Friedenssymbol zerstört: Baumsprössling auf dem Bierpohlsportplatz stark beschädigt Leonie Meyer Minden. Der Bierpohlsportplatz in der Nordstadt ist bereits in der Vergangenheit dem Vandalismus zum Opfer gefallen: Die Materialhütte, die Tischtennisplatte und das angrenzende Schützenhaus wurden mit Farbspray besprüht sowie eine Scheibe des Infokastens zerstört. Jetzt schlugen die Randalierer erneut zu. Bei der alltäglichen Begehung des Bierpohlsportplatzes bemerkten Vertreter des Vereins Sport- und Freizeitzentrum Nordstadt, dass der vor Kurzem gepflanzte Korbinian-Apfelbaum abgeknickt und somit zerstört wurde. Hinter dem Bäumchen verbirgt sich ein ganz besonderes Projekt: Der Korbinian-Apfelbaum wurde von Schülern der Bierpohlschule, des Kindergartens Rappelkiste und den Konfirmanden des Albert-Schweitzer-Hauses als Symbol für Frieden und Hoffnung gemeinsam gepflanzt. „Der Baum wurde von den Kindern mit selbstgestalteten Blättern der Hoffnung und des Friedens geschmückt, die zuvor im Schulunterricht und in der Kindertagesstätte entstanden waren“, sagt Willi Weiß, Ortsbürgermeister. Aus dieser gemeinsamen Aktion „wurde der Baumsprössling zu einem Zeichen des Wunsches der Kinder nach einer lebenswerten Welt ohne Krieg und einer intakten Schöpfung“. Mit der Tat sei erneut eine Grenze überschritten, so dass sie bei der Polizei Minden-Lübbecke zur Anzeige führte. Weiß schildert auch, dass der Platzwart Dieter Seemann kein Verständnis für die Tat hat. Neben seiner Aufgabe der Instandhaltung des Platzes gehöre schon lange das Sammeln des hinterlassenen Mülls dazu. Dieses erfolgt ehrenamtlich und so entstehen Kosten, die nicht gedeckt werden. Wie eine solche Tat geahndet wird, erklärt Ralf Steinmeyer, Pressesprecher der Polizei Minden-Lübbecke: Der Täter sollte mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe rechnen. Nach seiner Aussage handelt es sich bei Vandalismus um Sachbeschädigung. „Auf Sportplätzen hatten wir im letzten Jahr einen Vorfall in Petershagen und mehrere in der Gemeinde Hille in den Stadtteilen Rothenuffeln sowie Unterlübbe. Der Fall in Petershagen wurde aufgeklärt.“ In der Kriminalstatistik 2020 wurden kreisweit 1.570 Sachbeschädigungen registriert – im Jahr 2019 waren es noch 1.531 – also eine Steigerung von 2,55 Prozent. „Hinweise von Zeugen sind sehr wichtig, da derartige Delikte wie am Bierpohlsportplatz nur schwer aufzuklären sind“, sagt Steinmeyer. „Im Vorstand des Vereins ist man über Randalierer enttäuscht, zumal man sich gerade für die Jugendlichen für die Erhaltung des Bierpohlsportplatzes stark gemacht hat.“ Ziel des Vereins sei es, „neben den Sportmöglichkeiten für Erwachsene insbesondere Kindern und Jugendlichen einen Raum anzubieten, um den Freizeit- und Gesundheitswert zu steigern“, sagt Weiß. Dank Sponsoren verfügt der Verein mittlerweile über vandalismussichere Tore, ein Volleyballfeld und Disc-Golf-Körbe“, sagt Weiß. Für die Erwachsenen gibt es zudem eine Boule-Bahn oder organisierte Radtouren und Nordic-Walking-Runden. Auch ein Konzept eines Naturgartens will der Verein umsetzen. Insgesamt zählt der Verein 91 Mitglieder, die sich an einer aktiven Gestaltung des Miteinanders beteiligen. Er hat eine Holzhütte für Lagermöglichkeiten und Ausstellungen der Bierpohlschüler angeschafft – der Aufbau verschiebt sich pandemiebedingt. „Die Vertreter des Vereins weisen nochmals darauf hin, dass großes Verständnis dafür besteht, dass Jugendliche auch einen Platz zum Abhängen und Kommunizieren benötigen, aber eine kleine Minderheit Randalierender gefährden durch ihr sinnloses Tun solche Angebote“, sagt Ortsbürgermeister Weiß. Nach seiner Aussage seien es wenige, die über die Stränge schlagen und somit Vertrauen zerstören. Das Verhalten der Randalierer zwinge den Verein zu Gegenmaßnahmen, unter denen viele leiden.

Friedenssymbol zerstört: Baumsprössling auf dem Bierpohlsportplatz stark beschädigt

Minden. Der Bierpohlsportplatz in der Nordstadt ist bereits in der Vergangenheit dem Vandalismus zum Opfer gefallen: Die Materialhütte, die Tischtennisplatte und das angrenzende Schützenhaus wurden mit Farbspray besprüht sowie eine Scheibe des Infokastens zerstört. Jetzt schlugen die Randalierer erneut zu.

Der Baumsprössling erlag dem Vandalismus-Angriff von Unbekannten. - © privat
Der Baumsprössling erlag dem Vandalismus-Angriff von Unbekannten. - © privat

Bei der alltäglichen Begehung des Bierpohlsportplatzes bemerkten Vertreter des Vereins Sport- und Freizeitzentrum Nordstadt, dass der vor Kurzem gepflanzte Korbinian-Apfelbaum abgeknickt und somit zerstört wurde.

Hinter dem Bäumchen verbirgt sich ein ganz besonderes Projekt: Der Korbinian-Apfelbaum wurde von Schülern der Bierpohlschule, des Kindergartens Rappelkiste und den Konfirmanden des Albert-Schweitzer-Hauses als Symbol für Frieden und Hoffnung gemeinsam gepflanzt. „Der Baum wurde von den Kindern mit selbstgestalteten Blättern der Hoffnung und des Friedens geschmückt, die zuvor im Schulunterricht und in der Kindertagesstätte entstanden waren“, sagt Willi Weiß, Ortsbürgermeister. Aus dieser gemeinsamen Aktion „wurde der Baumsprössling zu einem Zeichen des Wunsches der Kinder nach einer lebenswerten Welt ohne Krieg und einer intakten Schöpfung“. Mit der Tat sei erneut eine Grenze überschritten, so dass sie bei der Polizei Minden-Lübbecke zur Anzeige führte.

Das Projekt Wildblumenwiese. Foto: privat - © privat
Das Projekt Wildblumenwiese. Foto: privat - © privat

Weiß schildert auch, dass der Platzwart Dieter Seemann kein Verständnis für die Tat hat. Neben seiner Aufgabe der Instandhaltung des Platzes gehöre schon lange das Sammeln des hinterlassenen Mülls dazu. Dieses erfolgt ehrenamtlich und so entstehen Kosten, die nicht gedeckt werden.

Wie eine solche Tat geahndet wird, erklärt Ralf Steinmeyer, Pressesprecher der Polizei Minden-Lübbecke: Der Täter sollte mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe rechnen. Nach seiner Aussage handelt es sich bei Vandalismus um Sachbeschädigung. „Auf Sportplätzen hatten wir im letzten Jahr einen Vorfall in Petershagen und mehrere in der Gemeinde Hille in den Stadtteilen Rothenuffeln sowie Unterlübbe. Der Fall in Petershagen wurde aufgeklärt.“

In der Kriminalstatistik 2020 wurden kreisweit 1.570 Sachbeschädigungen registriert – im Jahr 2019 waren es noch 1.531 – also eine Steigerung von 2,55 Prozent. „Hinweise von Zeugen sind sehr wichtig, da derartige Delikte wie am Bierpohlsportplatz nur schwer aufzuklären sind“, sagt Steinmeyer.

„Im Vorstand des Vereins ist man über Randalierer enttäuscht, zumal man sich gerade für die Jugendlichen für die Erhaltung des Bierpohlsportplatzes stark gemacht hat.“ Ziel des Vereins sei es, „neben den Sportmöglichkeiten für Erwachsene insbesondere Kindern und Jugendlichen einen Raum anzubieten, um den Freizeit- und Gesundheitswert zu steigern“, sagt Weiß. Dank Sponsoren verfügt der Verein mittlerweile über vandalismussichere Tore, ein Volleyballfeld und Disc-Golf-Körbe“, sagt Weiß. Für die Erwachsenen gibt es zudem eine Boule-Bahn oder organisierte Radtouren und Nordic-Walking-Runden. Auch ein Konzept eines Naturgartens will der Verein umsetzen.

Insgesamt zählt der Verein 91 Mitglieder, die sich an einer aktiven Gestaltung des Miteinanders beteiligen. Er hat eine Holzhütte für Lagermöglichkeiten und Ausstellungen der Bierpohlschüler angeschafft – der Aufbau verschiebt sich pandemiebedingt.

„Die Vertreter des Vereins weisen nochmals darauf hin, dass großes Verständnis dafür besteht, dass Jugendliche auch einen Platz zum Abhängen und Kommunizieren benötigen, aber eine kleine Minderheit Randalierender gefährden durch ihr sinnloses Tun solche Angebote“, sagt Ortsbürgermeister Weiß. Nach seiner Aussage seien es wenige, die über die Stränge schlagen und somit Vertrauen zerstören. Das Verhalten der Randalierer zwinge den Verein zu Gegenmaßnahmen, unter denen viele leiden.

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