Das Rennen ist eröffnet: Ingo Ellerkamp ist SPD-Landratskandidat Henning Wandel Minden (mt). Mit Leib und Seele Mühlenkreisler, so beschreibt sich Ingo Ellerkamp (SPD) selbst. In einem Jahr könnte er das sogar von Amts wegen werden – wenn er die Wahl zum Landrat des Kreises Minden-Lübbecke gewinnt. Ins Rennen geht er dann als Kandidat der SPD. Der Kreisvorstand hatte sich am Dienstagabend für den 45-Jährigen ausgesprochen, das letzte Wort über die Nominierung hat am 15. November der Kreisparteitag. Die SPD hatte sich vor fast einem Jahr auf den Weg gemacht, einen neuen Kandidaten für das Spitzenamt im Kreishaus zu finden, nachdem der Amtsinhaber Dr. Ralf Niermann (SPD) eine erneute Kandidatur frühzeitig ausgeschlossen hatte. Dafür hatte der Kreisvorstand ein umfangreiches Profil erstellt: Gestaltungswille und Führungserfahrung sollte der Kandidat ebenso mitbringen wie Verwaltungswissen und sozialdemokratische Werte. Nicht zuletzt betonte der Kreisvorsitzende Michael Buhre die Bedeutung der Mühlenkreiskliniken. Der nächste Landrat solle die diesen Themenkomplex mit aufgreifen. Damit reagiert die SPD auch auf die Probleme, mit denen die Mühlenkreiskliniken zuletzt konfrontiert waren, allen voran der gescheiterte strukturelle Umbau des kreiseigenen Konzerns. Entsprechend deutlich bekennt sich Ellerkamp auf Nachfrage: An der öffentlichen Trägerschaft gebe es „kein Deuteln“. Ein möglichst kurzer Weg zum nächsten Krankenhaus bedeute Lebensqualität im ländlichen Raum, gleichzeitig gebe es eine immer weiter fortschreitende Spezialisierung. „Wir müssen alle Beteiligten ins Boot nehmen und darauf Antworten finden“, sagt Ellerkamp. Dabei stellt er indirekt auch die Rechtsform infrage: Für eine transparente politische Steuerung sei eine Anstalt des öffentlichen Rechts möglicherweise nicht optimal. Ingo Ellerkamp ist in Minden geboren und im niedersächsischen Uchte aufgewachen, knapp außerhalb des Mühlenkreises. Schon zur Schule ging es dann aber schon wieder zurück über die Grenze zum Gymnasium Petershagen. Nach dem Studium als Raumplaner in Dortmund kehrte Ellerkamp zurück und wohnt seitdem mit seiner Frau und drei Töchtern in Petershagen-Ilserheide. Zwischen 2001 und 2012 folgten einige Stationen in der Mindener Stadtverwaltung, bevor er als Baudezernent nach Lübbecke wechselte. Parteipolitisch war Ellekamp eher spätberufen. Erst mir 32 Jahren ist er 2006 in die SPD eingetreten und fand sich schon drei Jahre später als Bürgermeisterkandidat in Petershagen wieder, wo er gegen den jetzigen Amtsinhaber Dieter Blume (CDU) unterlag. Stattdessen sitzt Ellerkamp seitdem im Stadtrat, ist Vorsitzender der SPD-Fraktion und Ortsbürgermeister von Ilserheide. Bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten waren knapp 20 Namen im Gespräch. Wen die SPD außer Ellerkamp noch im Blick hatte, verrät Michale Buhre nicht. Klar ist aber, dass die Kreis-SPD auch einen Personalberater losgeschickt hat, um nach möglichen Bewerbern Ausschau zu halten. Mit Ellerkamp tritt jetzt jemand an, der auch die alten Differenzen zwischen den ehemaligen Altkreisen Minden und Lübbecke überwinden soll. Es spiele für ihn eine wesentliche Rolle, für den ganzen Kreis da zu sein. Bei der Frage nach seiner Meinung zur gerade im Westen des Mühlenkreises umstrittenen Multihalle bezieht er dennoch klar Stellung. Die Idee für eine solche Halle sei überzeugend, der Standort am Mindener Bahnhof ebenso. Und schließlich sei es nicht klug, jetzt 15 Millionen Euro in eine auch danach noch alte Halle zu investieren. Aber diese Entscheidung werde ja sicherlich vor der Kommunalwahl am 13. September fallen. Ellerkamps Aufgabe wäre das damit nicht. Auch nicht als Landrat. Mit wem er es im Wahlkampf zu tun haben wird, ist noch offen. Die CDU hat angekündigt, schon bald einen Kandidaten zu benennen.

Das Rennen ist eröffnet: Ingo Ellerkamp ist SPD-Landratskandidat

Ingo Ellerkamp (rechts)soll als Kandidat der SPD in die Landrats-Wahl ziehen. Der Kreisvorsitzende Michael Buhre hat Lübbecker Baudezernenten gestern offiziell vorgestellt. MT- © Foto: Alex Lehn

Minden (mt). Mit Leib und Seele Mühlenkreisler, so beschreibt sich Ingo Ellerkamp (SPD) selbst. In einem Jahr könnte er das sogar von Amts wegen werden – wenn er die Wahl zum Landrat des Kreises Minden-Lübbecke gewinnt. Ins Rennen geht er dann als Kandidat der SPD. Der Kreisvorstand hatte sich am Dienstagabend für den 45-Jährigen ausgesprochen, das letzte Wort über die Nominierung hat am 15. November der Kreisparteitag.

Die SPD hatte sich vor fast einem Jahr auf den Weg gemacht, einen neuen Kandidaten für das Spitzenamt im Kreishaus zu finden, nachdem der Amtsinhaber Dr. Ralf Niermann (SPD) eine erneute Kandidatur frühzeitig ausgeschlossen hatte. Dafür hatte der Kreisvorstand ein umfangreiches Profil erstellt: Gestaltungswille und Führungserfahrung sollte der Kandidat ebenso mitbringen wie Verwaltungswissen und sozialdemokratische Werte. Nicht zuletzt betonte der Kreisvorsitzende Michael Buhre die Bedeutung der Mühlenkreiskliniken. Der nächste Landrat solle die diesen Themenkomplex mit aufgreifen.

Damit reagiert die SPD auch auf die Probleme, mit denen die Mühlenkreiskliniken zuletzt konfrontiert waren, allen voran der gescheiterte strukturelle Umbau des kreiseigenen Konzerns. Entsprechend deutlich bekennt sich Ellerkamp auf Nachfrage: An der öffentlichen Trägerschaft gebe es „kein Deuteln“. Ein möglichst kurzer Weg zum nächsten Krankenhaus bedeute Lebensqualität im ländlichen Raum, gleichzeitig gebe es eine immer weiter fortschreitende Spezialisierung. „Wir müssen alle Beteiligten ins Boot nehmen und darauf Antworten finden“, sagt Ellerkamp. Dabei stellt er indirekt auch die Rechtsform infrage: Für eine transparente politische Steuerung sei eine Anstalt des öffentlichen Rechts möglicherweise nicht optimal.

Ingo Ellerkamp ist in Minden geboren und im niedersächsischen Uchte aufgewachen, knapp außerhalb des Mühlenkreises. Schon zur Schule ging es dann aber schon wieder zurück über die Grenze zum Gymnasium Petershagen. Nach dem Studium als Raumplaner in Dortmund kehrte Ellerkamp zurück und wohnt seitdem mit seiner Frau und drei Töchtern in Petershagen-Ilserheide. Zwischen 2001 und 2012 folgten einige Stationen in der Mindener Stadtverwaltung, bevor er als Baudezernent nach Lübbecke wechselte.

Parteipolitisch war Ellekamp eher spätberufen. Erst mir 32 Jahren ist er 2006 in die SPD eingetreten und fand sich schon drei Jahre später als Bürgermeisterkandidat in Petershagen wieder, wo er gegen den jetzigen Amtsinhaber Dieter Blume (CDU) unterlag. Stattdessen sitzt Ellerkamp seitdem im Stadtrat, ist Vorsitzender der SPD-Fraktion und Ortsbürgermeister von Ilserheide.

Bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten waren knapp 20 Namen im Gespräch. Wen die SPD außer Ellerkamp noch im Blick hatte, verrät Michale Buhre nicht. Klar ist aber, dass die Kreis-SPD auch einen Personalberater losgeschickt hat, um nach möglichen Bewerbern Ausschau zu halten.

Mit Ellerkamp tritt jetzt jemand an, der auch die alten Differenzen zwischen den ehemaligen Altkreisen Minden und Lübbecke überwinden soll. Es spiele für ihn eine wesentliche Rolle, für den ganzen Kreis da zu sein. Bei der Frage nach seiner Meinung zur gerade im Westen des Mühlenkreises umstrittenen Multihalle bezieht er dennoch klar Stellung. Die Idee für eine solche Halle sei überzeugend, der Standort am Mindener Bahnhof ebenso. Und schließlich sei es nicht klug, jetzt 15 Millionen Euro in eine auch danach noch alte Halle zu investieren. Aber diese Entscheidung werde ja sicherlich vor der Kommunalwahl am 13. September fallen. Ellerkamps Aufgabe wäre das damit nicht. Auch nicht als Landrat. Mit wem er es im Wahlkampf zu tun haben wird, ist noch offen. Die CDU hat angekündigt, schon bald einen Kandidaten zu benennen.

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