Feuer richtet am KSG-Bootshaus hohen Sachschaden an Jan Henning Rogge Minden. "Da geht es jetzt um unsere Existenz", sagt Achim Riemekasten, Vorsitzender der Kanusport-Gemeinschaft der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KSG). In der Nacht zu Samstag musste die Mindener Feuerwehr zu einem Brand am Bootshaus des Vereins an der Weserpromenade ausrücken: Der gerade neu ausgebaute Fitnessraum im südlichen Anbau des Gebäudes ist trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte komplett zerstört. Ob das Dach des Gebäudes zu retten ist, steht noch nicht fest. Etwa gegen 3 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden. Mit einem großen Aufgebot gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf das Haupthaus zu verhindern, die Einrichtung - darunter viel Fitnessgeräte - und vermutlich auch die gerade neu eingebaute Heizung sind jedoch verloren. "Alleine die Heizung hat rund 40.000 Euro gekostet." Der Fitnessraum war mit viel Mühe gerade fertig geworden. "Eine Leiste für die letzte Jalousien fehlte noch, das war alles. Und jetzt das!", sagt Riemekasten. Von außen sind nur wenige Spuren des Brandes zu sehen: Die Jalousien sind zur Seite geschoben, die südliche Tür wurde von der Feuerwehr aufgebrochen, an der Rückseite sind an einem Fenster deutliche Rauchspuren zu sehen. Von der Promenade aus fällt es kaum auf, dass es hier vergangene Nacht gebrannt hat. Im Bootshaus sind dagegen deutliche Spuren des Feuers zu sehen und erst recht zu riechen. Qualm, Rauch und Ruß sind bis in die Bootshalle gezogen, überall liegt ein beißender Geruch in der Luft. Der Fitnessraum selbst ist voller Ruß, verschmorte Gegenstände liegen auf dem Boden, alles ist feucht vom Löschwasser. Die Feuerwehrleute haben die Dachverkleidung geöffnet, das Fenster an der Rückseite ist geplatzt. Wie hoch der Schaden am Ende ausfallen wird, kann der Vereinsvorsitzende noch nicht erahnen - er könnte im sechsstelligen Bereich liegen. "Das geht einem an die Nieren", sagt er. "Wir hatten durch Corona im letzten Jahr kaum Einnahmen und haben trotzdem versucht, den Umbau umzusetzen." Unterstützt worden waren die Arbeiten durch das Förderprogramm des Landessportbundes "Moderne Sportstätten". Doch natürlich hatte sich der Verein für den Umbau und die neue Heizung auch selbst stark engagiert. Wie es nun weiter geht, ist unklar. "Im Moment ist das Gebäude nicht betretbar", sagt Riemekasten. Brandermittler sollen nun klären, wie das Feuer entstanden ist. Versichert ist das Gebäude über die Stadt, der Verein bezahlt zwar für die Versicherung, hat selbst aber keine Unterlagen. "Wir müssen also bis Montag warten, bis wir wissen, wie es weiter geht." Unklar ist für Riemekasten übrigens auch, wer den Brand gemeldet hat. Er hofft, dass er das bald herausbekommt - denn ohne die unbekannte Person wäre der Schaden vermutlich deutlich höher. "Da würde ich mich gerne bedanken."

Feuer richtet am KSG-Bootshaus hohen Sachschaden an

Von außen sind am KSG-Bootshaus kaum Schäden zu sehen. © MT-Foto: Jan Henning Rogge

Minden. "Da geht es jetzt um unsere Existenz", sagt Achim Riemekasten, Vorsitzender der Kanusport-Gemeinschaft der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KSG). In der Nacht zu Samstag musste die Mindener Feuerwehr zu einem Brand am Bootshaus des Vereins an der Weserpromenade ausrücken: Der gerade neu ausgebaute Fitnessraum im südlichen Anbau des Gebäudes ist trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte komplett zerstört. Ob das Dach des Gebäudes zu retten ist, steht noch nicht fest.

Etwa gegen 3 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden. Mit einem großen Aufgebot gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf das Haupthaus zu verhindern, die Einrichtung - darunter viel Fitnessgeräte - und vermutlich auch die gerade neu eingebaute Heizung sind jedoch verloren. "Alleine die Heizung hat rund 40.000 Euro gekostet." Der Fitnessraum war mit viel Mühe gerade fertig geworden. "Eine Leiste für die letzte Jalousien fehlte noch, das war alles. Und jetzt das!", sagt Riemekasten.

Im Inneren hat das Feuer großen Schaden angerichtet. Betreten werden darf es derzeit nicht, das Foto entstand von der Tür aus. - © MT-Foto: Jan Henning Rogge
Im Inneren hat das Feuer großen Schaden angerichtet. Betreten werden darf es derzeit nicht, das Foto entstand von der Tür aus. - © MT-Foto: Jan Henning Rogge

Von außen sind nur wenige Spuren des Brandes zu sehen: Die Jalousien sind zur Seite geschoben, die südliche Tür wurde von der Feuerwehr aufgebrochen, an der Rückseite sind an einem Fenster deutliche Rauchspuren zu sehen. Von der Promenade aus fällt es kaum auf, dass es hier vergangene Nacht gebrannt hat.

Im Bootshaus sind dagegen deutliche Spuren des Feuers zu sehen und erst recht zu riechen. Qualm, Rauch und Ruß sind bis in die Bootshalle gezogen, überall liegt ein beißender Geruch in der Luft. Der Fitnessraum selbst ist voller Ruß, verschmorte Gegenstände liegen auf dem Boden, alles ist feucht vom Löschwasser. Die Feuerwehrleute haben die Dachverkleidung geöffnet, das Fenster an der Rückseite ist geplatzt. Wie hoch der Schaden am Ende ausfallen wird, kann der Vereinsvorsitzende noch nicht erahnen - er könnte im sechsstelligen Bereich liegen.

"Das geht einem an die Nieren", sagt er. "Wir hatten durch Corona im letzten Jahr kaum Einnahmen und haben trotzdem versucht, den Umbau umzusetzen." Unterstützt worden waren die Arbeiten durch das Förderprogramm des Landessportbundes "Moderne Sportstätten". Doch natürlich hatte sich der Verein für den Umbau und die neue Heizung auch selbst stark engagiert.

Wie es nun weiter geht, ist unklar. "Im Moment ist das Gebäude nicht betretbar", sagt Riemekasten. Brandermittler sollen nun klären, wie das Feuer entstanden ist. Versichert ist das Gebäude über die Stadt, der Verein bezahlt zwar für die Versicherung, hat selbst aber keine Unterlagen. "Wir müssen also bis Montag warten, bis wir wissen, wie es weiter geht."

Unklar ist für Riemekasten übrigens auch, wer den Brand gemeldet hat. Er hofft, dass er das bald herausbekommt - denn ohne die unbekannte Person wäre der Schaden vermutlich deutlich höher. "Da würde ich mich gerne bedanken."

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