Das sind die Antworten der Landratskandidaten auf die Leserfragen - Teil 2 Minden (mt). Von der persönlichen Eignung über den Klimaschutz bis zur Situation der Polizei: Die MT-Leser noch einige Fragen an die Kandidaten für das Landratsamt. Nicht alle davon konnten während der Podiums-Veranstaltung beantwortet werden, doch Anna Bölling (CDU), Ingo Ellerkamp (SPD), Siegfried Gutsche (Grüne) und Thomas Röckemann (AfD) haben sich schriftlich zu den Leserfragen geäußert. Antworten auf die ersten fünf Fragen gibt es hier auf MT.de, weitere folgen in den nächsten Tagen. Wir konnten gerade wieder vom Hebammenmangel und der schleppenden Umsetzung der Akademisierung in NRW lesen. Als Kreisvorsitzende des Kreises Minden-Lübbecke im Hebammenverband NRW würde mich interessieren, wie die Kandidaten sich dafür einsetzen werden, diesen Prozess in NRW voranzutreiben und vor allem auch, wie sie eine Kooperation der Mühlenkreiskliniken mit möglichen Hochschulen unterstützen wollen. Bölling: Ich habe in diesem Jahr erlebt, wie schwierig es ist, eine Hebamme zu finden und wie wertvoll sie für eine junge Mutter ist. Die Ausbildung der Hebammen liegt mir deshalb sehr am Herzen. Ich bin überzeugt davon, dass wir Hebammen nur in der Region halten können, wenn sie zumindest einen Teil der Ausbildung hier absolviert haben. Als Landrätin möchte ich mich in Düsseldorf für einen Hochschulstandort in Ostwestfalen für den theoretischen Teil der Ausbildung einsetzen. Ins Gesundheitsministerium bin ich gut vernetzt. Für die Mühlenkreiskliniken muss für die praktische Ausbildung eine Kooperation geschlossen werden. Dazu müssen – vor allem zeitnah – Gespräche geführt werden. Ellerkamp: Dass bei der Hebammenausbildung etwas passieren muss, steht außer Frage, und das nicht nur mit Blick auf unsere Geburtsstationen in den Kliniken. Es ist wichtig, dass hier vor Ort eine gute Versorgung der Mütter und Kinder gewährleistet ist und dafür genügend qualifizierte Hebammen zur Verfügung stehen. Bei Ihrer Frage nach den konkreten Unterstützungsmöglichkeiten muss ich gestehen, dass ich aus dem Stand nicht fachkundig genug bin, um Ihnen verbindlich zu antworten. Ich biete Ihnen gerne an, uns zum Thema persönlich auszutauschen, damit ich mich entsprechend informieren und Ihnen dann die Möglichkeiten aufzeigen kann. Gutsche: Meine Frau ist seit Jahrzehnten Hebamme. Die schwierige Gesamtsituation des Hebammenberufes ist mir sehr vertraut. Als Landrat werde ich das direkte Gespräch mit den zuständigen Ministerien suchen, um zu verdeutlichen, dass die zukünftigen Studiengänge nicht nur im Ruhrgebiet angeboten werden dürfen, sondern auch hier in OWL. Wobei an den beiden Standorten in Paderborn und Minden-Lübbecke bereits seit Jahrzehnten die Hebammenausbildung erfolgreich durchgeführt wird. Dieser Umstand muss im Ergebnis dazu führen, dass unsere Erfahrungen bei der Auswahl der praktischen Ausbildungsstätten für Hebammen vorrangig berücksichtigt werden müssen. Ich weise hierbei insbesondere auf die Erfahrung unserer Akademie für Gesundheitsberufe hin, an der gemeinsam mit unseren drei Geburtskliniken die Hebammenausbildung erfolgreich durchgeführt wird. Es ist nicht akzeptabel, dass der Zuschlag zur praktischen Hebammenausbildung an Kliniken geht, die bisher keinerlei Erfahrung in der praktischen Hebammenausbildung haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt muss mir von der Landesregierung beantwortet werden: In welcher Form soll eine Nach- und Weiterqualifizierung von Hebammen stattfinden? Diese Frage bezieht sich auf die Bachelor- und Masterstudiengänge für Hebammen. Ich habe zu mehreren Fachhochschulen Kontakt und werde auch über diesen Weg versuchen, eine Kooperation zu realisieren. Röckemann: Der Berufsstand der Hebamme gerät aufgrund der in den letzten Jahren deutlich angestiegenen Haftpflichtprämien sehr stark unter Druck, weil diese Aufwendungen von vielen freiberuflich tätigen Hebammen kaum oder gar nicht mehr verkraftet werden können. Ich möchte mich deshalb für eine finanzielle Entlastung der freiberuflichen Hebammen einsetzen, welche z.B. eine Quersubventionierung der Haftpflichtversicherung sein könnte. Außerdem ist zu überlegen, ob Hebammen, ähnlich wie Notärzte, im Dienst auch im Halteverbot parken dürfen. Ende 2019 hat der Kreistag beschlossen, die Kampa-Halle zu schließen und sich an einer Multifunktionshalle in Minden zu beteiligen. Bedingt durch die Corona-Pandemie hat sich die Finanzsituation der Gemeinden verschlechtert. Werden Sie den Kreistagsbeschluss so umsetzten, wie er Ende 2019 beschlossen wurde oder werden Sie sich für eine Revision des Beschlusses einsetzen? Bölling: Wir brauchen als Kreis eine Multifunktionshalle für die Attraktivität des Standortes. Leider ist bei diesem Thema durch schlechte Kommunikation viel Porzellan zerschlagen worden. Dem Kreistag, der über einen Zuschuss für die Multifunktionshalle entschieden hat, sind Informationen vorenthalten worden. Ich halte es deshalb für richtig, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben, das auch die Möglichkeiten der vorübergehenden Ertüchtigung der Kampa-Halle in den Blick nimmt. Sobald eine vollständige Analyse der Situation vorliegt, wird der Kreistag entscheiden, ob es bei dem Zuschuss bleibt und ob die Kampa-Halle für die Übergangszeit ertüchtigt werden kann. Persönlich würde ich die Ertüchtigung der Kampa-Halle begrüßen. Ellerkamp: Aus meiner Sicht wäre es die beste Lösung, wenn die Kampa-Halle bis zur Inbetriebnahme einer Multihalle übergangsweise weiter betrieben werden könnte. Damit wird sich der Kreistag auf der Grundlage des neu beauftragten Gutachtens befassen. Dann sind, das ist aus meiner Sicht folgerichtig, auch der Beschluss über die Schließung der Kampa-Halle und der des Kreiszuschusses für die Multihalle zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Gutsche: Ich werde mich dafür einsetzen, dass eine Ertüchtigung der Kampa-Halle schnellstmöglich umgesetzt wird. Wir haben hinsichtlich des Weiterbetriebs der Kampa-Halle viel Zeit verloren. Letztendlich müssen wir aber auch die hohen Betriebskosten einer geöffneten Kampa-Halle beachten. Nicht nur deshalb bin ich weiterhin der Meinung, dass der Kreis Minden-Lübbecke eine moderne, zeitgemäße Veranstaltungshalle benötigt. Gleichzeitig sage ich aber klar, der Beschluss vom Dezember 2019 muss überdacht werden, insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden Baukostenentwicklung, hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und hinsichtlich der Planungen eines Veranstaltungszentrums im Nachbarkreis. Liegt eine entsprechende Neuplanung vor, muss das Projekt „Multifunktionshalle“ dann allerdings schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Akzeptanz für eine Multifunktionshalle könnte kreisweit unter anderem dadurch gefördert werden, wenn ein Zusammenschluss beider Handballbundesliga-Vereine realisiert würde. Röckemann: Sobald wir das in Auftrag gegebene Gutachten in Händen halten, werde ich dem Kreistag eine entsprechende Beschlussvorlage vorlegen. Grundsätzlich bin ich für den Erhalt der Kampa-Halle. Unterstützen sie den weiteren Erhalt der Kreisschwimmhalle, losgelöst vom Schicksal der Kampa-Halle? Bölling: Ich bin selbst Schwimmerin und verbinde mit der Kreisschwimmhalle viele schöne Erinnerungen. Wir brauchen Wasserflächen, damit unserer Kinder schwimmen lernen können. Die Stadt Minden hat zugesagt, zeitnah zusätzliche Wasserflächen im Melittabad zu bauen. Das freut mich sehr. Bis dahin unterstütze ich den Erhalt der Kreisschwimmhalle. Ob die Kreisschwimmhalle losgelöst von der Kampa-Halle zu betrachten ist, wird u.a. das aktuell beauftragte Gutachten zeigen. Ellerkamp: Bei der komplexen Gemengelage rund um Kampa-, Schwimm- und Multihalle wäre es aus meiner Sicht unredlich, jetzt den Erhalt der Kreisschwimmhalle zu versprechen. Fest steht für mich: Wir brauchen Wasserflächen für den Schwimmunterricht, Schwimm- und Reha-Sport und als Teil des Freizeit- und Gesundheitsangebots. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch in die Kreisschwimmhalle auf absehbare Zeit investiert werden muss, dass der Betrieb viel Geld kostet und unter Umweltaspekten nicht mehr auf dem Stand der Zeit ist, deshalb will ich eine Lösung, die für die Zukunft Bestand hat und uns nicht in ein paar Jahren wieder vor die Füße fällt. Dabei ist auch die Ergänzung des Melittabades um das Angebot der Kreisschwimmhalle eine zu prüfende Option. Gutsche: Ich spreche mich für den Erhalt der Kreisschwimmhalle aus. Als Sprecher meiner Fraktion und als Landrat halte ich den Schwimmunterricht und den Schwimmsport für unerlässlich. Eine ertüchtigte Kampa-Halle oder ein neues Sportzentrum kann zu einem späteren Zeitpunkt die Rolle eines „Haus des Sports“ übernehmen, bei dem die Schwimmhalle ein wichtiger Bestandteil ist. Röckemann: Ja. Ich sehe zur Zeit noch keine weitere Alternative.

Das sind die Antworten der Landratskandidaten auf die Leserfragen - Teil 2

Anna Bölling (CDU), Ingo Ellerkamp (SPD), Siegfried Gutsche (Grüne) und Thomas Röckemann (AfD) (v.l.) haben auf die Leserfragen schriftlich geantwortet. © Foto: Kai Senf

Minden (mt). Von der persönlichen Eignung über den Klimaschutz bis zur Situation der Polizei: Die MT-Leser noch einige Fragen an die Kandidaten für das Landratsamt. Nicht alle davon konnten während der Podiums-Veranstaltung beantwortet werden, doch Anna Bölling (CDU), Ingo Ellerkamp (SPD), Siegfried Gutsche (Grüne) und Thomas Röckemann (AfD) haben sich schriftlich zu den Leserfragen geäußert. Antworten auf die ersten fünf Fragen gibt es hier auf MT.de, weitere folgen in den nächsten Tagen.

Wir konnten gerade wieder vom Hebammenmangel und der schleppenden Umsetzung der Akademisierung in NRW lesen. Als Kreisvorsitzende des Kreises Minden-Lübbecke im Hebammenverband NRW würde mich interessieren, wie die Kandidaten sich dafür einsetzen werden, diesen Prozess in NRW voranzutreiben und vor allem auch, wie sie eine Kooperation der Mühlenkreiskliniken mit möglichen Hochschulen unterstützen wollen.

Bölling: Ich habe in diesem Jahr erlebt, wie schwierig es ist, eine Hebamme zu finden und wie wertvoll sie für eine junge Mutter ist. Die Ausbildung der Hebammen liegt mir deshalb sehr am Herzen. Ich bin überzeugt davon, dass wir Hebammen nur in der Region halten können, wenn sie zumindest einen Teil der Ausbildung hier absolviert haben. Als Landrätin möchte ich mich in Düsseldorf für einen Hochschulstandort in Ostwestfalen für den theoretischen Teil der Ausbildung einsetzen. Ins Gesundheitsministerium bin ich gut vernetzt. Für die Mühlenkreiskliniken muss für die praktische Ausbildung eine Kooperation geschlossen werden. Dazu müssen – vor allem zeitnah – Gespräche geführt werden.

Ellerkamp: Dass bei der Hebammenausbildung etwas passieren muss, steht außer Frage, und das nicht nur mit Blick auf unsere Geburtsstationen in den Kliniken. Es ist wichtig, dass hier vor Ort eine gute Versorgung der Mütter und Kinder gewährleistet ist und dafür genügend qualifizierte Hebammen zur Verfügung stehen. Bei Ihrer Frage nach den konkreten Unterstützungsmöglichkeiten muss ich gestehen, dass ich aus dem Stand nicht fachkundig genug bin, um Ihnen verbindlich zu antworten. Ich biete Ihnen gerne an, uns zum Thema persönlich auszutauschen, damit ich mich entsprechend informieren und Ihnen dann die Möglichkeiten aufzeigen kann.

Gutsche: Meine Frau ist seit Jahrzehnten Hebamme. Die schwierige Gesamtsituation des Hebammenberufes ist mir sehr vertraut. Als Landrat werde ich das direkte Gespräch mit den zuständigen Ministerien suchen, um zu verdeutlichen, dass die zukünftigen Studiengänge nicht nur im Ruhrgebiet angeboten werden dürfen, sondern auch hier in OWL. Wobei an den beiden Standorten in Paderborn und Minden-Lübbecke bereits seit Jahrzehnten die Hebammenausbildung erfolgreich durchgeführt wird. Dieser Umstand muss im Ergebnis dazu führen, dass unsere Erfahrungen bei der Auswahl der praktischen Ausbildungsstätten für Hebammen vorrangig berücksichtigt werden müssen. Ich weise hierbei insbesondere auf die Erfahrung unserer Akademie für Gesundheitsberufe hin, an der gemeinsam mit unseren drei Geburtskliniken die Hebammenausbildung erfolgreich durchgeführt wird. Es ist nicht akzeptabel, dass der Zuschlag zur praktischen Hebammenausbildung an Kliniken geht, die bisher keinerlei Erfahrung in der praktischen Hebammenausbildung haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt muss mir von der Landesregierung beantwortet werden: In welcher Form soll eine Nach- und Weiterqualifizierung von Hebammen stattfinden? Diese Frage bezieht sich auf die Bachelor- und Masterstudiengänge für Hebammen. Ich habe zu mehreren Fachhochschulen Kontakt und werde auch über diesen Weg versuchen, eine Kooperation zu realisieren.

Röckemann: Der Berufsstand der Hebamme gerät aufgrund der in den letzten Jahren deutlich angestiegenen Haftpflichtprämien sehr stark unter Druck, weil diese Aufwendungen von vielen freiberuflich tätigen Hebammen kaum oder gar nicht mehr verkraftet werden können. Ich möchte mich deshalb für eine finanzielle Entlastung der freiberuflichen Hebammen einsetzen, welche z.B. eine Quersubventionierung der Haftpflichtversicherung sein könnte. Außerdem ist zu überlegen, ob Hebammen, ähnlich wie Notärzte, im Dienst auch im Halteverbot parken dürfen.

Ende 2019 hat der Kreistag beschlossen, die Kampa-Halle zu schließen und sich an einer Multifunktionshalle in Minden zu beteiligen. Bedingt durch die Corona-Pandemie hat sich die Finanzsituation der Gemeinden verschlechtert. Werden Sie den Kreistagsbeschluss so umsetzten, wie er Ende 2019 beschlossen wurde oder werden Sie sich für eine Revision des Beschlusses einsetzen?

Bölling: Wir brauchen als Kreis eine Multifunktionshalle für die Attraktivität des Standortes. Leider ist bei diesem Thema durch schlechte Kommunikation viel Porzellan zerschlagen worden. Dem Kreistag, der über einen Zuschuss für die Multifunktionshalle entschieden hat, sind Informationen vorenthalten worden. Ich halte es deshalb für richtig, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben, das auch die Möglichkeiten der vorübergehenden Ertüchtigung der Kampa-Halle in den Blick nimmt. Sobald eine vollständige Analyse der Situation vorliegt, wird der Kreistag entscheiden, ob es bei dem Zuschuss bleibt und ob die Kampa-Halle für die Übergangszeit ertüchtigt werden kann. Persönlich würde ich die Ertüchtigung der Kampa-Halle begrüßen.

Ellerkamp: Aus meiner Sicht wäre es die beste Lösung, wenn die Kampa-Halle bis zur Inbetriebnahme einer Multihalle übergangsweise weiter betrieben werden könnte. Damit wird sich der Kreistag auf der Grundlage des neu beauftragten Gutachtens befassen. Dann sind, das ist aus meiner Sicht folgerichtig, auch der Beschluss über die Schließung der Kampa-Halle und der des Kreiszuschusses für die Multihalle zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Gutsche: Ich werde mich dafür einsetzen, dass eine Ertüchtigung der Kampa-Halle schnellstmöglich umgesetzt wird. Wir haben hinsichtlich des Weiterbetriebs der Kampa-Halle viel Zeit verloren. Letztendlich müssen wir aber auch die hohen Betriebskosten einer geöffneten Kampa-Halle beachten. Nicht nur deshalb bin ich weiterhin der Meinung, dass der Kreis Minden-Lübbecke eine moderne, zeitgemäße Veranstaltungshalle benötigt. Gleichzeitig sage ich aber klar, der Beschluss vom Dezember 2019 muss überdacht werden, insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden Baukostenentwicklung, hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und hinsichtlich der Planungen eines Veranstaltungszentrums im Nachbarkreis. Liegt eine entsprechende Neuplanung vor, muss das Projekt „Multifunktionshalle“ dann allerdings schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Akzeptanz für eine Multifunktionshalle könnte kreisweit unter anderem dadurch gefördert werden, wenn ein Zusammenschluss beider Handballbundesliga-Vereine realisiert würde.

Röckemann: Sobald wir das in Auftrag gegebene Gutachten in Händen halten, werde ich dem Kreistag eine entsprechende Beschlussvorlage vorlegen. Grundsätzlich bin ich für den Erhalt der Kampa-Halle.

Unterstützen sie den weiteren Erhalt der Kreisschwimmhalle, losgelöst vom Schicksal der Kampa-Halle?

Bölling: Ich bin selbst Schwimmerin und verbinde mit der Kreisschwimmhalle viele schöne Erinnerungen. Wir brauchen Wasserflächen, damit unserer Kinder schwimmen lernen können. Die Stadt Minden hat zugesagt, zeitnah zusätzliche Wasserflächen im Melittabad zu bauen. Das freut mich sehr. Bis dahin unterstütze ich den Erhalt der Kreisschwimmhalle. Ob die Kreisschwimmhalle losgelöst von der Kampa-Halle zu betrachten ist, wird u.a. das aktuell beauftragte Gutachten zeigen.

Ellerkamp: Bei der komplexen Gemengelage rund um Kampa-, Schwimm- und Multihalle wäre es aus meiner Sicht unredlich, jetzt den Erhalt der Kreisschwimmhalle zu versprechen. Fest steht für mich: Wir brauchen Wasserflächen für den Schwimmunterricht, Schwimm- und Reha-Sport und als Teil des Freizeit- und Gesundheitsangebots. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch in die Kreisschwimmhalle auf absehbare Zeit investiert werden muss, dass der Betrieb viel Geld kostet und unter Umweltaspekten nicht mehr auf dem Stand der Zeit ist, deshalb will ich eine Lösung, die für die Zukunft Bestand hat und uns nicht in ein paar Jahren wieder vor die Füße fällt. Dabei ist auch die Ergänzung des Melittabades um das Angebot der Kreisschwimmhalle eine zu prüfende Option.

Gutsche: Ich spreche mich für den Erhalt der Kreisschwimmhalle aus. Als Sprecher meiner Fraktion und als Landrat halte ich den Schwimmunterricht und den Schwimmsport für unerlässlich. Eine ertüchtigte Kampa-Halle oder ein neues Sportzentrum kann zu einem späteren Zeitpunkt die Rolle eines „Haus des Sports“ übernehmen, bei dem die Schwimmhalle ein wichtiger Bestandteil ist.

Röckemann: Ja. Ich sehe zur Zeit noch keine weitere Alternative.

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