Ende September ist Schluss: Minden-Lübbecker Impfzentrum schließt in drei Monaten Stefanie Dullweber,Patrick Schwemling Hille-Unterlübbe. Am 30. September ist Schluss. Nach acht Monaten schließt der Kreis Minden-Lübbecke das im Februar eröffnete Impfzentrum in der Sporthalle in Unterlübbe. Diesen Termin gab Sozialdezernent Hans-Joerg Deichholz in der jüngsten Sitzung des Kreis-Gesundheitsausschusses bekannt. Das Zentrum für mögliche Nachimpfungen zeitweise ruhen zu lassen, sei keine Option, so Deichholz. Schließlich müssten nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch das Personal zur Verfügung stehen. Im NRW-Gesundheitsministerium gebe es jedoch Überlegungen, weiteren Bedarf durch den Einsatz mobiler Impfteams zu decken. Ein entsprechendes Fahrzeug habe der Kreis bereits angeschafft. Bereits seit Dezember sind mobile Impfteams unterwegs. Sie hatten unter anderem die Senioren in den Heimen geimpft. Bis sich in Unterlübbe die Türen schließen und die Halle wieder für den Sport genutzt werden kann, haben die Mitarbeiter des Impfzentrums noch gut zu tun. Aktuell sind sie damit beschäftigt, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hinsichtlich der sogenannten Kreuzimpfungen umzusetzen. Die Stiko hatte ihre Empfehlung vergangenen Freitag angepasst (das MT berichtete). So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig – unabhängig vom Alter – als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff bekommen. „Die Ankündigung kam sehr überraschend für alle“, sagt Anke Richter-Scheer, medizinische Leiterin des Impfzentrums dem MT. Unabhängig davon habe das Robert-Koch-Institut ihrer Ansicht nach rasch auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse reagiert, so Richter-Scheer weiter. Diese sehen so aus, dass die Impfung mit zwei verschiedenen Stoffen gerade mit Blick auf die Delta-Variante eine hohe Wirksamkeit habe. „Dass dies logistisch wieder eine Herausforderung für die Praxen und auch für das Impfzentrum darstellt, versteht sich von selbst.“ Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) schreibt dazu: Jeder Person, die im Impfzentrum eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten hat, wird eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (derzeit Biontech) angeboten. Bei Personen, die in Impfzentren bereits einen Termin für eine Zweitimpfung mit Astrazeneca haben, wird der Impfstoff automatisch umgestellt. Die gebuchten Termine, insbesondere in den kommenden Tagen, sollen wie geplant wahrgenommen werden. Wie der Kreis Minden-Lübbecke mitteilt, gibt es die Möglichkeit, bereits bestehende Termine im Impfzentrum umzubuchen. Wer seinen Zweittermin nicht im Internet-Portal der KVWL verlegen kann, weil der Ersttermin auf andere Weise gebucht wurde, kann per E-Mail an impfzentrum@minden-luebbecke.de eine Anpassung des Termins beantragen, um das geänderte Impfintervall von vier Wochen in Anspruch zu nehmen. Weiter teilt der Kreis mit, dass Personen, die ihre Termine im Portal der KVWL gebucht haben, gebeten werden, ihren Termin dort mit den bereits vorhandenen Registrierungsdaten anzupassen. Bei Personen, die ihre Erstimpfung beim Hausarzt erhalten haben, sei dieser weiterhin für die Zweitimpfung zuständig, so der Kreis. Falls der Hausarzt verhindert sei, gebe es Vertretungsärzte. Nur, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind und eine Zweitimpfung nicht rechtzeitig durchgeführt werden kann, kann der Patient das Impfzentrum kontaktieren. In diesem Fall ist eine Anmeldung per E-Mail unter impfzentrum@minden-luebbecke.de möglich. Der Kreis bittet darum, in diesen Fällen nicht im KVWL-Portal zu buchen. Eine Impfung ohne Termin sei weiterhin nicht möglich. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erwartet aufgrund der aktuellen Entwicklung eine weitere nervenaufreibende Phase für die niedergelassenen Ärzte in der Region.

Ende September ist Schluss: Minden-Lübbecker Impfzentrum schließt in drei Monaten

Die Empfehlung für die Zweitimpfung wird im Impfzentrum bereits umgesetzt. MT-Foto: Lehn © lehn

Hille-Unterlübbe. Am 30. September ist Schluss. Nach acht Monaten schließt der Kreis Minden-Lübbecke das im Februar eröffnete Impfzentrum in der Sporthalle in Unterlübbe. Diesen Termin gab Sozialdezernent Hans-Joerg Deichholz in der jüngsten Sitzung des Kreis-Gesundheitsausschusses bekannt. Das Zentrum für mögliche Nachimpfungen zeitweise ruhen zu lassen, sei keine Option, so Deichholz. Schließlich müssten nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch das Personal zur Verfügung stehen.

Im NRW-Gesundheitsministerium gebe es jedoch Überlegungen, weiteren Bedarf durch den Einsatz mobiler Impfteams zu decken. Ein entsprechendes Fahrzeug habe der Kreis bereits angeschafft. Bereits seit Dezember sind mobile Impfteams unterwegs. Sie hatten unter anderem die Senioren in den Heimen geimpft.

Bis sich in Unterlübbe die Türen schließen und die Halle wieder für den Sport genutzt werden kann, haben die Mitarbeiter des Impfzentrums noch gut zu tun. Aktuell sind sie damit beschäftigt, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hinsichtlich der sogenannten Kreuzimpfungen umzusetzen.


Die Stiko hatte ihre Empfehlung vergangenen Freitag angepasst (das MT berichtete). So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig – unabhängig vom Alter – als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff bekommen. „Die Ankündigung kam sehr überraschend für alle“, sagt Anke Richter-Scheer, medizinische Leiterin des Impfzentrums dem MT.

Unabhängig davon habe das Robert-Koch-Institut ihrer Ansicht nach rasch auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse reagiert, so Richter-Scheer weiter. Diese sehen so aus, dass die Impfung mit zwei verschiedenen Stoffen gerade mit Blick auf die Delta-Variante eine hohe Wirksamkeit habe. „Dass dies logistisch wieder eine Herausforderung für die Praxen und auch für das Impfzentrum darstellt, versteht sich von selbst.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) schreibt dazu: Jeder Person, die im Impfzentrum eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten hat, wird eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (derzeit Biontech) angeboten. Bei Personen, die in Impfzentren bereits einen Termin für eine Zweitimpfung mit Astrazeneca haben, wird der Impfstoff automatisch umgestellt. Die gebuchten Termine, insbesondere in den kommenden Tagen, sollen wie geplant wahrgenommen werden.

Wie der Kreis Minden-Lübbecke mitteilt, gibt es die Möglichkeit, bereits bestehende Termine im Impfzentrum umzubuchen. Wer seinen Zweittermin nicht im Internet-Portal der KVWL verlegen kann, weil der Ersttermin auf andere Weise gebucht wurde, kann per E-Mail an impfzentrum@minden-luebbecke.de eine Anpassung des Termins beantragen, um das geänderte Impfintervall von vier Wochen in Anspruch zu nehmen. Weiter teilt der Kreis mit, dass Personen, die ihre Termine im Portal der KVWL gebucht haben, gebeten werden, ihren Termin dort mit den bereits vorhandenen Registrierungsdaten anzupassen.

Bei Personen, die ihre Erstimpfung beim Hausarzt erhalten haben, sei dieser weiterhin für die Zweitimpfung zuständig, so der Kreis. Falls der Hausarzt verhindert sei, gebe es Vertretungsärzte. Nur, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind und eine Zweitimpfung nicht rechtzeitig durchgeführt werden kann, kann der Patient das Impfzentrum kontaktieren. In diesem Fall ist eine Anmeldung per E-Mail unter impfzentrum@minden-luebbecke.de möglich. Der Kreis bittet darum, in diesen Fällen nicht im KVWL-Portal zu buchen. Eine Impfung ohne Termin sei weiterhin nicht möglich.

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erwartet aufgrund der aktuellen Entwicklung eine weitere nervenaufreibende Phase für die niedergelassenen Ärzte in der Region.

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