Eisbrecher rücken ins Einsatzgebiet aus Schifffahrt bereits im Bereich Hannover behindert / Kraftwerke halten Weserwasser warm / Warnung vor Betreten Von Stefan Koch Minden (mt). Bei anhaltend klirrender Kälte rückten mittlerweile die Eisbrecher auf den Wasserstraßen an. Gestern kam die "Rysum" von der Weser nach Minden, um sich über die Schachtschleuse zum Einsatz in Niedersachsen hieven lassen. Der in Minden stationierte Anti-Eis-Schlepper rückt heute aus. Noch ist der Bereich des Mindener Hafens eisfrei. Grund ist, dass am Wasserstraßenkreuz durch das Pumpwerk Weserwasser in den Mittellandkanal gelangt. Da es zum Kühlen in den Kraftwerken Veltheim und Grohnde genutzt wird, liegt seine Temperatur höher als in anderen Gewässern. Lediglich am Südabstieg wurde am Mittwoch eine zwei Zentimeter dicke Eisschicht verzeichnet.Andernorts sieht die Lage jedoch frostiger aus. So brach gestern die "Rysum" auf der Weser Richtung Minden auf. Das in Privatbesitz befindliche Schiff wurde in der Schachtschleuse in den Mittelkanal gehoben. Der weitere Weg führte Richtung Hannover zu den Stichkanälen Linden und Misburg.Am frühen Donnerstagmorgen startete auch der beim Wasser- und Schifffahrtsamt Minden stationierte Eisbrecher "SL 2056" Richtung Hannover. Er soll den Abschnitt des Mittellandkanals für die Binnenschifffahrt eisfrei halten.Am Mittwochmorgen lag die Wassertemperatur des Mittellandkanals in Minden noch bei 0,5 Grad über dem Gefrierpunkt. Anders sah die Lage bereits im Osten aus. Aufgrund der niedrigen Wassertemperatur kam es zwischen der Schleuse Sülfeld bei Wolfsburg und der Schleuse Rothensee bei Magdeburg sowie im Elbe-Seitenkanal zu einer Eisbildung von fünf Zentimetern Dicke. Im Bereich des Elbe-Seitenkanals waren gestern bereits vier Eisbrecher im Einsatz. Ebenfalls drei Eisbrecher fuhren im Bereich der Schleuse Sülfeld bis Magdeburg. Der Stichkanal Salzgitter wird von einem Eisbrecher freigehalten.Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung informierte über den Einsatz der Eisbrecher. Es wird vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt. Besonders im Bereich der gebrochenen Fahrrinne ist eine zwischenzeitlich geschlossene Eisdecke wesentlich dünner als das Eis am Gewässerrand.

Eisbrecher rücken ins Einsatzgebiet aus

Minden (mt). Bei anhaltend klirrender Kälte rückten mittlerweile die Eisbrecher auf den Wasserstraßen an. Gestern kam die "Rysum" von der Weser nach Minden, um sich über die Schachtschleuse zum Einsatz in Niedersachsen hieven lassen. Der in Minden stationierte Anti-Eis-Schlepper rückt heute aus.

Gestern rückte ein weiterer Eisbrecher zum Einsatz im Bereich Hannover über die Weser an und wurde in der Schachtschleuse zum Mittellandkanal gehoben. - © Foto: Alex Lehn
Gestern rückte ein weiterer Eisbrecher zum Einsatz im Bereich Hannover über die Weser an und wurde in der Schachtschleuse zum Mittellandkanal gehoben. - © Foto: Alex Lehn

Noch ist der Bereich des Mindener Hafens eisfrei. Grund ist, dass am Wasserstraßenkreuz durch das Pumpwerk Weserwasser in den Mittellandkanal gelangt. Da es zum Kühlen in den Kraftwerken Veltheim und Grohnde genutzt wird, liegt seine Temperatur höher als in anderen Gewässern. Lediglich am Südabstieg wurde am Mittwoch eine zwei Zentimeter dicke Eisschicht verzeichnet.

Andernorts sieht die Lage jedoch frostiger aus. So brach gestern die "Rysum" auf der Weser Richtung Minden auf. Das in Privatbesitz befindliche Schiff wurde in der Schachtschleuse in den Mittelkanal gehoben. Der weitere Weg führte Richtung Hannover zu den Stichkanälen Linden und Misburg.

Am frühen Donnerstagmorgen startete auch der beim Wasser- und Schifffahrtsamt Minden stationierte Eisbrecher "SL 2056" Richtung Hannover. Er soll den Abschnitt des Mittellandkanals für die Binnenschifffahrt eisfrei halten.

Am Mittwochmorgen lag die Wassertemperatur des Mittellandkanals in Minden noch bei 0,5 Grad über dem Gefrierpunkt. Anders sah die Lage bereits im Osten aus. Aufgrund der niedrigen Wassertemperatur kam es zwischen der Schleuse Sülfeld bei Wolfsburg und der Schleuse Rothensee bei Magdeburg sowie im Elbe-Seitenkanal zu einer Eisbildung von fünf Zentimetern Dicke. Im Bereich des Elbe-Seitenkanals waren gestern bereits vier Eisbrecher im Einsatz. Ebenfalls drei Eisbrecher fuhren im Bereich der Schleuse Sülfeld bis Magdeburg. Der Stichkanal Salzgitter wird von einem Eisbrecher freigehalten.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung informierte über den Einsatz der Eisbrecher. Es wird vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt. Besonders im Bereich der gebrochenen Fahrrinne ist eine zwischenzeitlich geschlossene Eisdecke wesentlich dünner als das Eis am Gewässerrand.

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