Fast 100 Tote in einem Monat - Inzidenzwert sinkt unter die Hotspot-Grenze Minden (mt/lo). Die Corona-Lage im Kreis Minden-Lübbecke hat sich das erste Mal seit einigen Tagen wieder ein bisschen entspannt. Nach 67 registrierten Neuinfektionen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 194,6. Und damit auch unter die 200er-Hotspot-Grenze. Wie der Krisenstab damit umgeht und wie die neue Allgemeinverfügung aussieht, ist noch unklar. "Die Beratungen und Abstimmungen mit dem Innenministerium laufen noch", erklärt Kreissprecherin Sabine Ohnesorge auf MT-Nachfrage mit. Sofern neue Erkenntnisse vorliegen, informieren wir auf MT.de. Die Zahl der Todesopfer stieg derweil auf 143, weil zwei Frauen aus Rahden (92, 96) gestorben sind. Alarmierend: Allein in den vergangenen vier Wochen haben damit fast 100 Infizierte im Mühlenkreis ihr Leben verloren. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Infizierten, die an den drei Standorten der Mühlenkreiskliniken sowie im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen versorgt werden, auf 96 gestiegen - am Vortag waren es noch 91. Insgesamt 31 Patienten davon werden intensivmedizinisch behandelt, zwei sogar invasiv beatmet. Das teilt Ohnesorge mit. In Preußisch Oldendorf (270,8) und Rahden (259,7) ist die Inzidenz kreisweit weiterhin am höchsten. Die Zahlen in Hüllhorst (253,2) und Espelkamp (246,1) sind ähnlich hoch. Mit großem Abstand den niedrigsten Wert hat Stemwede (115,2) - am Vortag lag dieser noch bei 161,3. Auch unter anderem in Minden mit 168,9 (Vortag 179,9), Petershagen mit 195,1 (219) und Hille mit 162,6 (182,1) ist die Tendenz sinkend. Und das obwohl die Impfungen weiter schleppend laufen. So teilt die Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe mit, dass 1.674 Menschen im Mühlenkreis geimpft sind - 121 mehr als am Vortag. Damit ist Minden-Lübbecke weiterhin mehr als deutlich das Schlusslicht in OWL. Viele Kreise haben inzwischen doppelt so viele Geimpfte. In diesem Zusammenhang weist der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf Bundesebene daraufhin, dass seine Mitglieder (also die unterschiedlichen Krankenkassen) unter bestimmen Voraussetzungen die Übernahme der Fahrtkosten zu den Impfzentren übernehmen. Zum Beispiel „in Fällen, in denen die Schutzimpfung gegen das Coronavirus nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maßnahmen der Bundesländer sichergestellt wird", geht aus dem aktuellen Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes hervor. Gesetzlich Versicherte, auf die dies zutrifft, können sich also an ihre jeweilige Krankenkasse wenden. Die Diakonie Stiftung Salem hat am Mittwoch ein Ausbruchsgeschehen im Albert-Nisius-Haus bestätigt. Der Ausbruch sei kurz vor Weihnachten registriert worden. Aktuell seien noch 14 Bewohnerinnen und Bewohner als erkrankt, teilt Sprecher Christian Niemann auf MT-Anfrage mit. Zuvor hatten sich Kreis und Diakonie auf ein Besuchsverbot und Umstrukturierung der Wohnbereiche geeinigt. Die Bewohnerversorgung habe zu keinem Zeitpunkt auf der Kippe gestanden.

Fast 100 Tote in einem Monat - Inzidenzwert sinkt unter die Hotspot-Grenze

Im vergangenen Monat hat es im Kreis Minden-Lübbecke fast 100 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. © imago images/Future Image

Minden (mt/lo). Die Corona-Lage im Kreis Minden-Lübbecke hat sich das erste Mal seit einigen Tagen wieder ein bisschen entspannt. Nach 67 registrierten Neuinfektionen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 194,6. Und damit auch unter die 200er-Hotspot-Grenze. Wie der Krisenstab damit umgeht und wie die neue Allgemeinverfügung aussieht, ist noch unklar. "Die Beratungen und Abstimmungen mit dem Innenministerium laufen noch", erklärt Kreissprecherin Sabine Ohnesorge auf MT-Nachfrage mit. Sofern neue Erkenntnisse vorliegen, informieren wir auf MT.de.

Die Zahl der Todesopfer stieg derweil auf 143, weil zwei Frauen aus Rahden (92, 96) gestorben sind. Alarmierend: Allein in den vergangenen vier Wochen haben damit fast 100 Infizierte im Mühlenkreis ihr Leben verloren.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass möglicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gleichzeitig ist auch die Zahl der Infizierten, die an den drei Standorten der Mühlenkreiskliniken sowie im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen versorgt werden, auf 96 gestiegen - am Vortag waren es noch 91. Insgesamt 31 Patienten davon werden intensivmedizinisch behandelt, zwei sogar invasiv beatmet. Das teilt Ohnesorge mit.

In Preußisch Oldendorf (270,8) und Rahden (259,7) ist die Inzidenz kreisweit weiterhin am höchsten. Die Zahlen in Hüllhorst (253,2) und Espelkamp (246,1) sind ähnlich hoch. Mit großem Abstand den niedrigsten Wert hat Stemwede (115,2) - am Vortag lag dieser noch bei 161,3. Auch unter anderem in Minden mit 168,9 (Vortag 179,9), Petershagen mit 195,1 (219) und Hille mit 162,6 (182,1) ist die Tendenz sinkend.

Und das obwohl die Impfungen weiter schleppend laufen. So teilt die Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe mit, dass 1.674 Menschen im Mühlenkreis geimpft sind - 121 mehr als am Vortag. Damit ist Minden-Lübbecke weiterhin mehr als deutlich das Schlusslicht in OWL. Viele Kreise haben inzwischen doppelt so viele Geimpfte.

In diesem Zusammenhang weist der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf Bundesebene daraufhin, dass seine Mitglieder (also die unterschiedlichen Krankenkassen) unter bestimmen Voraussetzungen die Übernahme der Fahrtkosten zu den Impfzentren übernehmen. Zum Beispiel „in Fällen, in denen die Schutzimpfung gegen das Coronavirus nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maßnahmen der Bundesländer sichergestellt wird", geht aus dem aktuellen Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes hervor. Gesetzlich Versicherte, auf die dies zutrifft, können sich also an ihre jeweilige Krankenkasse wenden.

Die Diakonie Stiftung Salem hat am Mittwoch ein Ausbruchsgeschehen im Albert-Nisius-Haus bestätigt. Der Ausbruch sei kurz vor Weihnachten registriert worden. Aktuell seien noch 14 Bewohnerinnen und Bewohner als erkrankt, teilt Sprecher Christian Niemann auf MT-Anfrage mit. Zuvor hatten sich Kreis und Diakonie auf ein Besuchsverbot und Umstrukturierung der Wohnbereiche geeinigt. Die Bewohnerversorgung habe zu keinem Zeitpunkt auf der Kippe gestanden.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden