Drei Fragen an das Ehepaar Grünberg: „Wir möchten keine Eintagsfliege sein“ Benjamin Piel Minden (mt). Der Mindener Bratschist Sebastian Grünberg und seine Frau, die Dirigentin Naoko Grünberg-Sakai, haben die OWL-Kammerphilharmonie Minden gegründet. Das Eröffnungskonzert war 2018 gut besucht. Trotzdem ist der Blick in die Zukunft nicht sorgenfrei. Warum halten Sie eine Mindener Kammerphilharmonie für wichtig? Sebastian Grünberg: Wir sehen ein erhebliches Potenzial im Segment „hohes musikalisches Niveau“. Es gibt junge Profimusiker in der Region, die offen sind und es könnte gelingen, Stücke zu präsentieren, die man hier sonst nicht hören kann. Zum Beispiel? Naoko Grünberg-Sakai: Wir möchten ein jüngeres Publikum erreichen, um klassische Musik populärer zu machen. In meiner Heimat Japan ist sie das übrigens schon längst. Für April planen wir ein Konzert, in dem wir das Schlagzeug einbinden. Um das Publikum breit zu halten, mischen wir Werke von Mozart und Haydn ein. Wir möchten keine Eintagsfliege. Aber das ist schwierig. Warum? Sebastian Grünberg: Nur aus den Vereinsbeiträgen und den Eintrittsgeldern ist das nicht zu bestreiten. Alle Ensemble-Mitglieder sind Profimusiker, die wir bezahlen müssen. Dazu kommen Raummiete und Werbekosten. Wir kämpfen bei Firmen und Stiftungen um Förderungen, aber das ist nicht leicht. Für uns bedeutet jedes Konzert ein finanzielles Risiko. Da hat man schon Ängste, ob alles gut geht. „Gebt nicht auf“, das sagen uns viele Leute und das motiviert.

Drei Fragen an das Ehepaar Grünberg: „Wir möchten keine Eintagsfliege sein“

Minden (mt). Der Mindener Bratschist Sebastian Grünberg und seine Frau, die Dirigentin Naoko Grünberg-Sakai, haben die OWL-Kammerphilharmonie Minden gegründet. Das Eröffnungskonzert war 2018 gut besucht. Trotzdem ist der Blick in die Zukunft nicht sorgenfrei.

Warum halten Sie eine Mindener Kammerphilharmonie für wichtig?

Sebastian Grünberg: Wir sehen ein erhebliches Potenzial im Segment „hohes musikalisches Niveau“. Es gibt junge Profimusiker in der Region, die offen sind und es könnte gelingen, Stücke zu präsentieren, die man hier sonst nicht hören kann.

Zum Beispiel?

Naoko Grünberg-Sakai: Wir möchten ein jüngeres Publikum erreichen, um klassische Musik populärer zu machen. In meiner Heimat Japan ist sie das übrigens schon längst. Für April planen wir ein Konzert, in dem wir das Schlagzeug einbinden. Um das Publikum breit zu halten, mischen wir Werke von Mozart und Haydn ein. Wir möchten keine Eintagsfliege. Aber das ist schwierig.

Warum?

Sebastian Grünberg: Nur aus den Vereinsbeiträgen und den Eintrittsgeldern ist das nicht zu bestreiten. Alle Ensemble-Mitglieder sind Profimusiker, die wir bezahlen müssen. Dazu kommen Raummiete und Werbekosten. Wir kämpfen bei Firmen und Stiftungen um Förderungen, aber das ist nicht leicht. Für uns bedeutet jedes Konzert ein finanzielles Risiko. Da hat man schon Ängste, ob alles gut geht. „Gebt nicht auf“, das sagen uns viele Leute und das motiviert.

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