CDU präsentiert Anna Katharina Bölling als Bewerberin für das Amt der Landrätin in Minden-Lübbecke Monika Jäger Minden (mt). Jung, weiblich, in vielen Bereichen von Politik und Verwaltung erfahren und Ostwestfälin mit Leib und Seele sollte die ideale Kandidatin der Minden-Lübbecker CDU für das Amt der Landrätin des Kreises sein. Anna Katharina Bölling (39) bringe all das mit, sagte CDU-Kreisvorsitzende Kirstin Korte sichtlich zufrieden am Dienstagvormittag: „Ich freue mich, dass wir eine kompetente Frau anbieten können.“ Am Montagabend zuvor hatten die Kreistagsfraktion und der geschäftsführende Vorstand einstimmig entschieden, die in Bad Oeynhausen geborene Mindenerin der CDU-Vertreterversammlung als Kandidatin zu empfehlen. Die Vertreter kommen im Frühjahr zusammen. Bölling erzählt schnörkellos und klar aus ihrem beruflichen und politischen Werdegang; vor ihr weder Manuskript noch Notizzettel. Ihr Leben sei eines in Bewegung, sagt sie zum Einstieg – mit dem Slogan einer Mindener Firma, „weltweit und in Minden zuhause“ habe sie sich immer identifiziert. Bewusst habe sie sich immer wieder für Veränderungen entschieden, nach dem Abi am Ratsgymnasium (1999) studierte sie in Bonn Politik und Geschichte. In diese Zeit fiel auch ihr Eintritt in die CDU, damals vor allem aus außenpolitischen Gründen – wegen Helmut Kohl, wegen Europa. Ihr Berufsziel: Diplomatin. „Raus in die Welt und rumkommen, das ist mein Ding“, hat sie damals gedacht. Und habe dann immer wieder auch feststellen müssen: ihr Herz zog sie nach Minden zurück. Hier lebt sie heute mit Mann und Hund. Sie ist Vegetarierin, in Vereinen wie dem SV 1860 Minden aktiv, hat Trainerlizenzen für Pilates und Group Fitness und geht als „Draußenmensch“ gern joggen, radeln oder mit dem adoptierten rumänischen Straßenhund. All diese Infos zur Person erwähnt sie wie nebenbei. Die Ansage ist klar: Ja, sie ist jung, sie ist Frau und steht mitten im Leben, und sie hat trotzdem eine vielseitige berufliche Karriere geschafft. Für die Konrad-Adenauer-Stiftung hat sie vier Jahre unter anderem in Warschau (Polen) und Zagreb (Kroatien) gearbeitet und leitete dann zwei Jahre im Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart das Förderprogramm „Deutsche Minderheiten“. Sie spricht mehrere Sprachen – doch im schwäbischen Stuttgart wurde sie nicht heimisch. Sie wollte näher an Minden, in eine Stadt, wo man mit der Bahn hinkommt – das wurde dann Bremen, wo sie mehr als fünf Jahre Referentin mit einem breiten Portfolio von Sozialem über Gesundheit bis Europa war. Seit Mai 2017 arbeitet sie als Sozialdezernentin beim Landkreis Uelzen. „Der Kreis Minden-Lübbecke braucht eine gute Führungspersönlichkeit, die auf Menschen zugeht und Probleme vorausschauend anpackt“, sagt sie, und es sei ihr wichtig, bei allem, was komme, die Menschen mitzunehmen. Hochwertige Gesundheitsversorgung in der Fläche ohne Aufgeben von Standorten, auch das sei für sie aus der Außensicht nötig. Wie das konkret gehen kann, werde sie beurteilen, wenn sie mit den Menschen dort ins Gespräch gekommen sei. Ausgleich zwischen den unterschiedlichsten Interessen der Kreis-Kommunen, auch das sei ein großes Thema, und auch das könne nur durch Kommunikation erreicht werden. Gemeinsam Ziele verfolgen und dennoch die persönlichen Stärken einbringen sei der Weg, auch im Kommunalen. Ihre weiteren Themen: Digitalisierung, Fachkräfte für die Kliniken und die Kreisverwaltung gewinnen, und vor allem aktiv sein gegen Klimawandel – „das muss ja bei jedem Menschen selber anfangen.“ Und die Kampa-Halle? Da springt Korte ein. Das Thema müsse bis zur Wahl entschieden sein. „Altlasten wie diese sollte weder ein Landrats-Nachfolger noch der nächste Kreistag tragen müssen.“ Bölling wurde nach dem SPD-Mann Ingo Ellerkamp als zweite Person von einer Partei für das Landratsamt benannt.

CDU präsentiert Anna Katharina Bölling als Bewerberin für das Amt der Landrätin in Minden-Lübbecke

Anna Katharina Bölling, Landrats-Bewerberin der CDU (l.), mit der CDU-Kreisvorsitzenden Kirstin Korte. © Alex Lehn

Minden (mt). Jung, weiblich, in vielen Bereichen von Politik und Verwaltung erfahren und Ostwestfälin mit Leib und Seele sollte die ideale Kandidatin der Minden-Lübbecker CDU für das Amt der Landrätin des Kreises sein. Anna Katharina Bölling (39) bringe all das mit, sagte CDU-Kreisvorsitzende Kirstin Korte sichtlich zufrieden am Dienstagvormittag: „Ich freue mich, dass wir eine kompetente Frau anbieten können.“ Am Montagabend zuvor hatten die Kreistagsfraktion und der geschäftsführende Vorstand einstimmig entschieden, die in Bad Oeynhausen geborene Mindenerin der CDU-Vertreterversammlung als Kandidatin zu empfehlen. Die Vertreter kommen im Frühjahr zusammen.

Bölling erzählt schnörkellos und klar aus ihrem beruflichen und politischen Werdegang; vor ihr weder Manuskript noch Notizzettel. Ihr Leben sei eines in Bewegung, sagt sie zum Einstieg – mit dem Slogan einer Mindener Firma, „weltweit und in Minden zuhause“ habe sie sich immer identifiziert. Bewusst habe sie sich immer wieder für Veränderungen entschieden, nach dem Abi am Ratsgymnasium (1999) studierte sie in Bonn Politik und Geschichte. In diese Zeit fiel auch ihr Eintritt in die CDU, damals vor allem aus außenpolitischen Gründen – wegen Helmut Kohl, wegen Europa. Ihr Berufsziel: Diplomatin. „Raus in die Welt und rumkommen, das ist mein Ding“, hat sie damals gedacht. Und habe dann immer wieder auch feststellen müssen: ihr Herz zog sie nach Minden zurück. Hier lebt sie heute mit Mann und Hund. Sie ist Vegetarierin, in Vereinen wie dem SV 1860 Minden aktiv, hat Trainerlizenzen für Pilates und Group Fitness und geht als „Draußenmensch“ gern joggen, radeln oder mit dem adoptierten rumänischen Straßenhund. All diese Infos zur Person erwähnt sie wie nebenbei. Die Ansage ist klar: Ja, sie ist jung, sie ist Frau und steht mitten im Leben, und sie hat trotzdem eine vielseitige berufliche Karriere geschafft.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung hat sie vier Jahre unter anderem in Warschau (Polen) und Zagreb (Kroatien) gearbeitet und leitete dann zwei Jahre im Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart das Förderprogramm „Deutsche Minderheiten“. Sie spricht mehrere Sprachen – doch im schwäbischen Stuttgart wurde sie nicht heimisch. Sie wollte näher an Minden, in eine Stadt, wo man mit der Bahn hinkommt – das wurde dann Bremen, wo sie mehr als fünf Jahre Referentin mit einem breiten Portfolio von Sozialem über Gesundheit bis Europa war. Seit Mai 2017 arbeitet sie als Sozialdezernentin beim Landkreis Uelzen.

„Der Kreis Minden-Lübbecke braucht eine gute Führungspersönlichkeit, die auf Menschen zugeht und Probleme vorausschauend anpackt“, sagt sie, und es sei ihr wichtig, bei allem, was komme, die Menschen mitzunehmen. Hochwertige Gesundheitsversorgung in der Fläche ohne Aufgeben von Standorten, auch das sei für sie aus der Außensicht nötig. Wie das konkret gehen kann, werde sie beurteilen, wenn sie mit den Menschen dort ins Gespräch gekommen sei.

Ausgleich zwischen den unterschiedlichsten Interessen der Kreis-Kommunen, auch das sei ein großes Thema, und auch das könne nur durch Kommunikation erreicht werden. Gemeinsam Ziele verfolgen und dennoch die persönlichen Stärken einbringen sei der Weg, auch im Kommunalen. Ihre weiteren Themen: Digitalisierung, Fachkräfte für die Kliniken und die Kreisverwaltung gewinnen, und vor allem aktiv sein gegen Klimawandel – „das muss ja bei jedem Menschen selber anfangen.“ Und die Kampa-Halle? Da springt Korte ein. Das Thema müsse bis zur Wahl entschieden sein. „Altlasten wie diese sollte weder ein Landrats-Nachfolger noch der nächste Kreistag tragen müssen.“

Bölling wurde nach dem SPD-Mann Ingo Ellerkamp als zweite Person von einer Partei für das Landratsamt benannt.

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