FFP2-Masken in den Apotheken: Krankenkassen versenden nun Gutscheine Minden (mt/hwa). Krankenversicherte Personen über 60 oder aus anderen Risikogruppen sollen zum Schutz vor Covid 19 mit insgesamt 15 FFP2-Masken vorsorgt werden. Die Bundesregierung stelle die Schutzmasken gegen eine geringe Eigenbeteiligung zur Verfügung, teilt die BKK Melitta Plus mit. Nachdem bereits jeweils drei Masken unbürokratisch in den Apotheken abgeholt werden konnten, seien die Krankenkassen jetzt damit beauftragt worden fälschungssichere Gutscheine per Post zu verteilen. Damit können dann sechs Masken bis zum 28. Februar und weitere sechs Masken zwischen dem 16. Februar und dem 15. April in den Apotheken abgeholt werden. Die Versendung der Gutscheine werde in mehreren Wellen erfolgen, heißt es in einer Mitteilung der Mindener Krankenkasse. Dies liege daran, dass die Bundesdruckerei, die mit der Herstellung der Gutscheine beauftragt ist, jeweils im Zweiwochenrhythmus ausliefert. So werde es durchaus bis in den Februar dauern können, bis alle Berechtigten die Anschreiben mit den Gutscheinen erhalten. „Das Verfahren ist leider sehr umständlich und zeitaufwendig“, sagt BKK-Vorstand Rolf Kauke. Die Information über den zeitversetzten Versand habe die Kassen erst am Mittwochnachmittag erreicht. „Uns erreichen derzeit verständlicherweise zahlreiche Anfragen von Kunden, die auf die Gutscheine warten. Aber sehen wir es positiv: Durch den Zeitversatz wird sich hoffentlich eine erneute Kundenansammlung vor den Apotheken vermeiden lassen.“ Bei der Abgabe der Schutzmasken handelt es sich um eine Aktion der Bundesregierung, die Krankenkassen unterstützen durch die Datenermittlung sowie den Druck und Versand des Informationsschreibens mit den Berechtigungsscheinen. Die sehr kurzfristig geplante Aktion führt laut Kauke zu vielen weiteren Fragen. So sei klar geregelt, dass von der Eigenbeteiligung von zwei Euro je sechs Masken keine Befreiung möglich ist. Risikopatienten unterhalb der Altersgruppe der über 60-Jährigen werden auf Grundlage von Abrechnungs- und Diagnosedaten, die den Krankenkassen zum Stichtag 15. Dezember 2020 vorgelegen haben, ermittelt. Zusätzliche ärztliche Atteste sind nicht erforderlich. Die Anschreiben mit den Gutscheinen enthalten keinen Briefkopf der Krankenkasse sondern der Bundesregierung.

FFP2-Masken in den Apotheken: Krankenkassen versenden nun Gutscheine

FFP2-Masken sollen besonders Risikogruppen besser schützen. Foto: Thomas Trutschel/photothek © imago images/photothek

Minden (mt/hwa). Krankenversicherte Personen über 60 oder aus anderen Risikogruppen sollen zum Schutz vor Covid 19 mit insgesamt 15 FFP2-Masken vorsorgt werden. Die Bundesregierung stelle die Schutzmasken gegen eine geringe Eigenbeteiligung zur Verfügung, teilt die BKK Melitta Plus mit. Nachdem bereits jeweils drei Masken unbürokratisch in den Apotheken abgeholt werden konnten, seien die Krankenkassen jetzt damit beauftragt worden fälschungssichere Gutscheine per Post zu verteilen. Damit können dann sechs Masken bis zum 28. Februar und weitere sechs Masken zwischen dem 16. Februar und dem 15. April in den Apotheken abgeholt werden.

Die Versendung der Gutscheine werde in mehreren Wellen erfolgen, heißt es in einer Mitteilung der Mindener Krankenkasse. Dies liege daran, dass die Bundesdruckerei, die mit der Herstellung der Gutscheine beauftragt ist, jeweils im Zweiwochenrhythmus ausliefert. So werde es durchaus bis in den Februar dauern können, bis alle Berechtigten die Anschreiben mit den Gutscheinen erhalten.

„Das Verfahren ist leider sehr umständlich und zeitaufwendig“, sagt BKK-Vorstand Rolf Kauke. Die Information über den zeitversetzten Versand habe die Kassen erst am Mittwochnachmittag erreicht. „Uns erreichen derzeit verständlicherweise zahlreiche Anfragen von Kunden, die auf die Gutscheine warten. Aber sehen wir es positiv: Durch den Zeitversatz wird sich hoffentlich eine erneute Kundenansammlung vor den Apotheken vermeiden lassen.“

Bei der Abgabe der Schutzmasken handelt es sich um eine Aktion der Bundesregierung, die Krankenkassen unterstützen durch die Datenermittlung sowie den Druck und Versand des Informationsschreibens mit den Berechtigungsscheinen. Die sehr kurzfristig geplante Aktion führt laut Kauke zu vielen weiteren Fragen. So sei klar geregelt, dass von der Eigenbeteiligung von zwei Euro je sechs Masken keine Befreiung möglich ist. Risikopatienten unterhalb der Altersgruppe der über 60-Jährigen werden auf Grundlage von Abrechnungs- und Diagnosedaten, die den Krankenkassen zum Stichtag 15. Dezember 2020 vorgelegen haben, ermittelt.

Zusätzliche ärztliche Atteste sind nicht erforderlich. Die Anschreiben mit den Gutscheinen enthalten keinen Briefkopf der Krankenkasse sondern der Bundesregierung.

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