Die Karlstraße ist gesperrt: Umleitung nervt manche Letelner Doris Christoph Minden. Autofahrer brauchen in diesen Wochen wegen zahlreicher Baustellen – unter anderem in der Birne und auf der Gustav-Heinemann-Brücke – an vielen Stellen in Minden starke Nerven und vor allem Zeit. Am vergangenen Montag ist eine neue dazu gekommen: Die Karlstraße ist bis zum 9. August auf Höhe der Siegfried Pharma-Chemikalien GmbH gesperrt. Eine Umleitung führt durch Leteln – und nervt manche der Anwohner. In der Karlstraße werden im Zuge der Sperrung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Mindener Kreisbahn (MKB) erneuert vor ihrem Hauptsitz das Anschlussgleis bei der Firma Siegfried. Dieses führt quer über die Straße, weshalb eine komplette Sperrung nötig sei, wie Marion Dammeier aus der MKB-Marketingabteilung berichtet. Die Arbeiten würden etwa eineinhalb Wochen dauern, seien aber noch nicht gestartet. Im Einsatz ist aber schon die Stadt, die die Gunst der Stunde für verschiedene Maßnahmen nutzt. „Bei dieser Gelegenheit sanieren die Städtischen Betriebe Minden gleich die Fahrbahndecke, also bessern Schadstellen aus und regulieren die Gossen“, erklärt SBM-Leiter Peter Wansing. So müsse die Straße nur einmal gesperrt werden. Für den Zeitpunkt der Sperrung hat MT-Leserin Angelika Schubert wenig Verständnis: „Die Sperrung auf der Nordbrücke und der Karlstraße finde ich zeitgleich unglücklich.“ Die Letelnerin berichtet von einem Verkehrschaos in ihrem Ortsteil. Dazu tragen ihrer Meinung nach zwei Faktoren bei: Die eine Problemstelle befindet sich demnach an der Kreuzung Gustav-Heinemann-Brücke und Friedrich-Wilhelm-Straße. „Das Chaos fing schon an, als die zweite Abbiegespur von der Friedrich-Wilhelm-Straße auf die Nordbrücke wegfiel“, berichtet Schubert. Die Verkehrsführung wurde im Juli 2019 geändert, weil das bisherige Rechtsabbiegen auf zwei Fahrspuren bei gleichzeitiger Freigabe für den Fuß- und Radverkehr nicht mehr erlaubt war. Durch diese Änderung staue sich der Verkehr teils bis zur Kanalunterführung, sagt die Letelnerin. Und nun wird der Verkehrsfluss im Zuge der Sperrung der Karlstraße aus ihrer Sicht noch an einer weiteren Stelle gehemmt. „Die Umleitung führt durch Leteln. Dazu wurde eine Baustellenampel hinter dem Kanaltunnel aufgestellt.“ Die temporäre Ampel an der Kreuzung Friedrich-Wilhelm-Straße/Aminghauser Straße sorge ebenfalls für Rückstau. „Morgens und abends herrscht hier Chaos“, hat sie beobachtet. In Stoßzeiten müssten Autofahrer aus Richtung Leteln nun zusätzliche Fahrtzeit einplanen. Ihr Mann arbeite in Neesen und habe für den Weg nach Hause eine dreiviertel Stunde gebraucht, berichtet Schubert weiter. Heinrich Weihe (SPD), Ortsbürgermeister von Leteln/Aminghausen, hat von einem Verkehrschaos durch die Umleitung noch nichts mitbekommen. Er sei aber auch noch nicht großartig mit dem Auto unterwegs gewesen, berichtet er. Dass der Verkehr in Stoßzeiten stark zunehmen werde, könne er sich aber gut vorstellen. Gleichzeitig beschwichtigt er: „Natürlich gibt es ein erhöhtes Aufkommen, aber das wird nicht so schlimm wie bei den ersten Baumaßnahmen auf der Nordbrücke.“ Die Umleitungsstrecken seien dieses Mal viel besser ausgeschildert.

Die Karlstraße ist gesperrt: Umleitung nervt manche Letelner

Zurzeit ist die Karlstraße in Höhe der Firma Siegfried gesperrt. MT-Foto: Doris Christoph © Doris Christoph

Minden. Autofahrer brauchen in diesen Wochen wegen zahlreicher Baustellen – unter anderem in der Birne und auf der Gustav-Heinemann-Brücke – an vielen Stellen in Minden starke Nerven und vor allem Zeit. Am vergangenen Montag ist eine neue dazu gekommen: Die Karlstraße ist bis zum 9. August auf Höhe der Siegfried Pharma-Chemikalien GmbH gesperrt. Eine Umleitung führt durch Leteln – und nervt manche der Anwohner.

In der Karlstraße werden im Zuge der Sperrung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Mindener Kreisbahn (MKB) erneuert vor ihrem Hauptsitz das Anschlussgleis bei der Firma Siegfried. Dieses führt quer über die Straße, weshalb eine komplette Sperrung nötig sei, wie Marion Dammeier aus der MKB-Marketingabteilung berichtet. Die Arbeiten würden etwa eineinhalb Wochen dauern, seien aber noch nicht gestartet.

Im Einsatz ist aber schon die Stadt, die die Gunst der Stunde für verschiedene Maßnahmen nutzt. „Bei dieser Gelegenheit sanieren die Städtischen Betriebe Minden gleich die Fahrbahndecke, also bessern Schadstellen aus und regulieren die Gossen“, erklärt SBM-Leiter Peter Wansing. So müsse die Straße nur einmal gesperrt werden.


Für den Zeitpunkt der Sperrung hat MT-Leserin Angelika Schubert wenig Verständnis: „Die Sperrung auf der Nordbrücke und der Karlstraße finde ich zeitgleich unglücklich.“ Die Letelnerin berichtet von einem Verkehrschaos in ihrem Ortsteil. Dazu tragen ihrer Meinung nach zwei Faktoren bei: Die eine Problemstelle befindet sich demnach an der Kreuzung Gustav-Heinemann-Brücke und Friedrich-Wilhelm-Straße. „Das Chaos fing schon an, als die zweite Abbiegespur von der Friedrich-Wilhelm-Straße auf die Nordbrücke wegfiel“, berichtet Schubert. Die Verkehrsführung wurde im Juli 2019 geändert, weil das bisherige Rechtsabbiegen auf zwei Fahrspuren bei gleichzeitiger Freigabe für den Fuß- und Radverkehr nicht mehr erlaubt war. Durch diese Änderung staue sich der Verkehr teils bis zur Kanalunterführung, sagt die Letelnerin.

Und nun wird der Verkehrsfluss im Zuge der Sperrung der Karlstraße aus ihrer Sicht noch an einer weiteren Stelle gehemmt. „Die Umleitung führt durch Leteln. Dazu wurde eine Baustellenampel hinter dem Kanaltunnel aufgestellt.“ Die temporäre Ampel an der Kreuzung Friedrich-Wilhelm-Straße/Aminghauser Straße sorge ebenfalls für Rückstau. „Morgens und abends herrscht hier Chaos“, hat sie beobachtet. In Stoßzeiten müssten Autofahrer aus Richtung Leteln nun zusätzliche Fahrtzeit einplanen. Ihr Mann arbeite in Neesen und habe für den Weg nach Hause eine dreiviertel Stunde gebraucht, berichtet Schubert weiter.

Heinrich Weihe (SPD), Ortsbürgermeister von Leteln/Aminghausen, hat von einem Verkehrschaos durch die Umleitung noch nichts mitbekommen. Er sei aber auch noch nicht großartig mit dem Auto unterwegs gewesen, berichtet er. Dass der Verkehr in Stoßzeiten stark zunehmen werde, könne er sich aber gut vorstellen.

Gleichzeitig beschwichtigt er: „Natürlich gibt es ein erhöhtes Aufkommen, aber das wird nicht so schlimm wie bei den ersten Baumaßnahmen auf der Nordbrücke.“ Die Umleitungsstrecken seien dieses Mal viel besser ausgeschildert.

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