„Die Knolle“ schließt vorübergehend: Das sind die Gründe Lea Oetjen Minden. Die massive, hölzerne Eingangstür ist verschlossen. Auf den Tischen steht noch ganz dezent verteilt etwas Dekoration. Vielmehr ist nicht zu erkennen. Schließlich brennt momentan auch nur selten Licht in den Räumen von „Die Knolle“ in Minden. Nur ab und zu sind Mitarbeiter noch vor Ort – „für die Post und um Fragen unserer Gäste zu beantworten, für die wir natürlich weiterhin da sein wollen“, wie eine Angestellte im Gespräch mit dem MT verrät. Das Restaurant am Königswall ist bis auf Weiteres aufgrund der immer weiter steigenden Corona-Fallzahlen geschlossen. „Ich habe diese Entscheidung in erster Linie getroffen, um meine langjährigen Mitarbeiter, aber auch unsere Gäste zu schützen“, betont Geschäftsführer Ulrich Knollmann. Die Gesundheit habe für ihn Priorität und der Großteil seiner Stammkunden hätte für diesen Entschluss viel Verständnis. Es sei zweifelsohne „der vernünftigste Weg“, auch wenn es vor allem für die Mitarbeiter eine schwere Situation sei. „Es ist eine blöde Zeit, gerade wenn man quasi ein Arbeitsverbot auferlegt bekommt. Und das ja nicht zum ersten Mal“, so Knollmann.Hinzu kommt, dass in den letzten Wochen die Reservierungslage wie bei vielen anderen Restaurants in Minden „sehr dürftig“ gewesen sei, wie der erfahrene Gastronom erzählt. Diese Tatsache habe ihn letztlich auch noch einmal in seiner Entscheidung bestärkt. „Es hat ja keinen Zweck, etwas halbherzig zu machen“, sagt Knollmann. Zwar betont er einmal mehr, dass die Gesundheit aktuell das wichtigste sei. „Aber man will natürlich auch Geld verdienen und nicht andauernd nur draufzahlen müssen. Und so war es momentan halt auch nicht lukrativ“, gesteht er. Aufgrund der langjährigen Geschichte von „Die Knolle“ geht der Geschäftsführer davon aus, „dass wir die nächste Zeit schon irgendwie überleben werden“. Ihm sei aber bewusst, dass es nicht allen Kollegen in der Branche auch so geht. „Vor allem die, die erst vor Kurzem einen Laden eröffnet haben, haben sicherlich zu kämpfen.“ So oder so: Seine Entscheidung steht und erst einmal ist daran auch nicht zu rütteln. Ein genaues Datum, wann das Restaurant wieder eröffnet wird, steht noch nicht. „Irgendwann, wenn die vierte Welle dann mal Geschichte ist und wir endlich wieder ein bisschen planen können“, sagt Ulrich Knollmann.

„Die Knolle“ schließt vorübergehend: Das sind die Gründe

Geschlossen: Um Gäste und Mitarbeiter zu schützen, öffnet „Die Knolle“ rst einmal nicht mehr. MT-Foto: Lea Oetjen

Minden. Die massive, hölzerne Eingangstür ist verschlossen. Auf den Tischen steht noch ganz dezent verteilt etwas Dekoration. Vielmehr ist nicht zu erkennen. Schließlich brennt momentan auch nur selten Licht in den Räumen von „Die Knolle“ in Minden. Nur ab und zu sind Mitarbeiter noch vor Ort – „für die Post und um Fragen unserer Gäste zu beantworten, für die wir natürlich weiterhin da sein wollen“, wie eine Angestellte im Gespräch mit dem MT verrät. Das Restaurant am Königswall ist bis auf Weiteres aufgrund der immer weiter steigenden Corona-Fallzahlen geschlossen.

„Ich habe diese Entscheidung in erster Linie getroffen, um meine langjährigen Mitarbeiter, aber auch unsere Gäste zu schützen“, betont Geschäftsführer Ulrich Knollmann. Die Gesundheit habe für ihn Priorität und der Großteil seiner Stammkunden hätte für diesen Entschluss viel Verständnis. Es sei zweifelsohne „der vernünftigste Weg“, auch wenn es vor allem für die Mitarbeiter eine schwere Situation sei. „Es ist eine blöde Zeit, gerade wenn man quasi ein Arbeitsverbot auferlegt bekommt. Und das ja nicht zum ersten Mal“, so Knollmann.

Hinzu kommt, dass in den letzten Wochen die Reservierungslage wie bei vielen anderen Restaurants in Minden „sehr dürftig“ gewesen sei, wie der erfahrene Gastronom erzählt. Diese Tatsache habe ihn letztlich auch noch einmal in seiner Entscheidung bestärkt. „Es hat ja keinen Zweck, etwas halbherzig zu machen“, sagt Knollmann.

Zwar betont er einmal mehr, dass die Gesundheit aktuell das wichtigste sei. „Aber man will natürlich auch Geld verdienen und nicht andauernd nur draufzahlen müssen. Und so war es momentan halt auch nicht lukrativ“, gesteht er. Aufgrund der langjährigen Geschichte von „Die Knolle“ geht der Geschäftsführer davon aus, „dass wir die nächste Zeit schon irgendwie überleben werden“. Ihm sei aber bewusst, dass es nicht allen Kollegen in der Branche auch so geht. „Vor allem die, die erst vor Kurzem einen Laden eröffnet haben, haben sicherlich zu kämpfen.“


So oder so: Seine Entscheidung steht und erst einmal ist daran auch nicht zu rütteln. Ein genaues Datum, wann das Restaurant wieder eröffnet wird, steht noch nicht. „Irgendwann, wenn die vierte Welle dann mal Geschichte ist und wir endlich wieder ein bisschen planen können“, sagt Ulrich Knollmann.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema