Ein Antrag reicht: Hürde für energetische Eigenheim-Sanierung nun niedriger Minden (mt/dh). Wer Fördermittel für energetische Verbesserungen am Eigenheim beantragen möchte, soll es seit Jahresbeginn mit der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) einfacher haben. „Der Bund bündelt und verbessert schrittweise seine Förderprogramme“, sagt Energieberaterin Kerstin Pahnke von der Verbraucherzentrale. „Ab sofort reicht zum Beispiel ein Antrag aus, um Zuschüsse für unterschiedliche Einzelmaßnahmen zu bekommen.“ Eine Reihe von Veränderungen wird allerdings erst in den nächsten Monaten umgesetzt. Einige wichtige Neuerungen, die bereits seit Jahresbeginn gelten: Nur eine Antragsstelle Zuschüsse für einzelne Sanierungs-maßnahmen, egal ob Wärmedämmung oder der Einbau einer Wärmepumpe, werden seit Jahresbeginn einheitlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt. Zuschuss für Mehrfamilienhäuser Der 20-prozentige Zuschuss bei energetischen Sanierungen steht nun auch für Mehrfamilienhäuser zur Verfügung. Förderhöhe gestiegen Die förderfähigen Kosten für die Sanierungsmaßnahmen insgesamt erhöhen sich von 50.000 auf 60.000 Euro pro Antrag und Jahr – beliebig oft. Baubegleitung Die Fachplanung und Baubegleitung wird weiterhin mit 50 Prozent bezuschusst, die Höhe der förderfähigen Kosten beträgt 5.000 Euro bei Ein-/Zweifamilienhäusern. Ab drei Wohneinheiten sind es 2.000 Euro pro Wohneinheit und maximal 20.000 Euro pro Zusage. Bonus Sanierungsfahrplan Wenn die geplante Sanierung Teil eines vorab geförderten individuellen Sanierungsfahrplans ist, gibt es einen Bonus in Höhe von fünf Prozent. Bonus Biomasse Biomasse-Heizungen (zum Beispiel Holzpellet-Heizungen) mit geringen Staubemissionen werden zu 40 Prozent gefördert– bei einem Tausch weg vom Öl und mit dem Bonus Sanierungsfahrplan sind sogar 55 Prozent drin. „Trotz einiger Vereinfachungen ist und bleibt Beratung wichtig“, erklärt Kerstin Pahnke. „Denn weiterhin müssen technische Mindestanforderungen eingehalten und die Anträge vorab gestellt werden.“ Informationen und Tipps rund um Fördermittel sowie Termine für eine kostenlose Telefon- oder Video-Beratung gibt es unter den Nummern (05 71) 38 63 79 06 oder unter (02 11) 33 99 65 55 und im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

Ein Antrag reicht: Hürde für energetische Eigenheim-Sanierung nun niedriger

Holzpellet-Heizungen werden zu 40 Prozent gefördert. Unter bestimmten Voraussetzungen sind sogar 55 Prozent möglich. Foto: Arnulf Hettrich/pr © imago/Arnulf Hettrich

Minden (mt/dh). Wer Fördermittel für energetische Verbesserungen am Eigenheim beantragen möchte, soll es seit Jahresbeginn mit der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) einfacher haben. „Der Bund bündelt und verbessert schrittweise seine Förderprogramme“, sagt Energieberaterin Kerstin Pahnke von der Verbraucherzentrale. „Ab sofort reicht zum Beispiel ein Antrag aus, um Zuschüsse für unterschiedliche Einzelmaßnahmen zu bekommen.“ Eine Reihe von Veränderungen wird allerdings erst in den nächsten Monaten umgesetzt. Einige wichtige Neuerungen, die bereits seit Jahresbeginn gelten:

Nur eine Antragsstelle

Zuschüsse für einzelne Sanierungs-maßnahmen, egal ob Wärmedämmung oder der Einbau einer Wärmepumpe, werden seit Jahresbeginn einheitlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt.

Zuschuss für Mehrfamilienhäuser

Der 20-prozentige Zuschuss bei energetischen Sanierungen steht nun auch für Mehrfamilienhäuser zur Verfügung.

Förderhöhe gestiegen

Die förderfähigen Kosten für die Sanierungsmaßnahmen insgesamt erhöhen sich von 50.000 auf 60.000 Euro pro Antrag und Jahr – beliebig oft.

Baubegleitung

Die Fachplanung und Baubegleitung wird weiterhin mit 50 Prozent

bezuschusst, die Höhe der förderfähigen Kosten beträgt 5.000 Euro bei Ein-/Zweifamilienhäusern. Ab drei Wohneinheiten sind es 2.000 Euro pro Wohneinheit und maximal 20.000 Euro pro Zusage.

Bonus Sanierungsfahrplan

Wenn die geplante Sanierung Teil eines vorab geförderten individuellen Sanierungsfahrplans ist, gibt es einen Bonus in Höhe von fünf Prozent.

Bonus Biomasse

Biomasse-Heizungen (zum Beispiel Holzpellet-Heizungen) mit geringen Staubemissionen werden zu 40 Prozent gefördert– bei einem Tausch weg vom Öl und mit dem Bonus Sanierungsfahrplan sind sogar 55 Prozent drin. „Trotz einiger Vereinfachungen ist und bleibt Beratung wichtig“, erklärt Kerstin Pahnke. „Denn weiterhin müssen technische Mindestanforderungen eingehalten und die Anträge vorab gestellt werden.“

Informationen und Tipps rund um Fördermittel sowie Termine für eine kostenlose Telefon- oder Video-Beratung gibt es unter den Nummern (05 71) 38 63 79 06 oder unter (02 11) 33 99 65 55 und im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

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