Fünf vor zwölf für den Westturm Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der St. Simeoniskirche / St. Thomaskirche gewährt Kredit Von Ulrike Mißbach Minden (mt). "Zeitlos" ist seit gestern der Westturm der St. Simeoniskirche. Für Sanierungsarbeiten wurde vorübergehend die Uhr herausgehoben. Durch die entstandene Öffnung kann nun das Baumaterial ins Turminnere gehievt werden. "Was lange währt, wird endlich gut", freut sich Pastor Andreas Brügmann über den Beginn der Arbeiten. Bereits seit einigen Jahren steht nämlich eine dringende Renovierung des Kirchturmes an. Doch der Offenen Kirche, die keine eigene Gemeinde hat, fehlten bislang entsprechende Gelder.Unterstützung erhielt das Gotteshaus nun von der St. Thomaskirche. "Die Gemeinde hat uns aus ihren eigenen Rücklagen einen Kredit über 125000 Euro gewährt", erläutert Pastor Brügmann. Das Geld muss jedoch zurückgezahlt werden. Dazu werden dringend Spenden benötigt."Wir haben dafür im vergangenen Jahr einen Förder- und Freundeskreis gegründet", berichtet Pastor Brügmann. Entsprechende Flyer liegen in der Kirche aus. Einzelspenden können zudem auf das Konto 57013179 der Sparkasse Minden-Lübbecke eingezahlt werden. Weitere Auskünfte erteilt Pastor Andreas Brügmann unter Telefon: (0571) 9341968.Der Turm der Kirche wurde um 1900 errichtet. Es ist einer der ersten Stahlbetontürme. "Der Wind hat jahrelang auf die Turmhaube gedrückt, sodass diese wiederum auf die Steine gepresst wurde. Dadurch sind bereits etliche Steine aus dem Mauerwerk gefallen", erklärt Pastor Brügmann.Aus Sicherheitsgründen ist der Hauptzugang zum Gottesdienst deshalb bereits seit Jahren gesperrt. Besucher, die die regelmäßigen Veranstaltungen der Kirche besuchen, gelangen deshalb ausschließlich über die sogenannte Hochzeitstreppe vom Simeonskirchhof ins Kirchenschiff. "Leider finden diesen Eingang viele Leute nicht", bedauert der Pastor.Vom Architekturbüro Lax und Wolf und der Firma Schäkel Metallbau wird nun ein Gelenk in den Turm eingebaut, dass die Kräfte abfangen soll."Nach der Turmsanierung wollen wir auch möglichst bald den zweiten Teil der Kirche sanieren", meint Andreas Brügmann. Für Fassadenarbeiten am Mauerwerk werden weitere 125000 Euro benötigt. Für diese Maßnahme fehlen der Kirche jedoch bislang noch sämtliche Mittel.Pastor Andreas Brügmann hofft dennoch, dass alle Sanierungsarbeiten bis spätestens 2014 abgeschlossen sind, denn dann blickt das Gotteshaus auf sein 800-jähriges Bestehen.

Fünf vor zwölf für den Westturm

Minden (mt). "Zeitlos" ist seit gestern der Westturm der St. Simeoniskirche. Für Sanierungsarbeiten wurde vorübergehend die Uhr herausgehoben. Durch die entstandene Öffnung kann nun das Baumaterial ins Turminnere gehievt werden.

Gegen Mittag war es gestern so weit. Die Uhr der St. Simeoniskirche wurde aus dem Turm herausgehoben und zu Boden gelassen. Durch die Öffnung kann nun Baumaterial für die Sanierung gehievt werden. - © MT-Foto: Manfred Otto
Gegen Mittag war es gestern so weit. Die Uhr der St. Simeoniskirche wurde aus dem Turm herausgehoben und zu Boden gelassen. Durch die Öffnung kann nun Baumaterial für die Sanierung gehievt werden. - © MT-Foto: Manfred Otto

"Was lange währt, wird endlich gut", freut sich Pastor Andreas Brügmann über den Beginn der Arbeiten. Bereits seit einigen Jahren steht nämlich eine dringende Renovierung des Kirchturmes an. Doch der Offenen Kirche, die keine eigene Gemeinde hat, fehlten bislang entsprechende Gelder.

Unterstützung erhielt das Gotteshaus nun von der St. Thomaskirche. "Die Gemeinde hat uns aus ihren eigenen Rücklagen einen Kredit über 125000 Euro gewährt", erläutert Pastor Brügmann. Das Geld muss jedoch zurückgezahlt werden. Dazu werden dringend Spenden benötigt.

"Wir haben dafür im vergangenen Jahr einen Förder- und Freundeskreis gegründet", berichtet Pastor Brügmann. Entsprechende Flyer liegen in der Kirche aus. Einzelspenden können zudem auf das Konto 57013179 der Sparkasse Minden-Lübbecke eingezahlt werden. Weitere Auskünfte erteilt Pastor Andreas Brügmann unter Telefon: (0571) 9341968.

Der Turm der Kirche wurde um 1900 errichtet. Es ist einer der ersten Stahlbetontürme. "Der Wind hat jahrelang auf die Turmhaube gedrückt, sodass diese wiederum auf die Steine gepresst wurde. Dadurch sind bereits etliche Steine aus dem Mauerwerk gefallen", erklärt Pastor Brügmann.

Aus Sicherheitsgründen ist der Hauptzugang zum Gottesdienst deshalb bereits seit Jahren gesperrt. Besucher, die die regelmäßigen Veranstaltungen der Kirche besuchen, gelangen deshalb ausschließlich über die sogenannte Hochzeitstreppe vom Simeonskirchhof ins Kirchenschiff. "Leider finden diesen Eingang viele Leute nicht", bedauert der Pastor.

Vom Architekturbüro Lax und Wolf und der Firma Schäkel Metallbau wird nun ein Gelenk in den Turm eingebaut, dass die Kräfte abfangen soll.

"Nach der Turmsanierung wollen wir auch möglichst bald den zweiten Teil der Kirche sanieren", meint Andreas Brügmann. Für Fassadenarbeiten am Mauerwerk werden weitere 125000 Euro benötigt. Für diese Maßnahme fehlen der Kirche jedoch bislang noch sämtliche Mittel.

Pastor Andreas Brügmann hofft dennoch, dass alle Sanierungsarbeiten bis spätestens 2014 abgeschlossen sind, denn dann blickt das Gotteshaus auf sein 800-jähriges Bestehen.

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