Die Ausstellung "ÜberLebensmittel" im Mindener Museum bietet viele Aha-Momente Ursula Koch Minden. Mitmachen und mitdenken ist in der Ausstellung „ÜberLebensmittel“ im Mindener Museum gefragt. Dafür gestaltet sich der Rundgang vielseitig und bietet eine Menge Aha-Momente – etwa wenn es um das Wegwerfen von Lebensmitteln geht. 82 Kilogramm wandern jedes Jahr pro Person in die Tonne. Davon sind zwar 50 Kilogramm Schalen und Knochen, aber mehr als 30 Kilogramm unnötigen Müll entsorgt jeder Europäer pro Jahr. In Afrika liegt der Verlust an Lebensmitteln überraschend nah an dem in Europa. Dort gehen jedoch schon bei der Produktion und Ernte große Menge verloren, während die Verbraucher deutlich sorgsamer mit den Ressourcen umgehen. Zum zweiten Mal zeigt das Mindener Museum eine Wanderausstellung, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) konzipiert wurde. Bis zum 7. Februar können die Besucher ihr Wissen über Lebensmittel, ihre Erzeugung und Aspekte der Nachhaltigkeit überprüfen und erweitern. „Viele Dinge, die man eigentlich weiß, werden einem hier noch einmal plastisch vor Augen geführt“, lobt Museumspädagogin Kristin Saretzki. Modelle, ein Puzzle, ein kleiner Marktstand, ein Supermarktregal, Filme, Hörstationen und Modelle behandeln verschiedene Themenkomplexe, die nicht nur Kindern Spaß machen, sondern auch Erwachsenen neue Erkenntnisse bescheren. Es geht um Rinderhaltung, Gemüseanbau, die Haltung von Hühner, die Bedingungen, unter denen Landwirte arbeiten oder um die Herstellungsschritte von Fertigprodukten. Wie die Ökobilanz für Produkte aus der Region gegenüber Importen aus Übersee ausfällt, wird am Marktstand anschaulich. Lange Transportwege sind dabei nur ein Faktor. Äpfel reifen in der Region im Herbst. Wer im Frühsommer einen Apfel kauft, bekommt ein Stück Obst, das lange im Kühlhaus gelagert wurde. Das wirkt sich selbstverständlich negativ auf die Ökobilanz aus. Das Supermarktregal klärt über Produktkennzeichnungen auf und zum Beispiel darüber, was den Unterschied zwischen „zuckerarm“ und „zuckerreduziert“ ausmacht. Mit einem Quiz kann jeder Besucher herausfinden, welcher Ernährungstyp er ist und passend dazu am Ende der Ausstellung ein Rezept einsammeln, um sein Ernährungsverhalten zu optimieren. Die Ausstellung wird übrigens nach Bedarf auch mehrmals am Tag desinfiziert, versichert Kristin Saretzki. Weil gemäß den Corona-Schutzbestimmungen die volle Klassenstärke in den Museumsräumen nicht erlaubt ist, hat sie das museumspädagogische Angebot für Schulen umgestellt. Aktuell dürfen sich jeweils bis zu 18 Personen in den beiden Sonderausstellungsräumen im Erdgeschoss aufhalten. Für Schüler von der siebten bis zur zehnten Klasse hat Saretzki Arbeitsbögen entwickelt. Die Schüler kommen dann außerhalb der Schulzeit in Kleingruppen von drei bis fünf Schülern ins Museum und sammeln Informationen zu einem bestimmten Thema. Ihre Ergebnisse sollen sie in der Schule präsentieren. Sie haben aber selbstverständlich auch ausreichend Zeit, um sich die anderen Stationen der Ausstellung anzusehen. Anstelle von Ferienspielen bietet sie im Museum Feriennachmittage an. Daran können maximal vier Kinder mit jeweils einer Begleitperson teilnehmen. Für die Veranstaltungen am 20. Oktober, um 14 und um 16 Uhr sind noch Plätze frei. Nach dem spielerischen Rundgang durch die Ausstellung wird gebastelt (Anmeldungen unter (05 71) 9 73 40 20 oder museum@minden.de). Derzeit arbeitet Saretzki noch eine Familienrallye für diese Ausstellung aus. Der Aufgabenbogen wird für einen Euro an der Kasse erhältlich sein. „Das ist ein erprobtes Angebot, das in der Ausstellung Mondfieber sehr gut angenommen wurde“, berichtet Saretzki. Bei Einzelbesuchern sei aktuell Verunsicherung zu spüren. Die Besucherzahlen seien leicht rückläufig. Eine Seniorenführung zu den „ÜberLebensmitteln“ bietet sie am 29.Oktober um 11 Uhr an, die nächste öffentliche Führung ist am 15. November vorgesehen. Die sollen weiterhin jeden ersten Donnerstag und jeden dritten Sonntag im Monat angeboten werden, jeden 2. Donnerstag im Monat ist die Mittagspausenführung geplant.

Die Ausstellung "ÜberLebensmittel" im Mindener Museum bietet viele Aha-Momente

Die Ausstellung „ÜberLebensmittel“ stellt die Besucher vor Schätzaufgaben – etwa welche Menge Brot jeder Europäer im Jahr in den Müll wirft. © Foto: DBU

Minden. Mitmachen und mitdenken ist in der Ausstellung „ÜberLebensmittel“ im Mindener Museum gefragt. Dafür gestaltet sich der Rundgang vielseitig und bietet eine Menge Aha-Momente – etwa wenn es um das Wegwerfen von Lebensmitteln geht. 82 Kilogramm wandern jedes Jahr pro Person in die Tonne. Davon sind zwar 50 Kilogramm Schalen und Knochen, aber mehr als 30 Kilogramm unnötigen Müll entsorgt jeder Europäer pro Jahr. In Afrika liegt der Verlust an Lebensmitteln überraschend nah an dem in Europa. Dort gehen jedoch schon bei der Produktion und Ernte große Menge verloren, während die Verbraucher deutlich sorgsamer mit den Ressourcen umgehen.

Zum zweiten Mal zeigt das Mindener Museum eine Wanderausstellung, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) konzipiert wurde. Bis zum 7. Februar können die Besucher ihr Wissen über Lebensmittel, ihre Erzeugung und Aspekte der Nachhaltigkeit überprüfen und erweitern. „Viele Dinge, die man eigentlich weiß, werden einem hier noch einmal plastisch vor Augen geführt“, lobt Museumspädagogin Kristin Saretzki.

Modelle, ein Puzzle, ein kleiner Marktstand, ein Supermarktregal, Filme, Hörstationen und Modelle behandeln verschiedene Themenkomplexe, die nicht nur Kindern Spaß machen, sondern auch Erwachsenen neue Erkenntnisse bescheren. Es geht um Rinderhaltung, Gemüseanbau, die Haltung von Hühner, die Bedingungen, unter denen Landwirte arbeiten oder um die Herstellungsschritte von Fertigprodukten. Wie die Ökobilanz für Produkte aus der Region gegenüber Importen aus Übersee ausfällt, wird am Marktstand anschaulich. Lange Transportwege sind dabei nur ein Faktor. Äpfel reifen in der Region im Herbst. Wer im Frühsommer einen Apfel kauft, bekommt ein Stück Obst, das lange im Kühlhaus gelagert wurde. Das wirkt sich selbstverständlich negativ auf die Ökobilanz aus.

Das Supermarktregal klärt über Produktkennzeichnungen auf und zum Beispiel darüber, was den Unterschied zwischen „zuckerarm“ und „zuckerreduziert“ ausmacht. Mit einem Quiz kann jeder Besucher herausfinden, welcher Ernährungstyp er ist und passend dazu am Ende der Ausstellung ein Rezept einsammeln, um sein Ernährungsverhalten zu optimieren.

Die Ausstellung wird übrigens nach Bedarf auch mehrmals am Tag desinfiziert, versichert Kristin Saretzki. Weil gemäß den Corona-Schutzbestimmungen die volle Klassenstärke in den Museumsräumen nicht erlaubt ist, hat sie das museumspädagogische Angebot für Schulen umgestellt. Aktuell dürfen sich jeweils bis zu 18 Personen in den beiden Sonderausstellungsräumen im Erdgeschoss aufhalten.

Für Schüler von der siebten bis zur zehnten Klasse hat Saretzki Arbeitsbögen entwickelt. Die Schüler kommen dann außerhalb der Schulzeit in Kleingruppen von drei bis fünf Schülern ins Museum und sammeln Informationen zu einem bestimmten Thema. Ihre Ergebnisse sollen sie in der Schule präsentieren. Sie haben aber selbstverständlich auch ausreichend Zeit, um sich die anderen Stationen der Ausstellung anzusehen.

Anstelle von Ferienspielen bietet sie im Museum Feriennachmittage an. Daran können maximal vier Kinder mit jeweils einer Begleitperson teilnehmen. Für die Veranstaltungen am 20. Oktober, um 14 und um 16 Uhr sind noch Plätze frei. Nach dem spielerischen Rundgang durch die Ausstellung wird gebastelt (Anmeldungen unter (05 71) 9 73 40 20 oder museum@minden.de).

Derzeit arbeitet Saretzki noch eine Familienrallye für diese Ausstellung aus. Der Aufgabenbogen wird für einen Euro an der Kasse erhältlich sein. „Das ist ein erprobtes Angebot, das in der Ausstellung Mondfieber sehr gut angenommen wurde“, berichtet Saretzki. Bei Einzelbesuchern sei aktuell Verunsicherung zu spüren. Die Besucherzahlen seien leicht rückläufig. Eine Seniorenführung zu den „ÜberLebensmitteln“ bietet sie am 29.Oktober um 11 Uhr an, die nächste öffentliche Führung ist am 15. November vorgesehen. Die sollen weiterhin jeden ersten Donnerstag und jeden dritten Sonntag im Monat angeboten werden, jeden 2. Donnerstag im Monat ist die Mittagspausenführung geplant.

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