Freiwillig mit Maske: Mindener Gymnasien halten am Tragen im Unterricht fest Benjamin Piel Minden. Mindestens zwei Mindener Schulen gehen beim Thema Maskenpflicht im Unterricht einen Sonderweg. Die Schüler des Herder-Gymnasiums und des Ratsgymnsiums tragen vorerst auch weiterhin während des Unterrichts Mund-Nasen-Schutze. Und das, obwohl das Land Nordrhein-Westfalen das verbindliche Tragen an weiterführenden und beruflichen Schulen Ende vergangenen Monats beendet hatte. Das gilt allerdings nur, wenn die Schüler an ihrem Platz sitzen. Auf dem Schulgelände, in den Fluren, Treppenhäusern und beim Bewegen im Klassenraum gilt die Maskenpflicht weiterhin. Begründung für die Lockerung war die „Entwicklung des Infektionsgeschehens“. Die beiden Mindener Schulen wollen allerdings trotz der Zurücknahme freiwillig auf Nummer sicher gehen. „Der Schülerrat unserer Schule hat sich mit überwältigender Mehrheit für die Fortsetzung der Maskenpflicht auch im Unterricht und am Sitzplatz ausgesprochen“, schreibt Heike Plöger, die Schulleiterin des Herder-Gymnasiums, in einer Mitteilung an die Eltern. Begründung des Sonderwegs: Viele Schüler hätten „große Sorgen, dass sich beim Abnehmen der Masken das Virus weiter und schneller ausbreitet“. Außerdem liege den Gymnasiasten am Herzen, eine Ansteckung von insbesondere älteren Familienmitglieder oder Lehrerinnen und Lehrern zu vermeiden. Entsprechend fiel eine Vereinbarung während der ersten Schülerratssitzung im neuen Schuljahr aus. Auch die Lehrerkonferenz der Schule hat sich für ein freiwilliges Fortsetzen der Maskenpflicht ausgesprochen. „Da in den Klassenräumen ein Abstand-Halten nicht möglich ist, möchten wir durch diese freiwillige Vereinbarung dazu beitragen, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten“, betont Plöger. Das sei ein wichtiger Schritt zu einem verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Umgang miteinander währen der Pandemie. An der Entscheidung des Landes, die Maskenpflicht während des Unterrichts auslaufen zu lassen, gibt es übrigens Kritik – sowohl von Lehrern als auch von Schülern.

Freiwillig mit Maske: Mindener Gymnasien halten am Tragen im Unterricht fest

Sowohl am Herdergymnasium, als auch am Mindener Ratsgymnasium tragen die Schüler während des Unterrichts einen Mund-Nasen-Schutz. Foto: MT-Archiv/pr © privat

Minden. Mindestens zwei Mindener Schulen gehen beim Thema Maskenpflicht im Unterricht einen Sonderweg. Die Schüler des Herder-Gymnasiums und des Ratsgymnsiums tragen vorerst auch weiterhin während des Unterrichts Mund-Nasen-Schutze.

Und das, obwohl das Land Nordrhein-Westfalen das verbindliche Tragen an weiterführenden und beruflichen Schulen Ende vergangenen Monats beendet hatte. Das gilt allerdings nur, wenn die Schüler an ihrem Platz sitzen. Auf dem Schulgelände, in den Fluren, Treppenhäusern und beim Bewegen im Klassenraum gilt die Maskenpflicht weiterhin. Begründung für die Lockerung war die „Entwicklung des Infektionsgeschehens“.

Die beiden Mindener Schulen wollen allerdings trotz der Zurücknahme freiwillig auf Nummer sicher gehen. „Der Schülerrat unserer Schule hat sich mit überwältigender Mehrheit für die Fortsetzung der Maskenpflicht auch im Unterricht und am Sitzplatz ausgesprochen“, schreibt Heike Plöger, die Schulleiterin des Herder-Gymnasiums, in einer Mitteilung an die Eltern. Begründung des Sonderwegs: Viele Schüler hätten „große Sorgen, dass sich beim Abnehmen der Masken das Virus weiter und schneller ausbreitet“. Außerdem liege den Gymnasiasten am Herzen, eine Ansteckung von insbesondere älteren Familienmitglieder oder Lehrerinnen und Lehrern zu vermeiden. Entsprechend fiel eine Vereinbarung während der ersten Schülerratssitzung im neuen Schuljahr aus. Auch die Lehrerkonferenz der Schule hat sich für ein freiwilliges Fortsetzen der Maskenpflicht ausgesprochen.

„Da in den Klassenräumen ein Abstand-Halten nicht möglich ist, möchten wir durch diese freiwillige Vereinbarung dazu beitragen, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten“, betont Plöger. Das sei ein wichtiger Schritt zu einem verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Umgang miteinander währen der Pandemie. An der Entscheidung des Landes, die Maskenpflicht während des Unterrichts auslaufen zu lassen, gibt es übrigens Kritik – sowohl von Lehrern als auch von Schülern.

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