Geheimnisvolles Erbe: Mindenerin veröffentlicht ersten Roman im Selbstverlag Ursula Koch Minden (mt). „Die Manuskripte kommen zurück und man sieht, dass darin nicht einmal geblättert wurde“, erzählt Doris Oetting. Ihren ersten Roman hatte sie bei drei Verlagen und zwei Literaturagenten angeboten. Weil sie dort keine Resonanz fand, hat sie sich entschieden, ihren ersten Roman „...am Größten aber ist die Liebe“ im Selbstverlag herauszugeben. „Schreiben ist ein Hobby und soll ein Hobby bleiben. Darum bin ich darauf gekommen“, sagt die gebürtige Lübbeckerin, die in Minden bei einer Werbeagentur als Kontakterin tätig ist.Ein Buch über das historische Travemünde hatte ihr Projekt ins Rollen gebracht, erzählt die Debütantin. Sie liest gerne und viel. Das Schreiben hat sich dadurch beinahe automatisch ergeben. Bislang entstanden Kurzgeschichten und Gedichte für Geburtstage. Es war auch ein wenig die Herausforderung, die sie mit dem Roman gesucht hat. Zwei Zeitstränge hat sie sich dafür ausgedacht, die sich irgendwann miteinander verbinden.Die Romanhandlung beginnt in der Gegenwart. Es geht um die geschiedene, einsame Reisebürokauffrau Carola, deren geliebte Großmutter ihr zwei rätselhafte Dinge hinterlassen hat - die Hälfte einer Muschel mit eingravierten Buchstaben und ein Buch zur Vogelkunde. Carola lebt in Oldenburg.Die zweite Ebene führt zurück in das Travemünde zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Hedi, eine Arzttochter, die nach dem frühen Tod des Vaters zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder bei einer reichen Kaufmannsfamilie in Diensten ist, um das Überleben zu sichern. Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist das Mädchen Hedi, die Uroma Carolas.Doris Oetting hat zuerst den historischen Teil geschrieben. In 25 Kapiteln auf 360 Seiten entwickelt sie ihre Geschichte. „Ich schreibe nicht chronologisch“, gesteht sie. Um trotzdem den Überblick zu behalten, hat sie zu jeder Person einen Lebenslauf geschrieben, sich schließlich sogar einen Stammbaum der Familie und das historische Gebäude in Travemünde gezeichnet. Zwischen dem ersten Satz und dem Schlusspunkt sind drei Jahre vergangen - auch weil sie keinen Zeitdruck hatte.Während des Schreibens wuchs allerdings der Wunsch, den Roman auch zu veröffentlichen. Doris Oetting schaute sich im Internet um und fand schließlich eine Plattform, die für den Vertrieb entweder eine Veröffentlichungsgebühr oder eine Mindestabnahme von 35 Büchern zum Autoreneinkaufspreis verlangt. Für ihr Buch habe die Summe im mittleren dreistelligen Bereich gelegen, berichtet die Debütantin. Als positiv empfand sie, dass sie auch das Cover selber gestalten konnte.Vor dem letzten Schritt befragte sie aber erst noch fünf Testleser - ihren Mann, ihre Mutter, die Mutter eines Arbeitskollegen, die sie nicht kennt und zwei Freundinnen. Erst als deren Urteile positiv ausfielen, machte Oetting auch den letzten Schritt.Rund 100 Bücher hat Oetting seit März von ihrem Erstling verkauft oder auch an Freunde verschenkt. Damit ist sie ganz zufrieden: „Ich freue mich über jedes Buch, das bei jemandem im Regal steht“, sagt sie. Die Idee für einen weiteren Roman hat sie bereits ausgeheckt. Das soll wieder ein Familienroman werden, der in Hameln und Köln spielt. „Für einen Krimi bin ich nicht ausgebufft genug.“ Doris Oetting liest am 8. September, um 19.30 Uhr in der „Alten Schlossküche“ im Schloss Bückeburg aus ihrem Roman. Das Buch kann als Taschenbuch (ISBN978-3-7345-1798-3), Hardcover und eBook bestellt werden und ist in Minden im Bücherwurm, bei Betz in Petershagen, in der Bücherstube in Lübbecke oder in der Hofbuchhandlung Bückeburg vorrätig.

Geheimnisvolles Erbe: Mindenerin veröffentlicht ersten Roman im Selbstverlag

Minden (mt). „Die Manuskripte kommen zurück und man sieht, dass darin nicht einmal geblättert wurde“, erzählt Doris Oetting. Ihren ersten Roman hatte sie bei drei Verlagen und zwei Literaturagenten angeboten. Weil sie dort keine Resonanz fand, hat sie sich entschieden, ihren ersten Roman „...am Größten aber ist die Liebe“ im Selbstverlag herauszugeben. „Schreiben ist ein Hobby und soll ein Hobby bleiben. Darum bin ich darauf gekommen“, sagt die gebürtige Lübbeckerin, die in Minden bei einer Werbeagentur als Kontakterin tätig ist.

Doris Oetting hat ihren ersten Roman „...am Größten aber ist die Liebe“ als Selfpublisherin veröffentlicht. - © Foto: pr
Doris Oetting hat ihren ersten Roman „...am Größten aber ist die Liebe“ als Selfpublisherin veröffentlicht. - © Foto: pr

Ein Buch über das historische Travemünde hatte ihr Projekt ins Rollen gebracht, erzählt die Debütantin. Sie liest gerne und viel. Das Schreiben hat sich dadurch beinahe automatisch ergeben. Bislang entstanden Kurzgeschichten und Gedichte für Geburtstage. Es war auch ein wenig die Herausforderung, die sie mit dem Roman gesucht hat. Zwei Zeitstränge hat sie sich dafür ausgedacht, die sich irgendwann miteinander verbinden.

Die Romanhandlung beginnt in der Gegenwart. Es geht um die geschiedene, einsame Reisebürokauffrau Carola, deren geliebte Großmutter ihr zwei rätselhafte Dinge hinterlassen hat - die Hälfte einer Muschel mit eingravierten Buchstaben und ein Buch zur Vogelkunde. Carola lebt in Oldenburg.

Die zweite Ebene führt zurück in das Travemünde zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Hedi, eine Arzttochter, die nach dem frühen Tod des Vaters zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder bei einer reichen Kaufmannsfamilie in Diensten ist, um das Überleben zu sichern. Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist das Mädchen Hedi, die Uroma Carolas.

Doris Oetting hat zuerst den historischen Teil geschrieben. In 25 Kapiteln auf 360 Seiten entwickelt sie ihre Geschichte. „Ich schreibe nicht chronologisch“, gesteht sie. Um trotzdem den Überblick zu behalten, hat sie zu jeder Person einen Lebenslauf geschrieben, sich schließlich sogar einen Stammbaum der Familie und das historische Gebäude in Travemünde gezeichnet. Zwischen dem ersten Satz und dem Schlusspunkt sind drei Jahre vergangen - auch weil sie keinen Zeitdruck hatte.

Während des Schreibens wuchs allerdings der Wunsch, den Roman auch zu veröffentlichen. Doris Oetting schaute sich im Internet um und fand schließlich eine Plattform, die für den Vertrieb entweder eine Veröffentlichungsgebühr oder eine Mindestabnahme von 35 Büchern zum Autoreneinkaufspreis verlangt. Für ihr Buch habe die Summe im mittleren dreistelligen Bereich gelegen, berichtet die Debütantin. Als positiv empfand sie, dass sie auch das Cover selber gestalten konnte.

Vor dem letzten Schritt befragte sie aber erst noch fünf Testleser - ihren Mann, ihre Mutter, die Mutter eines Arbeitskollegen, die sie nicht kennt und zwei Freundinnen. Erst als deren Urteile positiv ausfielen, machte Oetting auch den letzten Schritt.

Rund 100 Bücher hat Oetting seit März von ihrem Erstling verkauft oder auch an Freunde verschenkt. Damit ist sie ganz zufrieden: „Ich freue mich über jedes Buch, das bei jemandem im Regal steht“, sagt sie. Die Idee für einen weiteren Roman hat sie bereits ausgeheckt. Das soll wieder ein Familienroman werden, der in Hameln und Köln spielt. „Für einen Krimi bin ich nicht ausgebufft genug.“

Doris Oetting liest am 8. September, um 19.30 Uhr in der „Alten Schlossküche“ im Schloss Bückeburg aus ihrem Roman. Das Buch kann als Taschenbuch (ISBN978-3-7345-1798-3), Hardcover und eBook bestellt werden und ist in Minden im Bücherwurm, bei Betz in Petershagen, in der Bücherstube in Lübbecke oder in der Hofbuchhandlung Bückeburg vorrätig.

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