Drei stellvertretende Bürgermeister für Minden - Update Egon Stellbrink (CDU), Harald Steinmetz (MI) und Ulrieke Schulze (SPD) gewählt Monika Jäger Minden (mob). Zwei stellvertretende Bürgermeister sind nicht genug: Diesem Vorstoß der SPD schloss sich die Ratsmehrheit bei Gegenstimmen der sechs Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen an. MI-Ratsherr Karl-Ludwig Sierig enthielt sich der Stimme und damit auch der Unterstützung seines Fraktionskollegen Harald Steinmetz. Steinmetz war zuvor von der Grünen-Politikerin Renate Müller persönlich scharf dafür angegriffen worden, dass er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters weiter ausführen wollte. „Mir würde die Schamröte im Gesicht stehen. Erst wollen Sie den Rat verkleinern und jetzt Bürgermeister werden – das ist unverschämt und gehört sich nicht.“ Die Grünen lehnten aus finanziellen Gründen einen dritten Stellvertreter ab: „Bei Kosten von 5000 Euro im Jahr sind das in der Legislaturperiode 30 000 Euro“, rechnete Horst Idelberger vor.Harald Steinmetz („Ich würde auch weiter für das Amt zur Verfügung stehen, weil ich es gern gemacht habe“) verwies darauf, dass er und sein Amtskollege Egon Stellbrink weit über 1000 Termine wahr genommen hätten. „Aber alle zu besuchen, die eine Einladung ausgesprochen haben, das ist uns leider nicht gelungen.“ Bürgermeister Michael Buhre ergänzte, dass an Steinmetz in den vergangenen zehn Jahren gar keine Aufwandentschädigung gezahlt worden sei.Die SPD erklärte, aus ihrer Perspektive sei wichtig, dass eine Stadt von der Größenordnung Mindens auch zu Einladungen ihrer ehrenamtlich Tätigen einen Repräsentanten der Stadt-Spitze schicken kann. Dafür sei ein dritter Amtsinhaber nötig. Die Linken unterstützen das. Die Möglichkeit, zu Terminen auch mal Ausschussvorsitzende zu entsenden, wie von Bettina Fuhg (Grüne) vorgeschlagen, reichte dem Rat nicht aus.So hat Minden jetzt neben Egon Stellbrink (CDU) und Harald Steinmetz (MI), die das Amt weiter ausführen, mit Ulrieke Schulze (SPD) auch eine stellvertretende Bürgermeisterin.

Drei stellvertretende Bürgermeister für Minden - Update

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Minden (mob). Zwei stellvertretende Bürgermeister sind nicht genug: Diesem Vorstoß der SPD schloss sich die Ratsmehrheit bei Gegenstimmen der sechs Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen an. MI-Ratsherr Karl-Ludwig Sierig enthielt sich der Stimme und damit auch der Unterstützung seines Fraktionskollegen Harald Steinmetz.

Steinmetz war zuvor von der Grünen-Politikerin Renate Müller persönlich scharf dafür angegriffen worden, dass er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters weiter ausführen wollte. „Mir würde die Schamröte im Gesicht stehen. Erst wollen Sie den Rat verkleinern und jetzt Bürgermeister werden – das ist unverschämt und gehört sich nicht.“ Die Grünen lehnten aus finanziellen Gründen einen dritten Stellvertreter ab: „Bei Kosten von 5000 Euro im Jahr sind das in der Legislaturperiode 30 000 Euro“, rechnete Horst Idelberger vor.

Harald Steinmetz („Ich würde auch weiter für das Amt zur Verfügung stehen, weil ich es gern gemacht habe“) verwies darauf, dass er und sein Amtskollege Egon Stellbrink weit über 1000 Termine wahr genommen hätten. „Aber alle zu besuchen, die eine Einladung ausgesprochen haben, das ist uns leider nicht gelungen.“ Bürgermeister Michael Buhre ergänzte, dass an Steinmetz in den vergangenen zehn Jahren gar keine Aufwandentschädigung gezahlt worden sei.

Die SPD erklärte, aus ihrer Perspektive sei wichtig, dass eine Stadt von der Größenordnung Mindens auch zu Einladungen ihrer ehrenamtlich Tätigen einen Repräsentanten der Stadt-Spitze schicken kann. Dafür sei ein dritter Amtsinhaber nötig. Die Linken unterstützen das. Die Möglichkeit, zu Terminen auch mal Ausschussvorsitzende zu entsenden, wie von Bettina Fuhg (Grüne) vorgeschlagen, reichte dem Rat nicht aus.

So hat Minden jetzt neben Egon Stellbrink (CDU) und Harald Steinmetz (MI), die das Amt weiter ausführen, mit Ulrieke Schulze (SPD) auch eine stellvertretende Bürgermeisterin.

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