Getöte Ehefrau in Mindener Nordstadt: Täter nicht schuldfähig? Stefan Koch Minden. Nach dem Tötungsdelikt in der Nordstadt ließ die Staatsanwaltschaft Bielefeld das Opfer, eine 75-jährige Frau, am Montag obduzieren. Währenddessen sitzt der Tatverdächtige, ihr 73-jähriger Ehemann, in Bielefeld-Ummeln in Untersuchungshaft. Wie der ermittelnde Staatsanwalt Christoph Mackel mitteilte, werde dem Betroffenen Totschlag zur Last gelegt. Er habe sich bislang weder zur Sache geäußert, noch ein Tatmotiv genannt. Der Anwalt des Beschuldigten, Dr. Lutz Klose aus Bielefeld, erklärt, dass sich sein Mandant schon vor der Tat in psychiatrischer Behandlung befunden habe. Zur Prüfung der Schuldfähigkeit werde es eine psychiatrische Begutachtung geben. Das Ehepaar soll seit 50 Jahren verheiratet gewesen sein und jeweils ein Kind aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe gebracht haben. Vor 16 Jahren war es aus beruflichen Gründen von Baden-Württemberg nach Minden gezogen. In den vergangenen Jahren soll sich der 73-Jährige zunehmend von äußeren Kontakten zurückgezogen haben. Am vergangenen Sonntag hatte er gegen 5.20 Uhr der Polizei gemeldet, dass er seine Frau getötet hatte. Dabei soll er sie zunächst gewürgt und ihr dann mit einem Messerstich in die Lunge die tödlichen Verletzungen beigebracht haben. Während die Mordkommission „Nordstadt" gestern dieses Delikt ermittelte, beschäftigten noch zwei weitere Bluttaten die Polizei im Kreisgebiet. In den frühen Morgenstunden des Montags meldete sich ein 47-jähriger Bad Oeynhausener telefonisch bei den Beamten und gestand, eine 36-jährige Frau getötet zu haben. Die Polizei nahm den Mann kurz darauf in seiner Wohnung fest, wo auch die Leiche lag. Die Obduktion ergab, dass die Frau mit einem Messer getötet wurde. Ebenfalls in der Nacht zu Montag hatte es in Minden eine Auseinandersetzung unter offenbar alkoholisierten Männern gegeben, die mit einem Schwerverletzten endete.

Getöte Ehefrau in Mindener Nordstadt: Täter nicht schuldfähig?

In diesem Haus musste in der Nacht zu Sonntag eine 75-jährige Frau sterben. Ihr Mann hat sich in der U-Haft zu der Tat noch nicht geäußert. MT- © Foto: Thomas Lieske

Minden. Nach dem Tötungsdelikt in der Nordstadt ließ die Staatsanwaltschaft Bielefeld das Opfer, eine 75-jährige Frau, am Montag obduzieren. Währenddessen sitzt der Tatverdächtige, ihr 73-jähriger Ehemann, in Bielefeld-Ummeln in Untersuchungshaft. Wie der ermittelnde Staatsanwalt Christoph Mackel mitteilte, werde dem Betroffenen Totschlag zur Last gelegt. Er habe sich bislang weder zur Sache geäußert, noch ein Tatmotiv genannt.

Der Anwalt des Beschuldigten, Dr. Lutz Klose aus Bielefeld, erklärt, dass sich sein Mandant schon vor der Tat in psychiatrischer Behandlung befunden habe. Zur Prüfung der Schuldfähigkeit werde es eine psychiatrische Begutachtung geben.

Das Ehepaar soll seit 50 Jahren verheiratet gewesen sein und jeweils ein Kind aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe gebracht haben. Vor 16 Jahren war es aus beruflichen Gründen von Baden-Württemberg nach Minden gezogen. In den vergangenen Jahren soll sich der 73-Jährige zunehmend von äußeren Kontakten zurückgezogen haben. Am vergangenen Sonntag hatte er gegen 5.20 Uhr der Polizei gemeldet, dass er seine Frau getötet hatte. Dabei soll er sie zunächst gewürgt und ihr dann mit einem Messerstich in die Lunge die tödlichen Verletzungen beigebracht haben.

Während die Mordkommission „Nordstadt" gestern dieses Delikt ermittelte, beschäftigten noch zwei weitere Bluttaten die Polizei im Kreisgebiet. In den frühen Morgenstunden des Montags meldete sich ein 47-jähriger Bad Oeynhausener telefonisch bei den Beamten und gestand, eine 36-jährige Frau getötet zu haben. Die Polizei nahm den Mann kurz darauf in seiner Wohnung fest, wo auch die Leiche lag. Die Obduktion ergab, dass die Frau mit einem Messer getötet wurde. Ebenfalls in der Nacht zu Montag hatte es in Minden eine Auseinandersetzung unter offenbar alkoholisierten Männern gegeben, die mit einem Schwerverletzten endete.

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