlichen Gebäuden werden an diesem Tag die „Anti-Gewalt-Flaggen“ zu sehen sein.

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“: Besondere Aktion mit Brötchentüten

Minden/Lübbecke (mt/lkp). Ab heute reichen Bäckereien in Minden-Lübbecke und Herford Brot und Brötchen in besonderen Tüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ über die Ladentheke. „Wir wollen eine möglichst breite Öffentlichkeit für das heikle Thema Gewalt an Frauen erreichen“, stellen die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Minden-Lübbecke die Aktion im Vorfeld zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen vor.

Gemeinsam mit den Soroptimistinnen Clubs Lübbecker Land und Bad Oeynhausen/Wittekindsland haben sich die Gleichstellungsbeauftragten zu dieser Aktion vernetzt und viele Bäckereien zur Beteiligung gewinnen können. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Bäckereien. So können wir mit der Herausgabe von insgesamt 126.000 Brötchentüten in beiden Kreisen ein deutliches Zeichen setzen und das Thema Gewalt an Frauen im Alltag sichtbar machen“, sind sich die Organisatorinnen einig.

Nach der Statistik des Bundeskriminalamtes wurden im Jahr 2019 insgesamt 141.792 Gewaltdelikte in Partnerschaften erfasst. Die Opfer waren zu 81 Prozent Frauen. Diese Zahl stelle laut dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, nur einen Bruchteil der tatsächlichen Gewalt dar. „Es ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen.“

Auch die Zahlen der Kriminalstatistik der Kreispolizeibehörde für 2019 sprechen eine deutliche Sprache. So wurden allein bei den Sexualdelikten 209 Fälle im Kreis Minden-Lübbecke zur Anzeige gebracht, 85 Fälle mehr als im Vorjahr. „Wir wollen betroffenen Frauen Mut machen, sich Hilfe zu suchen und haben die Telefonnummer des bundesweiten Hilfetelefons ebenfalls auf die Tüten drucken lassen“, erläutern die Soroptimistinnen und die Gleichstellungsbeauftragten. Um noch mehr Menschen für die Botschaft „Nein zu Gewalt an Frauen“ zu erreichen, haben sich in diesem Jahr die Gleichstellungsbeauftragten der Kreise Minden-Lübbecke und Herford mit den beiden regionalen Clubs der Soroptimistinnen zusammengeschlossen. Denn auch diese setzen sich für jegliche Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Kinder ein und haben diesen Grundsatz in ihrer Clubarbeit fest etabliert. So unterstützen sie unter anderem regelmäßig Nadeschda, die Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel, und die Frauenhäuser und Beratungsstellen in beiden Kreisen.

Weltweit setzen Frauen alljährlich am 25. November ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Das Datum geht zurück auf die Ermordung von drei aus der Dominikanischen Republik stammenden Widerstandskämpferinnen am 25. November 1960. Im Jahr 1999 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ zu erklären. Überall auf der Welt finden an diesem Tag Aktionen statt, die auf das Thema aufmerksam machen. Auch an öffentlichen Gebäuden werden an diesem Tag die „Anti-Gewalt-Flaggen“ zu sehen sein.

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