Die Pioniere sind zurück in Minden: Ein Rückblick auf den Einsatz während der Flut-Katastrophe Stefanie Dullweber,Jan Henning Rogge Minden. Nach mehr als zwei Wochen Hochwassereinsatz in den betroffenen Gebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kehren die Mindener Pioniere am heutigen Samstag nach Hause zurück. Die Soldatinnen und Soldaten haben viel Leid gesehen, aber auch viel Dankbarkeit erfahren, wie Presseoffizier Mario Kissel immer wieder von vor Ort berichtete. Um die Menschen weiterhin beim Wiederaufbau zu unterstützen, hat die Bundeswehr sogenannte Medium Girder Bridges im Ahrtal aufgebaut – als Ersatz für die zahlreichen zerstörten Brücken. „Sie können über Jahre liegen bleiben“, sagt Kissel. Nicht nur die Mindener Pioniere, auch Boris Roessler, ehemaliger Mitarbeiter des Mindener Tageblatts, hat sich aus dem Katastrophengebiet gemeldet. Roessler ist als Fotograf für die Deutsche Presse-Agentur im Einsatz. Das, was er dort gesehen hat, hat ihn betroffen gemacht. „Da zu arbeiten ist grauenvoll, weil man jeden Tag mit dem Leid der Leute konfrontiert ist. So was habe ich im Inland noch nie gesehen. Man hat nicht nur die Bilder, sondern auch noch die Gerüche. Und dann sind da die Leute, die gar nichts mehr haben. Wenn man dann abends wieder zuhause oder im Hotel ist, ist das völlig irrational. Ich habe das mitgenommen in meine Träume, das hatte ich auch noch nie.“ Die Mindener Pioniere hat er fotografiert, als Soldatinnen und Soldaten im besonders stark betroffenen Ort Insul eine Brücke über die Ahr bauten. „Durch die Arbeit der Pioniere konnte da zum ersten Mal die andere Seite des Ortes erreicht werden. Die haben da wirklich wichtige Arbeit geleistet.“

Die Pioniere sind zurück in Minden: Ein Rückblick auf den Einsatz während der Flut-Katastrophe

Nur mit Muskelkraft wird die Medium Girder Bridge (MGB) aufgebaut. Drei der transportablen Brücken bleiben in den Hochwassergebieten. Foto: Bundeswehr/Mario Kissel © bundeswehr

Minden. Nach mehr als zwei Wochen Hochwassereinsatz in den betroffenen Gebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kehren die Mindener Pioniere am heutigen Samstag nach Hause zurück. Die Soldatinnen und Soldaten haben viel Leid gesehen, aber auch viel Dankbarkeit erfahren, wie Presseoffizier Mario Kissel immer wieder von vor Ort berichtete. Um die Menschen weiterhin beim Wiederaufbau zu unterstützen, hat die Bundeswehr sogenannte Medium Girder Bridges im Ahrtal aufgebaut – als Ersatz für die zahlreichen zerstörten Brücken. „Sie können über Jahre liegen bleiben“, sagt Kissel.

Nicht nur die Mindener Pioniere, auch Boris Roessler, ehemaliger Mitarbeiter des Mindener Tageblatts, hat sich aus dem Katastrophengebiet gemeldet. Roessler ist als Fotograf für die Deutsche Presse-Agentur im Einsatz. Das, was er dort gesehen hat, hat ihn betroffen gemacht. „Da zu arbeiten ist grauenvoll, weil man jeden Tag mit dem Leid der Leute konfrontiert ist. So was habe ich im Inland noch nie gesehen. Man hat nicht nur die Bilder, sondern auch noch die Gerüche. Und dann sind da die Leute, die gar nichts mehr haben. Wenn man dann abends wieder zuhause oder im Hotel ist, ist das völlig irrational. Ich habe das mitgenommen in meine Träume, das hatte ich auch noch nie.“

Die Mindener Pioniere hat er fotografiert, als Soldatinnen und Soldaten im besonders stark betroffenen Ort Insul eine Brücke über die Ahr bauten. „Durch die Arbeit der Pioniere konnte da zum ersten Mal die andere Seite des Ortes erreicht werden. Die haben da wirklich wichtige Arbeit geleistet.“


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