Edeka spendet eine Million Euro: Geldsegen für Mindener Schulen und St. Marien Kerstin Rickert Minden. Normalerweise gibt es zum Geburtstag Geschenke. Die Edeka Minden-Hannover hat den Spieß umgedreht und an ihrem 100. Geburtstag Geschenke verteilt: insgesamt eine Million Euro, die in die Digitalisierung der Mindener Schulen und in die Rettung des Turms der St. Marienkirche fließen sollen. Zur Geschenkübergabe wählte die Genossenschaft einen Ort von besonderer Bedeutung: In der Obermarktstraße überreichten die Vorstände der Edeka Minden-Hannover, Ulf Plath, Mark Rosenkranz und Stephan Wohler sowie Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Ladage zwei symbolische Schecks an Mindens Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) und an Pfarrer Frieder Küppers von der St.-Marien-Gemeinde. In der Gaststätte „Grüner Wenzel“, die sich im 20. Jahrhundert im Haus Nummer 35 befunden hatte und an die der Giebel am Eingang zur Obermarktpassage bis heute erinnert, wurde genau einhundert Jahre zuvor der Grundstein für die heutige Edeka Minden gelegt. Am 24. November 1920 hatten sich 34 Kolonialwarenhändler aus Minden und Umgebung in der Gaststätte versammelt und sich zur Weserkauf-Einkaufsgenossenschaft zusammengeschlossen. Ein historischer Moment. Ein Jahrhundert später hat sich die heutige Edeka Minden-Hannover zur umsatzstärksten Regionalgesellschaft des Edeka-Verbundes entwickelt. Die erfolgreiche Entwicklung und das Jubiläum wolle die Genossenschaft zum Anlass nehmen, ihrem Heimatort etwas zurückzugeben, so Vorstandssprecher Mark Rosenkranz am Dienstag vor Vertretern von Stadt und Kirchengemeinde. Als die Gründungsmütter und -väter vor genau einhundert Jahren mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages im „Grünen Wenzel“ das erste Kapitel der Edeka Minden aufschlugen, hätten sie wohl kaum erwartet, welchen Weg ihre kleine Einkaufsgenossenschaft gehen würde. „Dabei ist nicht nur der ursprüngliche Satzungszweck – selbstständige Unternehmer im Lebensmitteleinzelhandel zu schaffen, zu fördern und zu erhalten – bis heute unverändert. Auch unsere starke Verbundenheit zu Minden ist geblieben“, betonte Rosenkranz. Ihren Geburtstag nehme die Edeka Minden-Hannover zum Anlass, ihrer Heimatstadt ein Geschenk zu machen, indem sie zwei für Minden wichtige Projekte mit insgesamt einer Million Euro unterstütze. Die größte Summe, nämlich 800.000 Euro, geht an die Stadt Minden als Unterstützung bei der Aufgabe, sozial benachteiligte Mindener Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten. „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft“, machte Stefan Ladage deutlich. In ihre Bildung zu investieren sei eine Investition in die Zukunft. Wie wichtig digitale Lernmöglichkeiten für alle Kinder seien, habe sich gerade in diesem Jahr gezeigt. „Die Freude ist riesig. So etwas erlebt man als Bürgermeister nicht jeden Tag“, brachte Bürgermeister Jäcke seinen Dank zum Ausdruck. Bildungspolitik nehme in Minden einen hohen Stellenwert ein, gerade in diesen Zeiten sei sie besonders wichtig. Die von der Edeka bereitgestellte Summe helfe sehr, die Digitalisierung an Mindener Schulen zügig voran zu bringen. „Das wird einen Schub geben und helfen, die Kinder deutlich besser beschulen zu können“, so Jäcke, der versprach, auch die Stadt werde ihren Teil zum Gelingen dazu geben. „Das erste, was man von Minden sieht, ist der Turm der Marienkirche“, betonte Pfarrer Frieder Küppers, wie wichtig es sei, diesen Turm „nicht nur, weil er Kirchturm ist“ zu erhalten. Von der Edeka gibt es dafür eine Finanzspritze in Höhe von 200.000 Euro. „Edeka liebt Lebensmittel, offenbar auch die Marienkirche“, freute sich Küppers über dieses Geschenk.

Edeka spendet eine Million Euro: Geldsegen für Mindener Schulen und St. Marien

Vor genau 100 Jahren begann am Obermarkt die Geschichte der Edeka Minden-Hannover. Zu diesem Anlass überreichte Mark Rosenkranz gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen ein außergewöhnliche Spende Foto: Kerstin Rickert © Kerstin Rickert

Minden. Normalerweise gibt es zum Geburtstag Geschenke. Die Edeka Minden-Hannover hat den Spieß umgedreht und an ihrem 100. Geburtstag Geschenke verteilt: insgesamt eine Million Euro, die in die Digitalisierung der Mindener Schulen und in die Rettung des Turms der St. Marienkirche fließen sollen.

Zur Geschenkübergabe wählte die Genossenschaft einen Ort von besonderer Bedeutung: In der Obermarktstraße überreichten die Vorstände der Edeka Minden-Hannover, Ulf Plath, Mark Rosenkranz und Stephan Wohler sowie Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Ladage zwei symbolische Schecks an Mindens Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) und an Pfarrer Frieder Küppers von der St.-Marien-Gemeinde. In der Gaststätte „Grüner Wenzel“, die sich im 20. Jahrhundert im Haus Nummer 35 befunden hatte und an die der Giebel am Eingang zur Obermarktpassage bis heute erinnert, wurde genau einhundert Jahre zuvor der Grundstein für die heutige Edeka Minden gelegt.

Am 24. November 1920 hatten sich 34 Kolonialwarenhändler aus Minden und Umgebung in der Gaststätte versammelt und sich zur Weserkauf-Einkaufsgenossenschaft zusammengeschlossen. Ein historischer Moment. Ein Jahrhundert später hat sich die heutige Edeka Minden-Hannover zur umsatzstärksten Regionalgesellschaft des Edeka-Verbundes entwickelt. Die erfolgreiche Entwicklung und das Jubiläum wolle die Genossenschaft zum Anlass nehmen, ihrem Heimatort etwas zurückzugeben, so Vorstandssprecher Mark Rosenkranz am Dienstag vor Vertretern von Stadt und Kirchengemeinde.

Als die Gründungsmütter und -väter vor genau einhundert Jahren mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages im „Grünen Wenzel“ das erste Kapitel der Edeka Minden aufschlugen, hätten sie wohl kaum erwartet, welchen Weg ihre kleine Einkaufsgenossenschaft gehen würde. „Dabei ist nicht nur der ursprüngliche Satzungszweck – selbstständige Unternehmer im Lebensmitteleinzelhandel zu schaffen, zu fördern und zu erhalten – bis heute unverändert. Auch unsere starke Verbundenheit zu Minden ist geblieben“, betonte Rosenkranz. Ihren Geburtstag nehme die Edeka Minden-Hannover zum Anlass, ihrer Heimatstadt ein Geschenk zu machen, indem sie zwei für Minden wichtige Projekte mit insgesamt einer Million Euro unterstütze.

Die größte Summe, nämlich 800.000 Euro, geht an die Stadt Minden als Unterstützung bei der Aufgabe, sozial benachteiligte Mindener Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten. „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft“, machte Stefan Ladage deutlich. In ihre Bildung zu investieren sei eine Investition in die Zukunft. Wie wichtig digitale Lernmöglichkeiten für alle Kinder seien, habe sich gerade in diesem Jahr gezeigt. „Die Freude ist riesig. So etwas erlebt man als Bürgermeister nicht jeden Tag“, brachte Bürgermeister Jäcke seinen Dank zum Ausdruck. Bildungspolitik nehme in Minden einen hohen Stellenwert ein, gerade in diesen Zeiten sei sie besonders wichtig. Die von der Edeka bereitgestellte Summe helfe sehr, die Digitalisierung an Mindener Schulen zügig voran zu bringen. „Das wird einen Schub geben und helfen, die Kinder deutlich besser beschulen zu können“, so Jäcke, der versprach, auch die Stadt werde ihren Teil zum Gelingen dazu geben.

„Das erste, was man von Minden sieht, ist der Turm der Marienkirche“, betonte Pfarrer Frieder Küppers, wie wichtig es sei, diesen Turm „nicht nur, weil er Kirchturm ist“ zu erhalten. Von der Edeka gibt es dafür eine Finanzspritze in Höhe von 200.000 Euro. „Edeka liebt Lebensmittel, offenbar auch die Marienkirche“, freute sich Küppers über dieses Geschenk.

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