Familien stärken: Stadtteilmütter helfen bei Fragen rund um die Einschulungsuntersuchung Minden (mt/rad). Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes hat in der Begegnungsstätte der Diakonie in Bärenkämpen eine Schulung für Stadtteilmütter durchgeführt. Stadtteilmütter haben die Aufgabe, Familien in ihrer elterlichen Kompetenz zu stärken und in Fragen der Erziehung zu beraten beziehungsweise passende weiterführende Angebote zu finden. Sie suchen Zugang zu den Familien, die eher schwer erreichbar sind, die von sich aus keine Beratungsstellen aufsuchen und den Kontakt zu Familienhelferinnen und -helfern nicht annehmen.Konkret ging es in der Schulung für die Stadtteilmütter um das Thema Einschulungsuntersuchung. Die Teamleitung um Sandra Fernandes Brand und Matthias Rose stellte das neue Konzept der Untersuchung für Vorschulkinder vor. Ein 16-köpfiges Team von medizinischen Fachangestellten wurde speziell geschult und führt die Gesundheitschecks mit einem in NRW vorgegebenen Screening selbstständig durch. In der Untersuchung wird das Hör- und Sehvermögen der Kinder überprüft und ihr Entwicklungsstand etwa beim Malen und Zählen erfasst. Ergibt sich dabei noch ein Bedarf an einer ärztlichen Untersuchung, wird das Kind zu einem zweiten Termin bei der Schulärztin eingeladen.Die Einladungen werden an die Familien jetzt digital verschickt, Elternfragebögen können online mit Hilfe eines QR-Codes ausgefüllt werden und auch die neuen Hör- und Sehtestgeräte sind digital in das Programm eingebunden, teilt der Kreis mit. Als nächster Schritt soll zudem eine Online-Terminbuchung für Eltern möglich werden. Um den Familien den Zugang zu der Untersuchung zu vereinfachen, wurden kreisweit wohnortnahe Räumlichkeiten gesucht. In Espelkamp können bereits kreiseigene Räume im Amt proArbeit für die Einschuluntersuchung genutzt werden. Weitere Untersuchungsorte in Petershagen-Lahde, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica werden folgen, so der Kreis. „Bisher gab es von Seiten der Eltern nur positive Rückmeldungen.“ Die Schulung der Stadtteilmütter sei sinnvoll, um die Familien auf diesen neuen Lebensabschnitt der Kinder vorzubereiten. Der Ablauf und die Sinnhaftigkeit der Einschulungsuntersuchung sei einigen Familien nicht klar und bereite ihnen Sorge. „Diesen Sorgen können die Stadtteilmütter durch Aufklärung entgegenwirken.“

Familien stärken: Stadtteilmütter helfen bei Fragen rund um die Einschulungsuntersuchung

In der Einschulungsuntersuchung wird das Hör- und Sehvermögen der Kinder überprüft und ihr Entwicklungsstand etwa beim Malen und Zählen erfasst. Symbolfoto: Imago © imago/JOKER

Minden (mt/rad). Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes hat in der Begegnungsstätte der Diakonie in Bärenkämpen eine Schulung für Stadtteilmütter durchgeführt.

Stadtteilmütter haben die Aufgabe, Familien in ihrer elterlichen Kompetenz zu stärken und in Fragen der Erziehung zu beraten beziehungsweise passende weiterführende Angebote zu finden. Sie suchen Zugang zu den Familien, die eher schwer erreichbar sind, die von sich aus keine Beratungsstellen aufsuchen und den Kontakt zu Familienhelferinnen und -helfern nicht annehmen.

Konkret ging es in der Schulung für die Stadtteilmütter um das Thema Einschulungsuntersuchung. Die Teamleitung um Sandra Fernandes Brand und Matthias Rose stellte das neue Konzept der Untersuchung für Vorschulkinder vor. Ein 16-köpfiges Team von medizinischen Fachangestellten wurde speziell geschult und führt die Gesundheitschecks mit einem in NRW vorgegebenen Screening selbstständig durch.

In der Untersuchung wird das Hör- und Sehvermögen der Kinder überprüft und ihr Entwicklungsstand etwa beim Malen und Zählen erfasst. Ergibt sich dabei noch ein Bedarf an einer ärztlichen Untersuchung, wird das Kind zu einem zweiten Termin bei der Schulärztin eingeladen.

Die Einladungen werden an die Familien jetzt digital verschickt, Elternfragebögen können online mit Hilfe eines QR-Codes ausgefüllt werden und auch die neuen Hör- und Sehtestgeräte sind digital in das Programm eingebunden, teilt der Kreis mit. Als nächster Schritt soll zudem eine Online-Terminbuchung für Eltern möglich werden.

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Patrick Schwemmling

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Um den Familien den Zugang zu der Untersuchung zu vereinfachen, wurden kreisweit wohnortnahe Räumlichkeiten gesucht. In Espelkamp können bereits kreiseigene Räume im Amt proArbeit für die Einschuluntersuchung genutzt werden. Weitere Untersuchungsorte in Petershagen-Lahde, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica werden folgen, so der Kreis. „Bisher gab es von Seiten der Eltern nur positive Rückmeldungen.“

Die Schulung der Stadtteilmütter sei sinnvoll, um die Familien auf diesen neuen Lebensabschnitt der Kinder vorzubereiten. Der Ablauf und die Sinnhaftigkeit der Einschulungsuntersuchung sei einigen Familien nicht klar und bereite ihnen Sorge. „Diesen Sorgen können die Stadtteilmütter durch Aufklärung entgegenwirken.“

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