"Einen Impfpass, bitte": So läuft das Geschäft mit gefälschten Dokumenten im Mühlenkreis Sebastian Radermacher,Patrick Schwemling Minden. Glühwein trinken auf dem Weihnachtsmarkt, Essen gehen im Restaurant, Fußball gucken im Stadion – für solche Freizeitaktivitäten gilt mittlerweile die 2G-Regel: Demnach haben nur noch diejenigen Zutritt, die nachweisen können, dass sie gegen Corona geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Wer das nicht kann, bleibt außen vor – oder besorgt sich auf kriminellem Weg einen Impfausweis. Der Markt mit gefälschten Nachweisen floriert. Auch in Minden-Lübbecke sind nachgemachte Corona-Impfpässe im Umlauf, bestätigt die Kreispolizei. Im November hat die Behörde 13 derartige Delikte registriert, berichtet Sprecher Ralf Steinmeyer auf MT-Anfrage. Im September lagen sieben Anzeigen vor, im Oktober waren es 14. Einen signifikanten Anstieg können die Ermittler aber nicht erkennen, sagt Steinmeyer. „Sie stellen fest, dass die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle derzeit eher rückläufig ist." Bei den Verdachtsfällen sei auffällig, dass immer wieder gefälschte Stempel zum Beispiel aus dem heimischen Impfzentrum in Hille auftauchen. Den Großteil der Fälle melden die Apotheken der Polizei. Vereinzelt erreichen die Ermittler auch Hinweise aus dem Gesundheitsamt und von Ordnungsbehörden. Und bisweilen erhält die Polizei auch Informationen über Personen, die im Verdacht stehen, mit gefälschten Impfausweisen zu handeln. „Diesen Verdachtsmomenten gehen die Beamten ebenfalls nach", betont Steinmeyer. 180 bis 250 Euro für einen gefälschten Ausweis Dass in Minden-Lübbecke viel mehr gefälschte Impfdokumente im Umlauf sind als von der Polizei ermittelt, davon geht ein junger Mindener aus, der anonym bleiben möchte. Die Dunkelziffer sei hoch. „Man bekommt die sehr leicht, sie werden quasi an der Ecke angeboten", behauptet er im MT-Gespräch. Er selbst sei auch lange ungeimpft gewesen, habe aber nie daran gedacht, sich ein solches Dokument zu besorgen: „Entweder man lebt mit den Konsequenzen oder lässt sich impfen." Mittlerweile habe er Letzteres auch getan, unter anderem wegen der Wucht der vierten Welle und der 3G-Regelung am Arbeitsplatz, wie er sagt. In seinem Bekanntenkreis gebe es jedoch mehrere Menschen, die sich in der Region einen gefälschten Ausweis besorgt hätten. Kostenpunkt: 180 bis 250 Euro. Dabei würden die Fälscher bereits alle notwendigen Daten inklusive der Aufkleber mitsamt der Chargen-Nummer in den gelben Ausweisen erfassen. „Man muss dann nur noch den Namen eintragen und das war es dann." Mit dem gefälschten Dokument könne man sogar in die Apotheke gehen, um den digitalen Nachweis für die Covpass-App oder Corona-Warn-App zu erlangen. Dass dies tatsächlich möglich ist, bestätigt Apotheker Jens Wüstefeld von der Vivas-Apotheke in der Mindener Innenstadt. „In der Tat geht das und da kann man nicht viel machen. Es gibt ein paar Parameter, an dem das geschulte Auge es erkennen kann – aber nicht muss", sagt er. Die gefälschten Impfpässe sind seiner Meinung nach recht einfach herzustellen. „Die gelben Heftlein gibt es im Internet zu bestellen, einen Stempel kann man sich ebenso anfertigen lassen und mit einem vernünftigen Drucker lässt sich auch der Aufkleber samt Chargen-Nummer nachbauen." MT-Leser kritisiert Nachlässigkeit in Arztpraxen Ein weiterer MT-Leser macht auf ein anderes Problem aufmerksam: Er kritisiert die aus seiner Sicht zu große Nachlässigkeit in vielen Arztpraxen beim Umgang mit den Impfpässen. Nach seiner Kenntnis gingen viele Praxen „total lax" mit den gelben Dokumenten um. Da lägen die Blankovordrucke nebst Impfstoff-Aufklebern mitunter stapelweise unterm Tresen und seien für jeden Mitarbeiter, Helfer oder zum Teil auch für Patienten erreichbar. Kontrollen und Überwachung fänden nicht statt, ebenso gebe es keinen Verbrauchsnachweis oder Ähnliches. „Es wird nicht richtig aufgepasst, das ist alles nicht sorgfältig genug." Gibt es für Arztpraxen bestimmte Vorgaben im Umgang mit den Impfdokumenten? Wird dort dokumentiert, welche Impfhefte oder auch Chargen-Nummern wann verwendet worden sind? Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) teilt dazu auf MT-Anfrage mit: „Grundsätzlich gilt: Der sachgerechte Umgang mit Blankovordrucken obliegt allein der Praxis." Es müssten dabei gesetzliche Vorlagen zum Qualitätsmanagement eingehalten werden. „Bei unausgefüllten Bescheinigungen ist der Datenschutz nicht berührt." In Impfpässen dürften nur berechtigte Personen, sprich medizinisches Personal, Eintragungen vornehmen. Verstöße seien strafbar. Ein KVWL-Sprecher weist darauf hin, „dass gefälschte Impfpässe nicht zwingend aus Diebstählen bei Arzt-Praxen stammen müssen". Bei Fälschung drohen saftige Strafen Apotheker Jens Wüstefeld hat sich besonders über die Gesetzeslücke geärgert, dass der Besitz eines gefälschten Impfpasses bis vor wenigen Wochen lediglich als Ordnungswidrigkeit eingestuft wurde. „Die Strafe war lächerlich", meint er. Durch die Corona-Pandemie werde der Impfausweis ein immer wichtigeres Ausweisdokument, da es den Zutritt zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ermöglicht, sagt Ralf Steinmeyer: „Das haben Kriminelle schnell erkannt." Der Gesetzgeber habe mit Änderungen im Strafgesetzbuch mittlerweile reagiert, seit dem 24. November sei die Strafbarkeit klar geregelt: „Es droht gemäß § 275 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe." Woran erkennt man einen nachgemachten Impfpass? Die Ermittler der Polizei werden besonders aufmerksam, wenn in einem Impfbuch zum Beispiel lediglich die angeblich erfolgten Corona-Impfungen aufgelistet sind – und sonst keinerlei Einträge vorhanden sind. Außerdem sei es verdächtig, wenn überall die gleiche Handschrift bei den Eintragungen zu finden sei, sagt Steinmeyer. „Zudem gibt die Farbe der Etiketten und Aufkleber im Impfpass Hinweise auf eine Fälschung, da sich die Farben, ähnlich wie ein Wasserzeichen, mittlerweile verändert haben." Die Polizei hat die Möglichkeit, die bei den Impfungen verwendeten Chargen-Nummern zu überprüfen. „Anhand dieser genannten Kriterien lassen sich Fälschungen dann zweifelsfrei erkennen." Menschen sollten auf keinen Fall Fotos von ihrem Impfausweis in den sozialen Medien im Internet veröffentlichen, appelliert der Polizeisprecher: „Genau diese Daten, wie zum Beispiel die Chargen-Nummern, nutzen Kriminelle, um Fälschungen herzustellen." Wie können Menschen, die Impfausweise kontrollieren, besser geschult werden? Gibt es einen „Leitfaden" oder spezielle Tipps und Hinweise? Die Polizei Minden-Lübbecke hat vor einigen Wochen über das Gesundheitsamt die hiesigen Apotheken angeschrieben, berichtet Steinmeyer. „Die darin enthaltenen Hinweise sollten den dortigen Mitarbeitenden helfen, Verdachtsmomente zu erkennen und handlungsfähiger zu werden." „Gefälschte Ausweise für gesamte Familie besorgt" Jens Wüstefeld geht nicht davon aus, dass die Erhöhung der Strafe dazu führen wird, dass weniger gefälschte Impfausweise in den Umlauf geraten. Der Apotheker ist sich sicher: „Wer vorher diese kriminelle Energie in sich getragen hat, tut dies auch weiter." Der junge Mindener, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, berichtet in diesem Zusammenhang, dass einer seiner Arbeitskollegen beispielsweise für die gesamte Familie gefälschte Ausweise besorgt haben soll, um die seit Kurzem geltende 3G-Regelung am Arbeitsplatz zu umgehen und Zugang zu 2G-Angeboten im Freizeitbereich zu bekommen. „Wenn ich in mein erweitertes Umfeld schaue, haben bis zu 100 Personen einen solchen Ausweis", sagt er und fügt an: „Das mag zwar schwer zu glauben sein, aber extrem viele Leute haben einen Fake-Ausweis." Häufig seien diese laut seiner Aussage auch ziemlich leicht zu erkennen: „Gerade bei jungen Leuten fällt es auf, wenn sie nur mit dem gelben Impfausweis unterwegs sind und keinen digitalen Nachweis dabei haben. Und oft sind dann auch nur die Corona-Schutzimpfungen eingetragen."

"Einen Impfpass, bitte": So läuft das Geschäft mit gefälschten Dokumenten im Mühlenkreis

Auch im Kreis Minden-Lübbecke sind gefälschte Impfausweise im Umlauf. Sie sollen bis zu 250 Euro kosten. Symbolfoto: © imago images/Gottfried Czepluch

Minden. Glühwein trinken auf dem Weihnachtsmarkt, Essen gehen im Restaurant, Fußball gucken im Stadion – für solche Freizeitaktivitäten gilt mittlerweile die 2G-Regel: Demnach haben nur noch diejenigen Zutritt, die nachweisen können, dass sie gegen Corona geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Wer das nicht kann, bleibt außen vor – oder besorgt sich auf kriminellem Weg einen Impfausweis. Der Markt mit gefälschten Nachweisen floriert. Auch in Minden-Lübbecke sind nachgemachte Corona-Impfpässe im Umlauf, bestätigt die Kreispolizei. Im November hat die Behörde 13 derartige Delikte registriert, berichtet Sprecher Ralf Steinmeyer auf MT-Anfrage. Im September lagen sieben Anzeigen vor, im Oktober waren es 14.

Einen signifikanten Anstieg können die Ermittler aber nicht erkennen, sagt Steinmeyer. „Sie stellen fest, dass die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle derzeit eher rückläufig ist." Bei den Verdachtsfällen sei auffällig, dass immer wieder gefälschte Stempel zum Beispiel aus dem heimischen Impfzentrum in Hille auftauchen. Den Großteil der Fälle melden die Apotheken der Polizei. Vereinzelt erreichen die Ermittler auch Hinweise aus dem Gesundheitsamt und von Ordnungsbehörden. Und bisweilen erhält die Polizei auch Informationen über Personen, die im Verdacht stehen, mit gefälschten Impfausweisen zu handeln. „Diesen Verdachtsmomenten gehen die Beamten ebenfalls nach", betont Steinmeyer.

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180 bis 250 Euro für einen gefälschten Ausweis

Dass in Minden-Lübbecke viel mehr gefälschte Impfdokumente im Umlauf sind als von der Polizei ermittelt, davon geht ein junger Mindener aus, der anonym bleiben möchte. Die Dunkelziffer sei hoch. „Man bekommt die sehr leicht, sie werden quasi an der Ecke angeboten", behauptet er im MT-Gespräch. Er selbst sei auch lange ungeimpft gewesen, habe aber nie daran gedacht, sich ein solches Dokument zu besorgen: „Entweder man lebt mit den Konsequenzen oder lässt sich impfen." Mittlerweile habe er Letzteres auch getan, unter anderem wegen der Wucht der vierten Welle und der 3G-Regelung am Arbeitsplatz, wie er sagt. In seinem Bekanntenkreis gebe es jedoch mehrere Menschen, die sich in der Region einen gefälschten Ausweis besorgt hätten. Kostenpunkt: 180 bis 250 Euro.

Die Polizei registrierte allein im November 13 Delikte wegen gefälschter Impfpässe im gesamten Mühlenkreis. Symbolfoto: Imago - © imago images/Christian Ohde
Die Polizei registrierte allein im November 13 Delikte wegen gefälschter Impfpässe im gesamten Mühlenkreis. Symbolfoto: Imago - © imago images/Christian Ohde

Dabei würden die Fälscher bereits alle notwendigen Daten inklusive der Aufkleber mitsamt der Chargen-Nummer in den gelben Ausweisen erfassen. „Man muss dann nur noch den Namen eintragen und das war es dann." Mit dem gefälschten Dokument könne man sogar in die Apotheke gehen, um den digitalen Nachweis für die Covpass-App oder Corona-Warn-App zu erlangen.

Dass dies tatsächlich möglich ist, bestätigt Apotheker Jens Wüstefeld von der Vivas-Apotheke in der Mindener Innenstadt. „In der Tat geht das und da kann man nicht viel machen. Es gibt ein paar Parameter, an dem das geschulte Auge es erkennen kann – aber nicht muss", sagt er. Die gefälschten Impfpässe sind seiner Meinung nach recht einfach herzustellen. „Die gelben Heftlein gibt es im Internet zu bestellen, einen Stempel kann man sich ebenso anfertigen lassen und mit einem vernünftigen Drucker lässt sich auch der Aufkleber samt Chargen-Nummer nachbauen."

MT-Leser kritisiert Nachlässigkeit in Arztpraxen

Ein weiterer MT-Leser macht auf ein anderes Problem aufmerksam: Er kritisiert die aus seiner Sicht zu große Nachlässigkeit in vielen Arztpraxen beim Umgang mit den Impfpässen. Nach seiner Kenntnis gingen viele Praxen „total lax" mit den gelben Dokumenten um. Da lägen die Blankovordrucke nebst Impfstoff-Aufklebern mitunter stapelweise unterm Tresen und seien für jeden Mitarbeiter, Helfer oder zum Teil auch für Patienten erreichbar. Kontrollen und Überwachung fänden nicht statt, ebenso gebe es keinen Verbrauchsnachweis oder Ähnliches. „Es wird nicht richtig aufgepasst, das ist alles nicht sorgfältig genug."

Gibt es für Arztpraxen bestimmte Vorgaben im Umgang mit den Impfdokumenten? Wird dort dokumentiert, welche Impfhefte oder auch Chargen-Nummern wann verwendet worden sind? Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) teilt dazu auf MT-Anfrage mit: „Grundsätzlich gilt: Der sachgerechte Umgang mit Blankovordrucken obliegt allein der Praxis." Es müssten dabei gesetzliche Vorlagen zum Qualitätsmanagement eingehalten werden. „Bei unausgefüllten Bescheinigungen ist der Datenschutz nicht berührt." In Impfpässen dürften nur berechtigte Personen, sprich medizinisches Personal, Eintragungen vornehmen. Verstöße seien strafbar. Ein KVWL-Sprecher weist darauf hin, „dass gefälschte Impfpässe nicht zwingend aus Diebstählen bei Arzt-Praxen stammen müssen".

Bei Fälschung drohen saftige Strafen

Apotheker Jens Wüstefeld hat sich besonders über die Gesetzeslücke geärgert, dass der Besitz eines gefälschten Impfpasses bis vor wenigen Wochen lediglich als Ordnungswidrigkeit eingestuft wurde. „Die Strafe war lächerlich", meint er. Durch die Corona-Pandemie werde der Impfausweis ein immer wichtigeres Ausweisdokument, da es den Zutritt zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ermöglicht, sagt Ralf Steinmeyer: „Das haben Kriminelle schnell erkannt." Der Gesetzgeber habe mit Änderungen im Strafgesetzbuch mittlerweile reagiert, seit dem 24. November sei die Strafbarkeit klar geregelt: „Es droht gemäß § 275 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe."

Woran erkennt man einen nachgemachten Impfpass?

Die Ermittler der Polizei werden besonders aufmerksam, wenn in einem Impfbuch zum Beispiel lediglich die angeblich erfolgten Corona-Impfungen aufgelistet sind – und sonst keinerlei Einträge vorhanden sind. Außerdem sei es verdächtig, wenn überall die gleiche Handschrift bei den Eintragungen zu finden sei, sagt Steinmeyer. „Zudem gibt die Farbe der Etiketten und Aufkleber im Impfpass Hinweise auf eine Fälschung, da sich die Farben, ähnlich wie ein Wasserzeichen, mittlerweile verändert haben." Die Polizei hat die Möglichkeit, die bei den Impfungen verwendeten Chargen-Nummern zu überprüfen. „Anhand dieser genannten Kriterien lassen sich Fälschungen dann zweifelsfrei erkennen."

Menschen sollten auf keinen Fall Fotos von ihrem Impfausweis in den sozialen Medien im Internet veröffentlichen, appelliert der Polizeisprecher: „Genau diese Daten, wie zum Beispiel die Chargen-Nummern, nutzen Kriminelle, um Fälschungen herzustellen." Wie können Menschen, die Impfausweise kontrollieren, besser geschult werden? Gibt es einen „Leitfaden" oder spezielle Tipps und Hinweise? Die Polizei Minden-Lübbecke hat vor einigen Wochen über das Gesundheitsamt die hiesigen Apotheken angeschrieben, berichtet Steinmeyer. „Die darin enthaltenen Hinweise sollten den dortigen Mitarbeitenden helfen, Verdachtsmomente zu erkennen und handlungsfähiger zu werden."

„Gefälschte Ausweise für gesamte Familie besorgt"

Jens Wüstefeld geht nicht davon aus, dass die Erhöhung der Strafe dazu führen wird, dass weniger gefälschte Impfausweise in den Umlauf geraten. Der Apotheker ist sich sicher: „Wer vorher diese kriminelle Energie in sich getragen hat, tut dies auch weiter." Der junge Mindener, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, berichtet in diesem Zusammenhang, dass einer seiner Arbeitskollegen beispielsweise für die gesamte Familie gefälschte Ausweise besorgt haben soll, um die seit Kurzem geltende 3G-Regelung am Arbeitsplatz zu umgehen und Zugang zu 2G-Angeboten im Freizeitbereich zu bekommen.

„Wenn ich in mein erweitertes Umfeld schaue, haben bis zu 100 Personen einen solchen Ausweis", sagt er und fügt an: „Das mag zwar schwer zu glauben sein, aber extrem viele Leute haben einen Fake-Ausweis." Häufig seien diese laut seiner Aussage auch ziemlich leicht zu erkennen: „Gerade bei jungen Leuten fällt es auf, wenn sie nur mit dem gelben Impfausweis unterwegs sind und keinen digitalen Nachweis dabei haben. Und oft sind dann auch nur die Corona-Schutzimpfungen eingetragen."

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