Ein Welpe kommt selten allein: Siebenfaches Glück für Theaterhündin Frida Ursula Koch Minden. Manche Glücksmomente dauern etwas länger – dieser sogar fünfeinhalb Stunden lang. Das Ergebnis sind sieben Welpen, die Theaterhündin Frida zur Welt gebracht hat. Sie sind so unterschiedlich, dass man mit ihnen ein ganzes Theaterstück besetzen könnte. Als frida_family.project2020 haben sie auf Instagram schon einen eigenen Kanal mit mehr als 100 Followern. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram anEin Beitrag geteilt von Frida (@frida_family.project2020) „So sehr hat mir noch nie jemand mein Herz geraubt – außer meiner Kinder", sagt Fridas Frauchen Andrea Krauledat, die seit zehn Jahren als Intendantin das Stadttheater leitet. Als Mutter von vier Kindern hat sie selbstverständlich viel Erfahrung, aber als Geburtshelferin für Hundebabys war sie zum ersten Mal im Einsatz, obwohl Frida bereits ihr sechster Hund ist. Der große Tag war am 26. November. Darum heißt der Erstgeborene Freddie, weil er am Todestag von Freddie Mercury auf die Welt kam. Er ist braun mit weißer Schwanzspitze und bis heute der größte und neugierigste aus dem Wurf. „Ich habe gerade Yoga-Übungen im Wohnzimmer gemacht, weil ich Rückenschmerzen hatte, als Frida zu mir kam", erinnert sich Andrea Krauledat an den Beginn des Glücksmoments. Sie selber hatte gerade eine Covid-Erkrankung überstanden und war nach Tagen mit hohem Fieber gerade wieder auf denen Beinen. „Frida holte mich in die Hundekiste. Ich habe mich hingesetzt und sie legte den Kopf auf meinen Schoß. Sie wollte meinen Beistand", sagt die Hundebesitzerin. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram anEin Beitrag geteilt von Frida (@frida_family.project2020) Auf Freddie folgte Bruno, ebenfalls braun, aber mit vier weißen Pfoten. Ihre Schwester Edda dagegen ist weiß, mit großen braunen Flecken. Ihre Brüder Bowmore und Karlchen sind hellbraun und dunkelbraun gefleckt. Tuggy hat ihren Namen bekommen, weil sie sich schon bei der Geburt als „kleine Kämpferin" erwiesen hat. „Zwischen ihren Brüdern und ihr lagen eineinhalb Stunden Pause. Sie kam annähernd leblos zur Welt, bewegte sich nicht, atmete kaum und wollte auch nicht trinken", erzählt Andrea Krauledat. Sie habe große Zweifel gehabt, ob sie die erste Nacht überlebt. Tuggy hat inzwischen aufgeholt und „ist immer die Erste an den Zitzen". Und schließlich kam Mozzie zur Welt, dunkelbraun mit vier weißen Pfötchen. Die Kleinen sind beim MT-Besuch knapp vier Wochen alt. Mittlerweile haben sie die Augen geöffnet und brechen zu ersten Erkundungstouren im Wohnzimmer auf. Das hat Andrea Krauledat für den Hundenachwuchs umgestaltet. Ein Sofa musste weichen, damit die im Internet gebraucht gekaufte Wurfkiste Platz hat. Die ist für den Kavalonka-Haveneser-Mischling Frida und ihre sieben Babys ziemlich groß, dient darum zugleich als Schlafplatz und als Auslauf. Die Kiste habe ein Hundebesitzer für seine Golden-Retriever-Hündin gebaut, berichtet Krauledat. Der Vater der Sieben heißt Henry, ist eine Mischung aus Australian Shepard und Pudel und lebt auf einem Bauernhof im Warmsen. „Eigentlich war Frida in Otto verliebt, einen Neufundländer", erzählt Andrea Krauledat. Der schien ihr dann aber doch etwas zu groß für die kleine Hündin. Darum entschied sie, dass Henry der passendere Vater wäre. „Unsere Hunde haben sich als Welpen kennen gelernt. Wir sind häufiger zusammen spazieren gegangen", begründet sie ihre Einmischung. Frida sei demnächst vier Jahre alt, darum sei es jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen. Henry hat seinen Nachwuchs noch nicht zu sehen bekommen, aber sein Besitzer. Bei ihm wird Edda in ein paar Wochen ein neues Zuhause finden. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram anEin Beitrag geteilt von Frida (@frida_family.project2020) Hunde begleiten Andrea Krauledat schon viele Jahre. Als sie acht war habe sie ihren ersten, einen grauen Pudel, bekommen, weil die Familie gerade nach Nürnberg gezogen war. „Der Hund war da, bevor die ersten Kartons ausgepackt waren", erinnert sie sich. Mit ihm habe sie kleine Kunststücke einstudiert. Danach kamen eine Mischlingshündin, zwei Riesen-Schnauzer und schließlich wieder ein Mischling. Frida war der sehnliche Wunsch ihrer jüngsten Tochter Niobe. In Büchern hat sich Andrea Krauledat über Welpen-Aufzucht informiert, auf Youtube-Videos Geburten angeschaut, um zu wissen, was auf sie zukommt. Dank einer Ultraschall-Untersuchung beim Tierarzt wusste sie, dass es sieben Welpen werden müssen. „Der Wurf passte jetzt genau in den Lockdown. Wenn das Theaterprogramm normal laufen würde, hätten wir das nicht geschafft", sagt die Theaterintendantin, die mit den Welpen täglich Übungen macht, um ihr Immunsystem und Herz zu stärken. „Darum sind sie auch Menschen gegenüber nicht ängstlich", sagt die Hundebesitzerin, die nicht zuletzt dank des Instagram-Accounts schon für alle Welpen neue Besitzer hat. Einen bekommt ihre Freundin in Nürnberg, weitere gehen zu Bekannten in Frankfurt, Berlin und Hamburg. Im Theater-Team gibt es weitere Interessenten. „Der Abschied wird mir das Herz brechen", befürchtet sie jetzt schon. Sie und ihre Tochter hätten zu gerne einen der Welpen behalten. Aber da macht der Ehemann und Vater Gregor Eckert nicht mit: „Ein Hund macht glücklich, aber zwei machen nicht doppelt glücklich."

Ein Welpe kommt selten allein: Siebenfaches Glück für Theaterhündin Frida

Fünfeinhalb Stunden dauerte es, bis alle Welpen von Theaterhündin Frida auf der Welt waren. MT-Fotos: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Manche Glücksmomente dauern etwas länger – dieser sogar fünfeinhalb Stunden lang. Das Ergebnis sind sieben Welpen, die Theaterhündin Frida zur Welt gebracht hat. Sie sind so unterschiedlich, dass man mit ihnen ein ganzes Theaterstück besetzen könnte. Als frida_family.project2020 haben sie auf Instagram schon einen eigenen Kanal mit mehr als 100 Followern.

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„So sehr hat mir noch nie jemand mein Herz geraubt – außer meiner Kinder", sagt Fridas Frauchen Andrea Krauledat, die seit zehn Jahren als Intendantin das Stadttheater leitet. Als Mutter von vier Kindern hat sie selbstverständlich viel Erfahrung, aber als Geburtshelferin für Hundebabys war sie zum ersten Mal im Einsatz, obwohl Frida bereits ihr sechster Hund ist.

Der große Tag war am 26. November. Darum heißt der Erstgeborene Freddie, weil er am Todestag von Freddie Mercury auf die Welt kam. Er ist braun mit weißer Schwanzspitze und bis heute der größte und neugierigste aus dem Wurf.

„Ich habe gerade Yoga-Übungen im Wohnzimmer gemacht, weil ich Rückenschmerzen hatte, als Frida zu mir kam", erinnert sich Andrea Krauledat an den Beginn des Glücksmoments. Sie selber hatte gerade eine Covid-Erkrankung überstanden und war nach Tagen mit hohem Fieber gerade wieder auf denen Beinen. „Frida holte mich in die Hundekiste. Ich habe mich hingesetzt und sie legte den Kopf auf meinen Schoß. Sie wollte meinen Beistand", sagt die Hundebesitzerin.

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Auf Freddie folgte Bruno, ebenfalls braun, aber mit vier weißen Pfoten. Ihre Schwester Edda dagegen ist weiß, mit großen braunen Flecken. Ihre Brüder Bowmore und Karlchen sind hellbraun und dunkelbraun gefleckt.

Tuggy hat ihren Namen bekommen, weil sie sich schon bei der Geburt als „kleine Kämpferin" erwiesen hat. „Zwischen ihren Brüdern und ihr lagen eineinhalb Stunden Pause. Sie kam annähernd leblos zur Welt, bewegte sich nicht, atmete kaum und wollte auch nicht trinken", erzählt Andrea Krauledat. Sie habe große Zweifel gehabt, ob sie die erste Nacht überlebt. Tuggy hat inzwischen aufgeholt und „ist immer die Erste an den Zitzen". Und schließlich kam Mozzie zur Welt, dunkelbraun mit vier weißen Pfötchen.

Fridas Nachwuchs geht für unseren Fotografen auf eine erste Entdeckungstour außerhalb der großen Wurfkiste. MT-Foto: Alex Lehn - © Alex Lehn
Fridas Nachwuchs geht für unseren Fotografen auf eine erste Entdeckungstour außerhalb der großen Wurfkiste. MT-Foto: Alex Lehn - © Alex Lehn

Die Kleinen sind beim MT-Besuch knapp vier Wochen alt. Mittlerweile haben sie die Augen geöffnet und brechen zu ersten Erkundungstouren im Wohnzimmer auf. Das hat Andrea Krauledat für den Hundenachwuchs umgestaltet. Ein Sofa musste weichen, damit die im Internet gebraucht gekaufte Wurfkiste Platz hat. Die ist für den Kavalonka-Haveneser-Mischling Frida und ihre sieben Babys ziemlich groß, dient darum zugleich als Schlafplatz und als Auslauf. Die Kiste habe ein Hundebesitzer für seine Golden-Retriever-Hündin gebaut, berichtet Krauledat. Der Vater der Sieben heißt Henry, ist eine Mischung aus Australian Shepard und Pudel und lebt auf einem Bauernhof im Warmsen.

„Eigentlich war Frida in Otto verliebt, einen Neufundländer", erzählt Andrea Krauledat. Der schien ihr dann aber doch etwas zu groß für die kleine Hündin. Darum entschied sie, dass Henry der passendere Vater wäre. „Unsere Hunde haben sich als Welpen kennen gelernt. Wir sind häufiger zusammen spazieren gegangen", begründet sie ihre Einmischung. Frida sei demnächst vier Jahre alt, darum sei es jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen. Henry hat seinen Nachwuchs noch nicht zu sehen bekommen, aber sein Besitzer. Bei ihm wird Edda in ein paar Wochen ein neues Zuhause finden.

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Hunde begleiten Andrea Krauledat schon viele Jahre. Als sie acht war habe sie ihren ersten, einen grauen Pudel, bekommen, weil die Familie gerade nach Nürnberg gezogen war. „Der Hund war da, bevor die ersten Kartons ausgepackt waren", erinnert sie sich. Mit ihm habe sie kleine Kunststücke einstudiert. Danach kamen eine Mischlingshündin, zwei Riesen-Schnauzer und schließlich wieder ein Mischling. Frida war der sehnliche Wunsch ihrer jüngsten Tochter Niobe.

In Büchern hat sich Andrea Krauledat über Welpen-Aufzucht informiert, auf Youtube-Videos Geburten angeschaut, um zu wissen, was auf sie zukommt. Dank einer Ultraschall-Untersuchung beim Tierarzt wusste sie, dass es sieben Welpen werden müssen.

„Der Wurf passte jetzt genau in den Lockdown. Wenn das Theaterprogramm normal laufen würde, hätten wir das nicht geschafft", sagt die Theaterintendantin, die mit den Welpen täglich Übungen macht, um ihr Immunsystem und Herz zu stärken. „Darum sind sie auch Menschen gegenüber nicht ängstlich", sagt die Hundebesitzerin, die nicht zuletzt dank des Instagram-Accounts schon für alle Welpen neue Besitzer hat. Einen bekommt ihre Freundin in Nürnberg, weitere gehen zu Bekannten in Frankfurt, Berlin und Hamburg. Im Theater-Team gibt es weitere Interessenten. „Der Abschied wird mir das Herz brechen", befürchtet sie jetzt schon. Sie und ihre Tochter hätten zu gerne einen der Welpen behalten. Aber da macht der Ehemann und Vater Gregor Eckert nicht mit: „Ein Hund macht glücklich, aber zwei machen nicht doppelt glücklich."

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