"Das ist besorgniserregend": Heimischer SPD-Abgeordneter wird von Corona-Leugnern bedroht Joern Spreen-Ledebur Minden-Lübbecke/Berlin. Nicht nur Wissenschaftlern schlägt bisweilen Hass von Corona-Leugnern und Impfskeptikern entgegen. Auch Politiker sind betroffen, manchmal wird aus Hass sogar eine handfeste Bedrohung. Damit musste auch der heimische Bundestagsabgeordnete Achim Post schon zurechtkommen. Im Gespräch mit der Neuen Westfälischen erzählt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, wie er damit umgeht. Vor allem im vergangenen Jahr, als das Parlament über das Infektionsschutzgesetz beraten und anschließend abgestimmt hat, nahmen Bedrohungen zu. Es habe sogar eine "Todesliste" im Internet gegeben und "bei Telegram 250 Mordaufrufe gegen Journalisten, Ärzte und Politiker", so Post. Und weiter: "Das ist besorgniserregend und der Staat kann es sich nicht leisten, da zuzusehen." Auf die Frage, ob er selbst auch schon bedroht worden sei, antwortet Post eindeutig: "Ja." Impfpflicht bis Ostern? Wenn es darum gehen wird, ob in Deutschland eine Impfpflicht gegen das Virus eingeführt werden soll, ist für Post klar, wie er stimmen wird: "Ich bin für eine Impfpflicht" so Post im NW-Gespräch. Jedoch sollte es vorher eine Diskussion darüber im Bundestag geben und auch eine Debatte darüber, welche Personengruppen von einer Impfpflicht betroffen wären. Post: "Ich denke, dass die Entscheidung bis Ostern fallen wird." Post selbst hat übrigens Verständnis dafür, wenn Menschen in der Impflicht nicht das richtige Instrument zur Bekämpfung der Pandemie sehen würden: "Aber ich habe kein Verständnis für Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker." Auch zur Protestaktion vor dem Privathaus der Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke Anfang Januar hat der SPD-Politiker eine klare Position: "Man muss demonstrieren können - vor Symbolorten wie Kreishaus, Landtag oder Bundestag. Aber nicht vor Privathäusern."

"Das ist besorgniserregend": Heimischer SPD-Abgeordneter wird von Corona-Leugnern bedroht

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Post © Foto: Andreas Zobe/NW

Minden-Lübbecke/Berlin. Nicht nur Wissenschaftlern schlägt bisweilen Hass von Corona-Leugnern und Impfskeptikern entgegen. Auch Politiker sind betroffen, manchmal wird aus Hass sogar eine handfeste Bedrohung. Damit musste auch der heimische Bundestagsabgeordnete Achim Post schon zurechtkommen.

Im Gespräch mit der Neuen Westfälischen erzählt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, wie er damit umgeht. Vor allem im vergangenen Jahr, als das Parlament über das Infektionsschutzgesetz beraten und anschließend abgestimmt hat, nahmen Bedrohungen zu. Es habe sogar eine "Todesliste" im Internet gegeben und "bei Telegram 250 Mordaufrufe gegen Journalisten, Ärzte und Politiker", so Post. Und weiter: "Das ist besorgniserregend und der Staat kann es sich nicht leisten, da zuzusehen." Auf die Frage, ob er selbst auch schon bedroht worden sei, antwortet Post eindeutig: "Ja."

Impfpflicht bis Ostern?

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Patrick Schwemmling

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Wenn es darum gehen wird, ob in Deutschland eine Impfpflicht gegen das Virus eingeführt werden soll, ist für Post klar, wie er stimmen wird: "Ich bin für eine Impfpflicht" so Post im NW-Gespräch. Jedoch sollte es vorher eine Diskussion darüber im Bundestag geben und auch eine Debatte darüber, welche Personengruppen von einer Impfpflicht betroffen wären. Post: "Ich denke, dass die Entscheidung bis Ostern fallen wird."

Post selbst hat übrigens Verständnis dafür, wenn Menschen in der Impflicht nicht das richtige Instrument zur Bekämpfung der Pandemie sehen würden: "Aber ich habe kein Verständnis für Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker."

Auch zur Protestaktion vor dem Privathaus der Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke Anfang Januar hat der SPD-Politiker eine klare Position: "Man muss demonstrieren können - vor Symbolorten wie Kreishaus, Landtag oder Bundestag. Aber nicht vor Privathäusern."

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