Einfach mal riechen: Schüler setzen sich bei Projektwoche für aktiven Umweltschutz ein Jan Lücking Minden. Kopfweiden schneiden, Bäume vom Unkraut befreien, Birken in einem Teich entfernen – aktiven Naturschutz haben 41 Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule während einer Projektwoche an der Biologischen Station Minden Lübbecke betrieben. Die Schüler des siebten Jahrgangs haben fünf Tage Aufgaben übernommen, die sonst von den Mitarbeitern der Station durchgeführt werden. Dazu gehörte die Gehölzpflege, die durch eine Sondergenehmigung des Kreisumweltamtes zu dieser Jahreszeit durchgeführt werden durfte. „Wir führen junge Menschen an die Natur heran und stellen direkten Kontakt über die Sinne her“, sagt Sascha Traue, Wald- und Erlebnispädagoge der Biologischen Station Minden-Lübbecke. Die Kinder dürften Bäume berühren, einfach mal 30 Sekunden Stille im Wald auf sich wirken lassen und die Gerüche des Bodens aufnehmen. „Wir arbeiten am Wissen über die Natur und wollen die Kinder dazu motivieren selbst zu handeln“, sagt Sascha Traue. Er ist der Auffassung, dass man etwas weiter als bei den Fridays for Futre-Demos sei und aktiven Naturschutz durch tägliche, wiederholende Tätigkeiten auf dem Gelände der Station betreibe. Man spreche sich nicht nur für mehr Umweltschutz auf Demos aus, sondern arbeite täglich in der Natur. „Wir fordern hier und geben aber auch. Jeder soll am Ende der Projektwoche davon überzeugt sein, dass ihm die Arbeit hier etwas gebracht hat“, sagt der Pädagoge. Auf dem weitläufigen Gelände passiert auch wirklich jede Menge: An einer Station werden Obstbäume vom Unkraut befreit, das mit dem Baum um die Nährstoffe im Boden konkurriert. Ein paar Meter weiter zeigt Sascha Traue den Schülern, wie ein morscher Ast von den Organismen im Wald zersetzt wird. Hier können die Kinder auch den Waldboden anfassen und dessen Gerüche auf sich wirken lassen. In einem großen Teich auf dem Gelände sind weitere Teilnehmer damit beschäftigt Birken aus dem Gewässer zu entfernen, weil diese Bäume sehr viel Wasser aufnehmen und dafür sorgen könnten, dass an dieser Stelle irgendwann gar kein Teich mehr vorhanden ist. Mit Astscheren und Sägen rücken an einer anderen Station weitere Projektteilnehmer großen Sträuchern zu Leibe und legen die Wiese dort wieder frei. Ausgerüstet mit Leitern, Helmen, Sägen und Astscheren werden ein Stück weiter Kopfweiden zurechtgeschnitten. Alle Schülerinnen und Schüler arbeiten im Team mit den Lehrerinnen und Mitarbeitern der Biologischen Station zusammen. Neben der aktiven Naturschutzarbeit vermittelte die Projektwoche den Teilnehmern auch, wie jeder im Alltag seinen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Zum Beispiel indem die Schüler beim Einkauf von Lebensmitteln darauf achten, Plastik zu vermeiden und keinen Müll einfach so in der Landschaft zu entsorgen.

Einfach mal riechen: Schüler setzen sich bei Projektwoche für aktiven Umweltschutz ein

So richt Waldboden: Der Wald- und Erlebnispädagoge der Biologischen Station Minden-Lübbecke, Sascha Traue, zeigt den Schülern, wie sich der Waldboden zersetzt. Die Schüler dürfen auch einfach mal den Geruch aufnehmen. MT-Foto: Jan Lücking

Minden. Kopfweiden schneiden, Bäume vom Unkraut befreien, Birken in einem Teich entfernen – aktiven Naturschutz haben 41 Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule während einer Projektwoche an der Biologischen Station Minden Lübbecke betrieben.

Die Schüler des siebten Jahrgangs haben fünf Tage Aufgaben übernommen, die sonst von den Mitarbeitern der Station durchgeführt werden. Dazu gehörte die Gehölzpflege, die durch eine Sondergenehmigung des Kreisumweltamtes zu dieser Jahreszeit durchgeführt werden durfte.

„Wir führen junge Menschen an die Natur heran und stellen direkten Kontakt über die Sinne her“, sagt Sascha Traue, Wald- und Erlebnispädagoge der Biologischen Station Minden-Lübbecke. Die Kinder dürften Bäume berühren, einfach mal 30 Sekunden Stille im Wald auf sich wirken lassen und die Gerüche des Bodens aufnehmen. „Wir arbeiten am Wissen über die Natur und wollen die Kinder dazu motivieren selbst zu handeln“, sagt Sascha Traue. Er ist der Auffassung, dass man etwas weiter als bei den Fridays for Futre-Demos sei und aktiven Naturschutz durch tägliche, wiederholende Tätigkeiten auf dem Gelände der Station betreibe. Man spreche sich nicht nur für mehr Umweltschutz auf Demos aus, sondern arbeite täglich in der Natur. „Wir fordern hier und geben aber auch. Jeder soll am Ende der Projektwoche davon überzeugt sein, dass ihm die Arbeit hier etwas gebracht hat“, sagt der Pädagoge.


Auf dem weitläufigen Gelände passiert auch wirklich jede Menge: An einer Station werden Obstbäume vom Unkraut befreit, das mit dem Baum um die Nährstoffe im Boden konkurriert.

Ein paar Meter weiter zeigt Sascha Traue den Schülern, wie ein morscher Ast von den Organismen im Wald zersetzt wird. Hier können die Kinder auch den Waldboden anfassen und dessen Gerüche auf sich wirken lassen.

In einem großen Teich auf dem Gelände sind weitere Teilnehmer damit beschäftigt Birken aus dem Gewässer zu entfernen, weil diese Bäume sehr viel Wasser aufnehmen und dafür sorgen könnten, dass an dieser Stelle irgendwann gar kein Teich mehr vorhanden ist.

Mit Astscheren und Sägen rücken an einer anderen Station weitere Projektteilnehmer großen Sträuchern zu Leibe und legen die Wiese dort wieder frei. Ausgerüstet mit Leitern, Helmen, Sägen und Astscheren werden ein Stück weiter Kopfweiden zurechtgeschnitten.

Alle Schülerinnen und Schüler arbeiten im Team mit den Lehrerinnen und Mitarbeitern der Biologischen Station zusammen.

Neben der aktiven Naturschutzarbeit vermittelte die Projektwoche den Teilnehmern auch, wie jeder im Alltag seinen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Zum Beispiel indem die Schüler beim Einkauf von Lebensmitteln darauf achten, Plastik zu vermeiden und keinen Müll einfach so in der Landschaft zu entsorgen.

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