NRW-Tag Detmold zeigt die Schokoladenseite 200 000 Besucher bei NRW-Tag und Europäischem Straßentheaterfestival / Kraft: Stolz auf Lippe Von Nina Könemann Detmold (mt). 200 000 Besucher – 27 Grad – Zehntausende Quadratmeter Festgelände. Der NRW-Tag 2012 war nicht nur für die lippische Hauptstadt Detmold ein Ereignis der Superlative. Zwei Tage lang herrschte unterhalb des Hermannsdenkmals der Ausnahmezustand. Am Ende dürfte sich niemand beklagt haben.Ein bisschen Glück war dabei. Das Wochenende fing schon gut an, ohne dass Detmold etwas dafür konnte: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen eröffnete Hannelore Kraft das zweitägige Fest und strahlte mit Landrat Friedel Heuwinkel um die Wette. "NRW ist stolz auf Lippe", sagte sie in ihrer Rede – das war Balsam auf die Seelen der stressgeplagten Helfer. Mit ihrem Lob an die Ausrichter lag Kraft aber nicht falsch, denn dass auch nach dem offiziellen Teil alles reibungslos verlief – dafür konnte Detmold durchaus etwas.Wenn Lippe feiert, dann nämlich richtig. Neben den hunderten an Info-Ständen, einem Festumzug und zahlreichen Auftritten und Konzerten zum NRW-Tag, bewältige man ganz nebenbei auch noch das Europäische Straßentheaterfestival. 20 internationale Künstlergruppen zeigten teils spektakuläre Inszenierungen und freuten sich auch über Zulauf durch die NRW-Geburtstagsfeier.Um Aufbau und Besucherzahlen zu bewältigen, überließ die 72 000-Einwohner-Stadt nichts dem Zufall. Die komplette Innenstadt wurde für den Verkehr gesperrt, Tausende Park-and-Ride-Parkplätze zur Verfügung gestellt, der Busverkehr für drei Tage komplett umgestellt. Zahlreiche Helfer sicherten den reibungslosen Ablauf. Der Besucher bemerkte jedenfalls nicht, dass Detmold aus allen Nähten platzte. Staus: Fehlanzeige, Lange Warteschlangen: die Ausnahme. Gedränge: nur an Knotenpunkten wie der Essens-Meile. Detmold war der perfekte Gastgeber: bescheiden, aber gut organisiert.Nach dem Feier-Marathon muss sich die Stadt jetzt erholen, stolz kann sie allemal sein. Die Stadt Hückeswagen – eigentlich Ausrichter des NRW-Tages 2013 – hat vergangene Woche wegen zu hoher Sicherheitsauflagen abgesagt. Lippe hinterlässt Eindruck.
NRW-Tag

Detmold zeigt die Schokoladenseite

Detmold (mt). 200 000 Besucher – 27 Grad – Zehntausende Quadratmeter Festgelände. Der NRW-Tag 2012 war nicht nur für die lippische Hauptstadt Detmold ein Ereignis der Superlative. Zwei Tage lang herrschte unterhalb des Hermannsdenkmals der Ausnahmezustand. Am Ende dürfte sich niemand beklagt haben.

Die spanische Gruppe La Industrial Teatrera zeigte die Deutschlandpremiere ihres Stückes "De Paso". - © Foto: Bernhard Preuss (LZ)
Die spanische Gruppe La Industrial Teatrera zeigte die Deutschlandpremiere ihres Stückes "De Paso". - © Foto: Bernhard Preuss (LZ)

Ein bisschen Glück war dabei. Das Wochenende fing schon gut an, ohne dass Detmold etwas dafür konnte: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen eröffnete Hannelore Kraft das zweitägige Fest und strahlte mit Landrat Friedel Heuwinkel um die Wette. "NRW ist stolz auf Lippe", sagte sie in ihrer Rede – das war Balsam auf die Seelen der stressgeplagten Helfer. Mit ihrem Lob an die Ausrichter lag Kraft aber nicht falsch, denn dass auch nach dem offiziellen Teil alles reibungslos verlief – dafür konnte Detmold durchaus etwas.

Wenn Lippe feiert, dann nämlich richtig. Neben den hunderten an Info-Ständen, einem Festumzug und zahlreichen Auftritten und Konzerten zum NRW-Tag, bewältige man ganz nebenbei auch noch das Europäische Straßentheaterfestival. 20 internationale Künstlergruppen zeigten teils spektakuläre Inszenierungen und freuten sich auch über Zulauf durch die NRW-Geburtstagsfeier.

Um Aufbau und Besucherzahlen zu bewältigen, überließ die 72 000-Einwohner-Stadt nichts dem Zufall. Die komplette Innenstadt wurde für den Verkehr gesperrt, Tausende Park-and-Ride-Parkplätze zur Verfügung gestellt, der Busverkehr für drei Tage komplett umgestellt. Zahlreiche Helfer sicherten den reibungslosen Ablauf. Der Besucher bemerkte jedenfalls nicht, dass Detmold aus allen Nähten platzte. Staus: Fehlanzeige, Lange Warteschlangen: die Ausnahme. Gedränge: nur an Knotenpunkten wie der Essens-Meile. Detmold war der perfekte Gastgeber: bescheiden, aber gut organisiert.

Nach dem Feier-Marathon muss sich die Stadt jetzt erholen, stolz kann sie allemal sein. Die Stadt Hückeswagen – eigentlich Ausrichter des NRW-Tages 2013 – hat vergangene Woche wegen zu hoher Sicherheitsauflagen abgesagt. Lippe hinterlässt Eindruck.

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