Entlastung in der Pflege: Betroffene können Hilfe erhalten, aber kaum jemand weiß davon Minden (mt/kr). Das Zentrum für Pflegeberatung in Minden weist darauf hin, dass pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige aktuell deutlich weniger Lebensqualität haben, obwohl veränderte Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung das Leben leichter machen könnten. Kaum jemand sei aber darüber informiert. Wissenswerte Neuerungen sind etwa die telefonische Begutachtung durch den Medizinischen Dienst, die Nutzung des Entlastungsbetrags, die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung im Notfall, abweichende Regelungen zur Kurzzeitpflege, aber auch die zum eigenen Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel. Insbesondere zu den Entlastungsangeboten erreichen das Zentrum für Pflegeberatung häufig Fragen von Betroffenen. „Können wir unseren Nachbarn beauftragen uns zu helfen, weil wir nicht mehr rauskommen?“, sei etwa eine Frage, die sich viele Ältere stellten. In der Beratung stelle sich häufig heraus, dass noch Mittel aus dem Jahr 2019 vorhanden seien. Allerdings wüssten kaum die Mitarbeiter der Pflegekassen, dass diese nicht ausgeschöpften Beträge aus 2019 noch bis zum 31. Dezember 2020 genutzt und auch für Aufwendungen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe verwendet werden können. Bis zum 31. März 2021 ist für diese Form der Nachbarschaftshilfe kein Nachweis einer geeigneten Qualifizierung erforderlich. Leistungsanbieter, die über eine Anerkennung verfügen, dürfen über das übliche Angebot hinaus zusätzlich Dienstleistungen bis zur Haustür erbringen. Listen dieser Dienste gibt es im Zentrum für Pflegeberatung Minden. Zu diesen Leistungen zählen insbesondere der tägliche Einkauf, Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung, Anlieferung von Speisen, Übernahme von Botengängen beispielsweise zur Apotheke oder zur Post, Organisation von Behördengängen oder Behördenangelegenheiten und erforderlicher Arztbesuche. Ein Infoblatt bietet das Zentrum für Pflegeberatung Minden telefonisch, per E-Mail oder – nach vorheriger telefonischer Terminabsprache und unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorkehrungen – auch persönlich an. Die Berater sind montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr unter (05 71) 80 71 42 00 erreichbar. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail an minden@pflegeberatung-minden-luebbecke.de ist ebenso möglich. Darüber hinaus ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr das kreisweite Infotelefon Pflege unter der Nummer (05 71) 80 72 28 07 zu erreichen.

Entlastung in der Pflege: Betroffene können Hilfe erhalten, aber kaum jemand weiß davon

Pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige können verschiedene Hilfen erhalten – doch viele sind darüber nicht informiert. Foto: Ute Grabowsky/imago images © imago images/photothek

Minden (mt/kr). Das Zentrum für Pflegeberatung in Minden weist darauf hin, dass pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige aktuell deutlich weniger Lebensqualität haben, obwohl veränderte Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung das Leben leichter machen könnten. Kaum jemand sei aber darüber informiert.

Wissenswerte Neuerungen sind etwa die telefonische Begutachtung durch den Medizinischen Dienst, die Nutzung des Entlastungsbetrags, die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung im Notfall, abweichende Regelungen zur Kurzzeitpflege, aber auch die zum eigenen Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel.

Insbesondere zu den Entlastungsangeboten erreichen das Zentrum für Pflegeberatung häufig Fragen von Betroffenen. „Können wir unseren Nachbarn beauftragen uns zu helfen, weil wir nicht mehr rauskommen?“, sei etwa eine Frage, die sich viele Ältere stellten. In der Beratung stelle sich häufig heraus, dass noch Mittel aus dem Jahr 2019 vorhanden seien. Allerdings wüssten kaum die Mitarbeiter der Pflegekassen, dass diese nicht ausgeschöpften Beträge aus 2019 noch bis zum 31. Dezember 2020 genutzt und auch für Aufwendungen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe verwendet werden können. Bis zum 31. März 2021 ist für diese Form der Nachbarschaftshilfe kein Nachweis einer geeigneten Qualifizierung erforderlich.

Leistungsanbieter, die über eine Anerkennung verfügen, dürfen über das übliche Angebot hinaus zusätzlich Dienstleistungen bis zur Haustür erbringen. Listen dieser Dienste gibt es im Zentrum für Pflegeberatung Minden. Zu diesen Leistungen zählen insbesondere der tägliche Einkauf, Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung, Anlieferung von Speisen, Übernahme von Botengängen beispielsweise zur Apotheke oder zur Post, Organisation von Behördengängen oder Behördenangelegenheiten und erforderlicher Arztbesuche.

Ein Infoblatt bietet das Zentrum für Pflegeberatung Minden telefonisch, per E-Mail oder – nach vorheriger telefonischer Terminabsprache und unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorkehrungen – auch persönlich an. Die Berater sind montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr unter (05 71) 80 71 42 00 erreichbar. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail an minden@pflegeberatung-minden-luebbecke.de ist ebenso möglich. Darüber hinaus ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr das kreisweite Infotelefon Pflege unter der Nummer (05 71) 80 72 28 07 zu erreichen.

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