Gastkommentar zum Thema Innenstadt: Zurück zu alter Stärke Von Harald Steinmetz Eine Stadt wie Minden, die eine Mittelzentrumsfunktion einnimmt, braucht eine einladende Innenstadt. Dazu gehört eine offene und freundliche Fußgängerzone, wie sie zurzeit am Scharn weiter entsteht. In einem aufwendigen Prozess haben Verwaltung, Bürgerschaft und Politik in Zusammenarbeit mit fachkundigen Planungsbüros auf Basis des Masterplans für die Stadt Minden in den vergangenen Jahren die Neugestaltung zur Realisierungsreife geführt. Politik und interessierte Bürgerschaft entschieden sich in einer Abstimmung für ein helles Pflaster, das auch den Eindruck des in Minden häufig eingesetzten Wesersandsteins aufgreift.Das erste Teilstück in der Bäckerstraße konnte trotz der engen Verkehrsführung in Abstimmung mit den Anliegern zügig umgesetzt werden. Mit leichten Verzögerungen geht es jetzt am Scharn weiter. Die Gestaltung dieses Straßenzugs war wegen der „Hanglage“ nicht einfach. Dennoch konnte auch in Abstimmung mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und dem Seniorenbeirat eine Möglichkeit gefunden werden, diesen Bereich für alle gut begehbar zu gestalten. Wenn die neuen Platanen gesetzt sind, werden die Bäume nicht nur Schatten spenden, sondern auch an die Mittelbebauung erinnern, die den Scharn bis zur Zerstörung im März 1945 durch Bomben über Jahrhunderte in Hohn- und Scharnstraße trennte.Mit der noch ausstehenden Pflasterung des Marktes wird die Neugestaltung der Fußgängerzone, die die öffentliche Hand mit rund 1,7 Millionen Euro bezuschusst, ihren vorläufigen Abschluss finden. Wünschenswert wäre, wenn im Bereich der oberen Bäckerstraße und der Tränke die Pflasterarbeiten ebenfalls zeitnah aufgenommen werden könnten, um der Mindener City insgesamt einen einladenden Eindruck zu geben.Könnte dann noch ein gut sortiertes Einzelhandelsangebot im ehemaligen Hertie-Kaufhaus und im Quartier „Höltke/Rathausinnenhof“ angesiedelt werden, gewänne die Innenstadt einen großen Teil ihrer ursprünglichen Stärke zurück. Ein Ziel, an dem Politik, Verwaltung und engagierte Bürger gemeinsam arbeiten.

Gastkommentar zum Thema Innenstadt: Zurück zu alter Stärke

Eine Stadt wie Minden, die eine Mittelzentrumsfunktion einnimmt, braucht eine einladende Innenstadt. Dazu gehört eine offene und freundliche Fußgängerzone, wie sie zurzeit am Scharn weiter entsteht. In einem aufwendigen Prozess haben Verwaltung, Bürgerschaft und Politik in Zusammenarbeit mit fachkundigen Planungsbüros auf Basis des Masterplans für die Stadt Minden in den vergangenen Jahren die Neugestaltung zur Realisierungsreife geführt. Politik und interessierte Bürgerschaft entschieden sich in einer Abstimmung für ein helles Pflaster, das auch den Eindruck des in Minden häufig eingesetzten Wesersandsteins aufgreift.

Harald Steinmetz ist stellvertretender Bürgermeister von Minden und war von 1977 bis 2009 Rektor der Hauptschule Todtenhausen - © Harald
Harald Steinmetz ist stellvertretender Bürgermeister von Minden und war von 1977 bis 2009 Rektor der Hauptschule Todtenhausen - © Harald

Das erste Teilstück in der Bäckerstraße konnte trotz der engen Verkehrsführung in Abstimmung mit den Anliegern zügig umgesetzt werden. Mit leichten Verzögerungen geht es jetzt am Scharn weiter. Die Gestaltung dieses Straßenzugs war wegen der „Hanglage“ nicht einfach. Dennoch konnte auch in Abstimmung mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und dem Seniorenbeirat eine Möglichkeit gefunden werden, diesen Bereich für alle gut begehbar zu gestalten. Wenn die neuen Platanen gesetzt sind, werden die Bäume nicht nur Schatten spenden, sondern auch an die Mittelbebauung erinnern, die den Scharn bis zur Zerstörung im März 1945 durch Bomben über Jahrhunderte in Hohn- und Scharnstraße trennte.

Mit der noch ausstehenden Pflasterung des Marktes wird die Neugestaltung der Fußgängerzone, die die öffentliche Hand mit rund 1,7 Millionen Euro bezuschusst, ihren vorläufigen Abschluss finden. Wünschenswert wäre, wenn im Bereich der oberen Bäckerstraße und der Tränke die Pflasterarbeiten ebenfalls zeitnah aufgenommen werden könnten, um der Mindener City insgesamt einen einladenden Eindruck zu geben.

Könnte dann noch ein gut sortiertes Einzelhandelsangebot im ehemaligen Hertie-Kaufhaus und im Quartier „Höltke/Rathausinnenhof“ angesiedelt werden, gewänne die Innenstadt einen großen Teil ihrer ursprünglichen Stärke zurück. Ein Ziel, an dem Politik, Verwaltung und engagierte Bürger gemeinsam arbeiten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden