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Corona-Zahlen im Kreis steigen weiter an: Inzidenzwert überschreitet 35er-Marke Minden (mt/ps). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke ist auch in den letzten 24 Stunden weiter angestiegen und liegt aktuell bei 37,69. Diesen Wert wird auch das Landeszentrum Gesundheit LZG ab Samstag offiziell führen. Aufgrund einer verzögerten Berechnung ist er dort niedriger. Grund für den Inzidenz-Anstieg ist abermals die hohe Zahl an Neuinfektionen. Von Donnerstag auf Freitag sind deren 30 hinzugekommen, wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge am heutigen Freitag mitteilt. Insgesamt gab es in den vergangenen sieben Tagen im Kreisgebiet 117 Neuinfektionen. Um die 7-Tages-Inzidenz zu berechnen, addiert man die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage zusammen und teilt anschließend durch die Zahl der Einwohner. Im Kreis Minden-Lübbecke sind das 310.409 Einwohner. Zum Schluss multipliziert man die Zahl mit 100.000. Hier die aktuelle Rechnung für den Kreis Minden-Lübbecke anhand der vom Kreis bereitgestellten Zahlen: 30 (23.10.) + 32 (22.10.) + 11 (21.10.) + 10 (20.10.) + 34 (19.10.) + 0 (18.10.) + 0 (17.10.) = 117 117 / 310.409 x 100.000 = 37,69 Wie Ohnesorge weiter mitteilt, bereitet sich der Krisenstab des Kreises aktuell darauf vor, dass auch im Kreisgebiet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Wocheninzidenz) den ersten Grenzwert von 35 überschreiten könnte. In ganz NRW gilt hierfür rechtlich verbindlich und damit maßgeblich für weitere Maßnahmen der Wocheninzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit LZG. „Wir verfolgen die Lage aufmerksam und werden umgehend informieren, sobald dieser Wert erreicht wird", sagt der stellvertretende Krisenstabsleiter Hans-Joerg Deichholz. Die wesentlichen Maßnahmen, die dann auf den Kreis zukommen werden, sind vom Land NRW bereits festgelegt. Zurzeit prüft der Krisenstab, ob – wie in vielen anderen Kreisen bereits geschehen – auch im Kreis Minden-Lübbecke weitere zusätzliche Maßnahmen angeordnet werden sollten. Die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt sind ohnehin an allen Wochenenden im Einsatz und der Krisenstab wird sich ebenfalls am Wochenende bereithalten. Das Land NRW spricht bei einem Inzidenz-Wert von mehr als 35 von einer sogenannten "Gefährdungsstufe 1". Diese Regelungen würden dann in Kraft treten: Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 1.000 Personen sind unzulässig. An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen Die Maskenpflicht gilt auch am Sitz- oder Stehplatz bei Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauer bei Sportveranstaltungen. Die Maskenpflicht gilt auch in regelmäßig stark frequentierten Außenbereichen wie Fußgängerzonen, in denen der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Wo genau das vor Ort ist, legen die Kommunen ausdrücklich fest. Die Kommunen können in Abstimmung mit dem Landeszentrum Gesundheit, dem Gesundheitsministerium und der Bezirksregierung weitere Schutzmaßnahmen wie eine Sperrstunde für gastronomische Einrichtungen anordnen. Das Gesundheitsamt des Kreises hat am Freitag neben den 30 Neuinfektionen 13 weitere abgeschlossen Fälle gemeldet. Damit ist die Zahl der aktiven Fälle um 17 auf 178 gestiegen. Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge mitteilt, gibt es kreisweit nun 1182 laborbestätigte Fälle, davon gelten 1004 als abgeschlossen. 16 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben, sie werden in die abgeschlossenen Fälle eingerechnet. Am Dienstag war ein 66-jähriger Mann aus Petershagen verstorben. In den letzten 24 Stunden gab es in folgenden Städten und Gemeinden Neuinfektionen: Bad Oeynhauen (9), Minden (8), Espelkamp (3), Pr. Oldendorf, Hüllhorst, Rahden, Lübbecke (je 2), Porta Westfalica und Stemwede (je 1). Darüber hinaus teilt Ohnesorge mit, dass sich aktuell sieben nachgewiesene Fälle in stationärer Behandlung im Johannes Wesling Klinikum Minden befinden. Sie werden alle auf der Isolierstation behandelt. Ein Patient ist in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen. Hinweis zur 7-Tages-Inzidenz: Unser errechneter Wert weicht von dem des Robert-Koch-Instituts, bzw. des Landeszentrums Gesundheit NRW ab. Das liegt an den langen Meldewegen. Die Zahlen, die der Kreis veröffentlicht, fließen erst am Folgetag (möglicherweise auch noch in korrigierter Form) in die Statistik des LZGs und damit in die des RKIs ein. Radio Westfalica und das Mindener Tageblatt errechnen die 7-Tage-Inzidenz im selben, korrekten Verfahren und kommen deshalb auf identische Werte.

Corona-Zahlen im Kreis steigen weiter an: Inzidenzwert überschreitet 35er-Marke

Symbolfoto: MT-Archiv

Minden (mt/ps). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke ist auch in den letzten 24 Stunden weiter angestiegen und liegt aktuell bei 37,69. Diesen Wert wird auch das Landeszentrum Gesundheit LZG ab Samstag offiziell führen. Aufgrund einer verzögerten Berechnung ist er dort niedriger. Grund für den Inzidenz-Anstieg ist abermals die hohe Zahl an Neuinfektionen. Von Donnerstag auf Freitag sind deren 30 hinzugekommen, wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge am heutigen Freitag mitteilt. Insgesamt gab es in den vergangenen sieben Tagen im Kreisgebiet 117 Neuinfektionen.

Um die 7-Tages-Inzidenz zu berechnen, addiert man die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage zusammen und teilt anschließend durch die Zahl der Einwohner. Im Kreis Minden-Lübbecke sind das 310.409 Einwohner. Zum Schluss multipliziert man die Zahl mit 100.000.

Hier die aktuelle Rechnung für den Kreis Minden-Lübbecke anhand der vom Kreis bereitgestellten Zahlen:

30 (23.10.) + 32 (22.10.) + 11 (21.10.) + 10 (20.10.) + 34 (19.10.) + 0 (18.10.) + 0 (17.10.) = 117

117 / 310.409 x 100.000 = 37,69

Wie Ohnesorge weiter mitteilt, bereitet sich der Krisenstab des Kreises aktuell darauf vor, dass auch im Kreisgebiet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Wocheninzidenz) den ersten Grenzwert von 35 überschreiten könnte. In ganz NRW gilt hierfür rechtlich verbindlich und damit maßgeblich für weitere Maßnahmen der Wocheninzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit LZG.

„Wir verfolgen die Lage aufmerksam und werden umgehend informieren, sobald dieser Wert erreicht wird", sagt der stellvertretende Krisenstabsleiter Hans-Joerg Deichholz. Die wesentlichen Maßnahmen, die dann auf den Kreis zukommen werden, sind vom Land NRW bereits festgelegt. Zurzeit prüft der Krisenstab, ob – wie in vielen anderen Kreisen bereits geschehen – auch im Kreis Minden-Lübbecke weitere zusätzliche Maßnahmen angeordnet werden sollten. Die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt sind ohnehin an allen Wochenenden im Einsatz und der Krisenstab wird sich ebenfalls am Wochenende bereithalten.

Das Land NRW spricht bei einem Inzidenz-Wert von mehr als 35 von einer sogenannten "Gefährdungsstufe 1". Diese Regelungen würden dann in Kraft treten:

  • Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 1.000 Personen sind unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen
  • Die Maskenpflicht gilt auch am Sitz- oder Stehplatz bei Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauer bei Sportveranstaltungen.
  • Die Maskenpflicht gilt auch in regelmäßig stark frequentierten Außenbereichen wie Fußgängerzonen, in denen der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Wo genau das vor Ort ist, legen die Kommunen ausdrücklich fest.
  • Die Kommunen können in Abstimmung mit dem Landeszentrum Gesundheit, dem Gesundheitsministerium und der Bezirksregierung weitere Schutzmaßnahmen wie eine Sperrstunde für gastronomische Einrichtungen anordnen.

Das Gesundheitsamt des Kreises hat am Freitag neben den 30 Neuinfektionen 13 weitere abgeschlossen Fälle gemeldet. Damit ist die Zahl der aktiven Fälle um 17 auf 178 gestiegen. Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge mitteilt, gibt es kreisweit nun 1182 laborbestätigte Fälle, davon gelten 1004 als abgeschlossen. 16 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben, sie werden in die abgeschlossenen Fälle eingerechnet. Am Dienstag war ein 66-jähriger Mann aus Petershagen verstorben.

In den letzten 24 Stunden gab es in folgenden Städten und Gemeinden Neuinfektionen: Bad Oeynhauen (9), Minden (8), Espelkamp (3), Pr. Oldendorf, Hüllhorst, Rahden, Lübbecke (je 2), Porta Westfalica und Stemwede (je 1).

Darüber hinaus teilt Ohnesorge mit, dass sich aktuell sieben nachgewiesene Fälle in stationärer Behandlung im Johannes Wesling Klinikum Minden befinden. Sie werden alle auf der Isolierstation behandelt. Ein Patient ist in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen.

Hinweis zur 7-Tages-Inzidenz:

Unser errechneter Wert weicht von dem des Robert-Koch-Instituts, bzw. des Landeszentrums Gesundheit NRW ab. Das liegt an den langen Meldewegen. Die Zahlen, die der Kreis veröffentlicht, fließen erst am Folgetag (möglicherweise auch noch in korrigierter Form) in die Statistik des LZGs und damit in die des RKIs ein. Radio Westfalica und das Mindener Tageblatt errechnen die 7-Tage-Inzidenz im selben, korrekten Verfahren und kommen deshalb auf identische Werte.

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