Endlich wieder live - Green Cabbage Jazz Combo spielt im Fort A Andreas Laubig Minden. Nach langer Durststrecke ohne Live-Veranstaltungen bietet die Kurt-Tucholsky-Bühne als Hausherr mit dem Fort A einen der ersten Veranstaltungsorte, auf dem wieder direktes Musik-Erleben möglich ist. Zum ersten Live-Konzert in Coronazeiten steht die Green Cabbage Jazz Combo aus Minden auf der Bühne. Als Teil einer militärischen Festungsanlage war das Mindener Fort A schon bald nach der Fertigstellung strategisch unnütz. Heute erweist sich das trotzige Gemäuer als ideale Schutzburg für Veranstaltungen: Das Gelände ist überschaubar, mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand stehen 80 Sitzplätze zur Verfügung und es bietet ein vertrauliches Freiluft-Ambiente mit ganz besonderem Charme. Und trotz des eher mäßigen Wetters sind die Plätze gut belegt. Der erforderliche Sicherheitsabstand zwischen den Stühlen – meist zu zweien zusammengestellt – tut der entspannt-launigen Atmosphäre keinen Abbruch. Auch für den Gang zur Toilette und zum Gastronomieangebot hat der Veranstalter ebenso einfache wie wirksame Lösungen gefunden. Der Einbahnstraßen-Modus verhindert Gedränge. Spätestens nach den ersten Takten sind die vermeintlich besonderen Umstände vergessen. Hauptverantwortlich dafür sind die fünf gut gekleideten Herren auf der Bühne. Sie haben sich dem traditionellen Jazz verschrieben und sind froh, endlich wieder vor Publikum spielen zu können. Geprobt haben sie zuletzt eher wenig und wenn, dann im Garten. „Es hat gut getan wieder auf einen Auftritt hinarbeiten zu können“ erzählt der Gitarrist und Sänger Marc Stanesby. Die Spielfreude des Quintetts überträgt sich schnell von der Bühne aufs Publikum. Es geht auf eine kleine Zeitreise durch die Jazz-Geschichte. Vom Ende der 20er-Jahre mit dem Titel „I can give you anything but Love“, den auch Louis Armstrong und Duke Ellington interpretiert haben, geht es von New Orleans mit Swing und Bebop in die 50er Jahre, als der Jazz mit dem Bossa Nova Südamerika entdeckte. Dixieland-Klänge beherrscht die Combo ebenso wie eine Miles-Davis-Interpretation und den Herbie-Hancock-Titel „Melon Man“. Bis in die 90er-Jahre geht die Reise, um mit dem Ray Charles-Song „Hallelujah I just love her“ als Zugabe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu enden. Live-Auftritte haben Musiker und ihre Fans lange genug schmerzlich vermisst. Neben dem auf Distanz platzierten Publikum erinnerte lediglich ein ganz spezieller „Mund-Nasenschutz“ in Form eines bunten Tuches vor dem Schalltrichter von Ulli Hempens Posaune an die besonderen Umstände. Der Bandleader nahm’s humorig und genoss wie alle Anwesenden die Konzert Atmosphäre.

Endlich wieder live - Green Cabbage Jazz Combo spielt im Fort A

Minden. Nach langer Durststrecke ohne Live-Veranstaltungen bietet die Kurt-Tucholsky-Bühne als Hausherr mit dem Fort A einen der ersten Veranstaltungsorte, auf dem wieder direktes Musik-Erleben möglich ist. Zum ersten Live-Konzert in Coronazeiten steht die Green Cabbage Jazz Combo aus Minden auf der Bühne.

Gitarrist und Sänger Marc Stanesby macht mit der Green Cabbage Jazz Combo den Anfang auf der Fort-A-Bühne. - © Foto: Andreas Laubig
Gitarrist und Sänger Marc Stanesby macht mit der Green Cabbage Jazz Combo den Anfang auf der Fort-A-Bühne. - © Foto: Andreas Laubig

Als Teil einer militärischen Festungsanlage war das Mindener Fort A schon bald nach der Fertigstellung strategisch unnütz. Heute erweist sich das trotzige Gemäuer als ideale Schutzburg für Veranstaltungen: Das Gelände ist überschaubar, mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand stehen 80 Sitzplätze zur Verfügung und es bietet ein vertrauliches Freiluft-Ambiente mit ganz besonderem Charme.

Und trotz des eher mäßigen Wetters sind die Plätze gut belegt. Der erforderliche Sicherheitsabstand zwischen den Stühlen – meist zu zweien zusammengestellt – tut der entspannt-launigen Atmosphäre keinen Abbruch. Auch für den Gang zur Toilette und zum Gastronomieangebot hat der Veranstalter ebenso einfache wie wirksame Lösungen gefunden. Der Einbahnstraßen-Modus verhindert Gedränge. Spätestens nach den ersten Takten sind die vermeintlich besonderen Umstände vergessen.

Hauptverantwortlich dafür sind die fünf gut gekleideten Herren auf der Bühne. Sie haben sich dem traditionellen Jazz verschrieben und sind froh, endlich wieder vor Publikum spielen zu können. Geprobt haben sie zuletzt eher wenig und wenn, dann im Garten. „Es hat gut getan wieder auf einen Auftritt hinarbeiten zu können“ erzählt der Gitarrist und Sänger Marc Stanesby.

Die Spielfreude des Quintetts überträgt sich schnell von der Bühne aufs Publikum. Es geht auf eine kleine Zeitreise durch die Jazz-Geschichte. Vom Ende der 20er-Jahre mit dem Titel „I can give you anything but Love“, den auch Louis Armstrong und Duke Ellington interpretiert haben, geht es von New Orleans mit Swing und Bebop in die 50er Jahre, als der Jazz mit dem Bossa Nova Südamerika entdeckte. Dixieland-Klänge beherrscht die Combo ebenso wie eine Miles-Davis-Interpretation und den Herbie-Hancock-Titel „Melon Man“. Bis in die 90er-Jahre geht die Reise, um mit dem Ray Charles-Song „Hallelujah I just love her“ als Zugabe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu enden. Live-Auftritte haben Musiker und ihre Fans lange genug schmerzlich vermisst. Neben dem auf Distanz platzierten Publikum erinnerte lediglich ein ganz spezieller „Mund-Nasenschutz“ in Form eines bunten Tuches vor dem Schalltrichter von Ulli Hempens Posaune an die besonderen Umstände. Der Bandleader nahm’s humorig und genoss wie alle Anwesenden die Konzert Atmosphäre.

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