Fast 40 Verletzte bei Kaufland - ZOB wieder freigegeben Von Madline Coelho da Ponte und Jan Henning Rogge Minden (mt). Nachdem mehrere Besucher der Obermarktpassage am Dienstagmittag über Atemprobleme und Hustenattacken klagten, kam es zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei. Insgesamt 46 Personen waren betroffen, sie mussten auf dem Gelände des ZOB medizinisch versorgt werden. Zeitgleich wurde das Einkaufszentrum evakuiert. Grund für den Einsatz war laut Auskunft der Polizei ein technischer Defekt in der Lüftungsanlage. In sie war warmes Fett gelangt.Um kurz vor 12 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert. Vermutet wurde zunächst ein Gasaustritt. Die Polizei sperrte daraufhin weite Bereiche um die Obermarktpassage ab. Busse mussten den ZOB verlassen, direkt am Klausenwall wurde ein Ausweich-Bussteig eingerichtet, um besonders den Schülerverkehr bewältigen zu können. Trotzdem kam es zu Einschränkungen im Busverkehr.Unter dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ wurden Rettungskräfte aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus ins Mindener Zentrum beordert. Krankenwagen unter anderem aus Bad Oeynhausen und Vlotho wurden eingesetzt, auch das Deutsche Rote Kreuz war vor Ort. Zusätzlich zu den Notärzten aus Minden wurde ein Mediziner per Hubschrauber eingeflogen. Die Polizei erhielt Unterstützung aus Herford, Bielefeld und Lippe.Feuerwehrleute durchsuchten unter Atemschutz zeitgleich das Einkaufszentrum nach der Quelle des Gasaustritts. Mit Messungen versuchten sie auf die Spur des unbekannten Stoffes zu kommen. Unterstützung erhielten sie dabei von der Werksfeuerwehr des Mindener BASF-Werks: Die Spezialisten konnten verbrannte Fettablagerungen in der Klimaanlage als Ursache für die Luftbelastung ausmachen. Die Ablagerungen waren offenbar durch einen technischen Defekt in das Lüftungssystem gelangt. Durch die Erwärmung im System wurden die atemwegsreizenden Dämpfe in der gesamten Obermarktpassage verteilt.Von den 46 betroffenen Menschen, darunter mehrere Angestellte des Supermarktes Kaufland, mussten 15 vorsorglich in umliegende Kliniken gebracht werden. Über ihren derzeitigen Gesundheitszustand lagen gestern keine weiteren Informationen vor.Nachdem die Feuerwehr die Klimaanlage außer Betrieb nehmen konnte, wurde die Sperrung gegen 15 Uhr aufgehoben. Auch der Betrieb in der Obermarktpassage konnte wieder aufgenommen werden.Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten und 70 Polizeibeamte im Einsatz.

Fast 40 Verletzte bei Kaufland - ZOB wieder freigegeben

Die Polizei ist zur Zeit bei Kaufland im Einsatz © Foto: Rogge

Minden (mt). Nachdem mehrere Besucher der Obermarktpassage am Dienstagmittag über Atemprobleme und Hustenattacken klagten, kam es zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei. Insgesamt 46 Personen waren betroffen, sie mussten auf dem Gelände des ZOB medizinisch versorgt werden. Zeitgleich wurde das Einkaufszentrum evakuiert. Grund für den Einsatz war laut Auskunft der Polizei ein technischer Defekt in der Lüftungsanlage. In sie war warmes Fett gelangt.

Um kurz vor 12 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert. Vermutet wurde zunächst ein Gasaustritt. Die Polizei sperrte daraufhin weite Bereiche um die Obermarktpassage ab. Busse mussten den ZOB verlassen, direkt am Klausenwall wurde ein Ausweich-Bussteig eingerichtet, um besonders den Schülerverkehr bewältigen zu können. Trotzdem kam es zu Einschränkungen im Busverkehr.

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Unter dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ wurden Rettungskräfte aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus ins Mindener Zentrum beordert. Krankenwagen unter anderem aus Bad Oeynhausen und Vlotho wurden eingesetzt, auch das Deutsche Rote Kreuz war vor Ort. Zusätzlich zu den Notärzten aus Minden wurde ein Mediziner per Hubschrauber eingeflogen. Die Polizei erhielt Unterstützung aus Herford, Bielefeld und Lippe.

Feuerwehrleute durchsuchten unter Atemschutz zeitgleich das Einkaufszentrum nach der Quelle des Gasaustritts. Mit Messungen versuchten sie auf die Spur des unbekannten Stoffes zu kommen. Unterstützung erhielten sie dabei von der Werksfeuerwehr des Mindener BASF-Werks: Die Spezialisten konnten verbrannte Fettablagerungen in der Klimaanlage als Ursache für die Luftbelastung ausmachen. Die Ablagerungen waren offenbar durch einen technischen Defekt in das Lüftungssystem gelangt. Durch die Erwärmung im System wurden die atemwegsreizenden Dämpfe in der gesamten Obermarktpassage verteilt.

Von den 46 betroffenen Menschen, darunter mehrere Angestellte des Supermarktes Kaufland, mussten 15 vorsorglich in umliegende Kliniken gebracht werden. Über ihren derzeitigen Gesundheitszustand lagen gestern keine weiteren Informationen vor.

Nachdem die Feuerwehr die Klimaanlage außer Betrieb nehmen konnte, wurde die Sperrung gegen 15 Uhr aufgehoben. Auch der Betrieb in der Obermarktpassage konnte wieder aufgenommen werden.

Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten und 70 Polizeibeamte im Einsatz.

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