Corona-Virus im Mühlenkreis: Mehr als 100 Menschen im Krankenhaus, drei weitere Todesopfer Minden (mt/mre). 105 Menschen aus dem Kreis Minden-Lübbecke müssen aufgrund einer Corona-Erkrankung stationär behandelt werden - ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Donnerstag lag die Zahl noch bei 95. Die Zahl der Todesopfer in Folge der Pandemie ist unterdessen auf 126 gestiegen. Wie Kreis-Sprecherin Mirjana Lenz mitteilte, handelt es sich dabei um einen 62-Jährigen aus Minden sowie um einen 72-Jährigen und 74-Jährigen aus Porta Westfalica. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut MT-Berechnungen bei 182,7 (Donnerstag: 167,2). Aufgrund der wenigen Testungen vor einer Woche (Neujahrstag und das darauf folgende Wochenende) ist aber davon auszugehen, dass dieser Wert in den kommenden Tagen tendenziell eher ansteigt. Irritationen gab es zunächst wegen eines vermeintlichen Rückgangs der Sieben-Tage-Inzidenz von 44,7 Punkten auf 123,1 laut des Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen. Was wie ein Lichtblick wirkte, entpuppte sich als Datenpanne. "Die Zahl stimmt nicht", erklärte Kreissozialdezernent Hans-Joerg Deichholz: "Die 141 Neuinfektionen, die wir am Donnerstag an das Landesgesundheitszentrum gemeldet haben, wurden in die Statistik des RKI nicht aufgenommen." Insgesamt haben sich inzwischen 7.977 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, wovon 6.186 Menschen als genesen gelten. Dementsprechend gibt es im Kreis Minden-Lübbecke derzeit 1.665 aktive Fälle. An den drei Standorten der Mühlenkreiskliniken sowie im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen werden aktuell 105 Menschen behandelt. Elf Covid-Patienten liegen auf der Mindener Intensivstation, vier davon werden invasiv beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum werden 13 Patienten intensivmedizinisch behandelt. Größere Ausbruchsgeschehen gibt es laut Auskunft von Sabine Ohnesorge derzeit in Einrichtungen in Porta Westfalica, in Lübbecke auch im Krankenhaus, in der Weser-Residenz in Petershagen, Pr. Oldendorf, Minden und in Rahden/Pr. Ströhen. Die Allgemeinverfügung des Kreises Minden-Lübbecke tritt am 11. Januar außer Kraft. Nach Rücksprache des Krisenstabs mit dem zuständigen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW können neue Regelungen erst getroffen werden, wenn der Inzidenzwert über 200 liegt. In einem solchen Fall müssten die zu treffenden Maßnahmen wieder mit dem Ministerium abgestimmt werden.

Corona-Virus im Mühlenkreis: Mehr als 100 Menschen im Krankenhaus, drei weitere Todesopfer

Foto: © MT-Archiv

Minden (mt/mre). 105 Menschen aus dem Kreis Minden-Lübbecke müssen aufgrund einer Corona-Erkrankung stationär behandelt werden - ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Donnerstag lag die Zahl noch bei 95. Die Zahl der Todesopfer in Folge der Pandemie ist unterdessen auf 126 gestiegen. Wie Kreis-Sprecherin Mirjana Lenz mitteilte, handelt es sich dabei um einen 62-Jährigen aus Minden sowie um einen 72-Jährigen und 74-Jährigen aus Porta Westfalica.

Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut MT-Berechnungen bei 182,7 (Donnerstag: 167,2). Aufgrund der wenigen Testungen vor einer Woche (Neujahrstag und das darauf folgende Wochenende) ist aber davon auszugehen, dass dieser Wert in den kommenden Tagen tendenziell eher ansteigt. Irritationen gab es zunächst wegen eines vermeintlichen Rückgangs der Sieben-Tage-Inzidenz von 44,7 Punkten auf 123,1 laut des Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen. Was wie ein Lichtblick wirkte, entpuppte sich als Datenpanne. "Die Zahl stimmt nicht", erklärte Kreissozialdezernent Hans-Joerg Deichholz: "Die 141 Neuinfektionen, die wir am Donnerstag an das Landesgesundheitszentrum gemeldet haben, wurden in die Statistik des RKI nicht aufgenommen."

Insgesamt haben sich inzwischen 7.977 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, wovon 6.186 Menschen als genesen gelten. Dementsprechend gibt es im Kreis Minden-Lübbecke derzeit 1.665 aktive Fälle.

An den drei Standorten der Mühlenkreiskliniken sowie im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen werden aktuell 105 Menschen behandelt. Elf Covid-Patienten liegen auf der Mindener Intensivstation, vier davon werden invasiv beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum werden 13 Patienten intensivmedizinisch behandelt.

Größere Ausbruchsgeschehen gibt es laut Auskunft von Sabine Ohnesorge derzeit in Einrichtungen in Porta Westfalica, in Lübbecke auch im Krankenhaus, in der Weser-Residenz in Petershagen, Pr. Oldendorf, Minden und in Rahden/Pr. Ströhen.

Die Allgemeinverfügung des Kreises Minden-Lübbecke tritt am 11. Januar außer Kraft. Nach Rücksprache des Krisenstabs mit dem zuständigen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW können neue Regelungen erst getroffen werden, wenn der Inzidenzwert über 200 liegt. In einem solchen Fall müssten die zu treffenden Maßnahmen wieder mit dem Ministerium abgestimmt werden.

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