Drei Festnahmen: Polizei hebt in Minden und Porta Westfalica mehrere Drogenplantagen aus Sebastian Radermacher,Jörg Wehling,Thomas Lieske,Malina Reckordt Porta Westfalica-Barkhausen/Minden. Vier professionell betriebene Drogenplantagen mit fast 1.500 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsphasen und rund 33 Kilogramm abgeerntete Pflanze hat die Polizei in den vergangenen Tagen in Porta Westfalica und Minden ausfindig gemacht. Wie die Polizei berichtet, wurden im Zuge von zwei Hausdurchsuchungen drei Personen festgenommen. Eher zufällig kommt am Samstagnachmittag eine Streifenwagenbesatzung auf die Spur der Drogenplantage in Porta Westfalica. Die Beamten sind im Rahmen einer Vermisstensuche in der Portastraße im Einsatz, als sie aus einem angrenzenden Einfamilienhaus einen mutmaßlichen Cannabisgeruch wahrnahmen. Fünf Streifenwagen und ein Feuerwehrfahrzeug stehen vor dem weißen, etwas heruntergekommenen Haus an der Portastraße. Die Einsatzkräfte stehen an diesem Samstagmittag locker zusammen. Für den Außenstehenden ist kaum zu erahnen, dass sich hinter der Hausfassade gleich zwei professionell angelegte Cannabisplantagen befinden. Nachdem die Einsatzkräfte einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss angefordert haben, folgt zusammen mit Verstärkungskräften und mit Unterstützung der Feuerwehr zur Türöffnung die Untersuchung des Objektes. Hierbei stoßen sie nicht nur auf den 36-jährigen Mieter des Hauses, sondern in beiden Etagen auf professionell angelegte und betriebene Plantagen mit circa 600 Setzlingen, mehr als 500 erntereifen Pflanzen und 30 Kilogramm abgeernteten Cannabis. Der Mindener wird festgenommen und am Sonntag einem Richter vorgeführt, welcher einen Haftbefehl verkündet. Die Tatortaufnahme sowie der gesicherte Abtransport der Pflanzen und des Equipments, bei dem das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt, dauert bis in den Montag hinein. Am Dienstagmittag versperren dann mehrere Fahrzeuge der Polizei und des THW die Fahrbahn der Wittekindallee in Minden. Aus einem Mehrfamilienhaus tragen die Einsatzkräfte verschiedene Gegenstände heraus, dokumentieren sie in einer Liste und verladen sie in einen THW-Laster. Der Geruch von Marihuana liegt in der Luft, ist selbst durch eine FFP2-Maske deutlich zu vernehmen – und wird gefühlt mit jedem Teil, das aus dem Haus geschleppt wird, stärker. Große Filter, zahlreiche Lampen, Pumpen, mehrere Meter lange Verbindungsrohre, Wasserkühler, Stromverteiler – selbst ohne einen Blick ins Innere des Hauses wird deutlich, dass den Beamten hier ein großer Ermittlungserfolg gelungen ist. So haben die Ermittler im Keller eine Drogenplantage mit zusammen mindestens 350 Pflanzen unterschiedlicher Wachstumsphasen ausfindig gemacht. Eine 31-jährige Bewohnerin des Hauses sowie ein weiterer Mieter (36) werden in diesem Zusammenhang festgenommen. Während der 36-Jährige am Dienstagnachmittag am Amtsgericht Bielefeld einem Haftrichter vorgeführt wird, muss die 31-Jährige mangels Haftgründen im Laufe des Vormittags aus dem polizeilichen Gewahrsam wieder entlassen werden. Nachbarn stehen vor ihren Häusern und beobachten die Arbeit der Einsatzkräfte. Über die Bewohner des Hauses wissen sie nicht viel. „Es war dort immer ruhig, gab nichts Auffälliges", sagt ein Mann und fügt an: „So wie sonst auch hier in der Straße." In der Tat ist die Wittekindallee eine sehr ruhige Wohnsiedlung – kaum Durchgangsverkehr, kein Lärm, idyllisch. Die meisten Nachbarn würden sich hier untereinander gut kennen, zu den Bewohnern im besagten Haus habe man jedoch keinen Kontakt gehabt, heißt es. Eine Frau berichtet, dass es bereits am Sonntag den ersten größeren Polizeieinsatz mit mehreren Fahrzeugen in der Straße gegeben habe. In diesem Zusammenhang sei auch ein vor dem Haus geparktes Auto durchsucht worden. Am Dienstag rückte die Polizei, unterstützt von Kräften des Technischen Hilfswerks, dann erneut an.

Drei Festnahmen: Polizei hebt in Minden und Porta Westfalica mehrere Drogenplantagen aus

Auch in Minden wurden die Einsatzkräfte fündig. © Foto: Polizei Minden-Lübbecke

Porta Westfalica-Barkhausen/Minden. Vier professionell betriebene Drogenplantagen mit fast 1.500 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsphasen und rund 33 Kilogramm abgeerntete Pflanze hat die Polizei in den vergangenen Tagen in Porta Westfalica und Minden ausfindig gemacht. Wie die Polizei berichtet, wurden im Zuge von zwei Hausdurchsuchungen drei Personen festgenommen.

Eher zufällig kommt am Samstagnachmittag eine Streifenwagenbesatzung auf die Spur der Drogenplantage in Porta Westfalica. Die Beamten sind im Rahmen einer Vermisstensuche in der Portastraße im Einsatz, als sie aus einem angrenzenden Einfamilienhaus einen mutmaßlichen Cannabisgeruch wahrnahmen. Fünf Streifenwagen und ein Feuerwehrfahrzeug stehen vor dem weißen, etwas heruntergekommenen Haus an der Portastraße. Die Einsatzkräfte stehen an diesem Samstagmittag locker zusammen. Für den Außenstehenden ist kaum zu erahnen, dass sich hinter der Hausfassade gleich zwei professionell angelegte Cannabisplantagen befinden.

Nachdem die Einsatzkräfte einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss angefordert haben, folgt zusammen mit Verstärkungskräften und mit Unterstützung der Feuerwehr zur Türöffnung die Untersuchung des Objektes. Hierbei stoßen sie nicht nur auf den 36-jährigen Mieter des Hauses, sondern in beiden Etagen auf professionell angelegte und betriebene Plantagen mit circa 600 Setzlingen, mehr als 500 erntereifen Pflanzen und 30 Kilogramm abgeernteten Cannabis. Der Mindener wird festgenommen und am Sonntag einem Richter vorgeführt, welcher einen Haftbefehl verkündet. Die Tatortaufnahme sowie der gesicherte Abtransport der Pflanzen und des Equipments, bei dem das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt, dauert bis in den Montag hinein.


Am Dienstagmittag versperren dann mehrere Fahrzeuge der Polizei und des THW die Fahrbahn der Wittekindallee in Minden. Aus einem Mehrfamilienhaus tragen die Einsatzkräfte verschiedene Gegenstände heraus, dokumentieren sie in einer Liste und verladen sie in einen THW-Laster. Der Geruch von Marihuana liegt in der Luft, ist selbst durch eine FFP2-Maske deutlich zu vernehmen – und wird gefühlt mit jedem Teil, das aus dem Haus geschleppt wird, stärker.

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Große Filter, zahlreiche Lampen, Pumpen, mehrere Meter lange Verbindungsrohre, Wasserkühler, Stromverteiler – selbst ohne einen Blick ins Innere des Hauses wird deutlich, dass den Beamten hier ein großer Ermittlungserfolg gelungen ist. So haben die Ermittler im Keller eine Drogenplantage mit zusammen mindestens 350 Pflanzen unterschiedlicher Wachstumsphasen ausfindig gemacht. Eine 31-jährige Bewohnerin des Hauses sowie ein weiterer Mieter (36) werden in diesem Zusammenhang festgenommen. Während der 36-Jährige am Dienstagnachmittag am Amtsgericht Bielefeld einem Haftrichter vorgeführt wird, muss die 31-Jährige mangels Haftgründen im Laufe des Vormittags aus dem polizeilichen Gewahrsam wieder entlassen werden.

In der Plantage in Porta Westfalica entdeckten die Ermittler über 1.100 Pflanzen. - © Foto: Polizei Minden-Lübbecke
In der Plantage in Porta Westfalica entdeckten die Ermittler über 1.100 Pflanzen. - © Foto: Polizei Minden-Lübbecke

Nachbarn stehen vor ihren Häusern und beobachten die Arbeit der Einsatzkräfte. Über die Bewohner des Hauses wissen sie nicht viel. „Es war dort immer ruhig, gab nichts Auffälliges", sagt ein Mann und fügt an: „So wie sonst auch hier in der Straße." In der Tat ist die Wittekindallee eine sehr ruhige Wohnsiedlung – kaum Durchgangsverkehr, kein Lärm, idyllisch. Die meisten Nachbarn würden sich hier untereinander gut kennen, zu den Bewohnern im besagten Haus habe man jedoch keinen Kontakt gehabt, heißt es.

Eine Frau berichtet, dass es bereits am Sonntag den ersten größeren Polizeieinsatz mit mehreren Fahrzeugen in der Straße gegeben habe. In diesem Zusammenhang sei auch ein vor dem Haus geparktes Auto durchsucht worden. Am Dienstag rückte die Polizei, unterstützt von Kräften des Technischen Hilfswerks, dann erneut an.

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