Burger, Bowls und Baklava: Neue Restaurants für die Mindener Innenstadt Patrick Schwemling Minden. Zum Ende des Jahres kommt noch einmal Bewegung in die Mindener Innenstadt, in der es gleich vier Leerstände weniger gibt. In die zuletzt ungenutzten Räumlichkeiten sind ausschließlich Gastronomen gezogen, die dabei verschiedenste Küchen und Konzepte bedienen. Das MT hat mit den Inhabern gesprochen und liefert einen Überblick, was die Menschen der Region Neues erwartet. BurgerMe Bereits am Dienstag begrüßte der Schnellimbiss „Burgerme" die ersten Gäste am Wesertor. Nach langen Monaten des Wartens auf Genehmigungen, Handwerker und Material ist die Herforderin Samar Sudmeier erleichtert, dass es endlich losgehen konnte. „Wir setzten vor allem auf unseren Lieferdienst", erklärt die 40-jährige Inhaberin mit Blick auf die lediglich acht Sitzplätze im Innenbereich des komplett renovierten Imbisses. So würden im Schnitt 80 Prozent der Bestellungen der Fast-Food-Kette außer Haus geliefert. „In der ersten Woche pendeln wir uns aber erst einmal vor Ort ein und bieten nur Abholung an", so Sudmeier. Ab kommender Woche sollen die Lieferanten dann in Minden unterwegs sein – ausschließlich auf E-Bikes und in einem Umkreis von maximal drei Kilometern: „Dauert die Lieferung mehr als 30 Minuten, gibt es einen Gutschein als Entschädigung." Wie es der Name schon sagt, gibt es in dem Imbiss am Wesertor vor allem Burger, insgesamt mehr als 20 verschiedene Varianten zwischen fünf und neun Euro. „Wir haben auch vegetarische und vegane Burger, dazu Salate und Milchshakes", sagt die Inhaberin, die zuvor viel Erfahrung in der Gastronomie gesammelt hat, ehe sie nun den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Ihr zur Seite steht Bruder Muhammed, der als Betriebsleiter angestellt ist. „Wir sind also ein kleiner Familienbetrieb", beschreibt Sudmeier, die etwa zehn Personen beschäftigt, den Imbiss. „Burgerme" ist eine Systemgastronomie-Kette aus München und wurde nach eigenen Angaben 2010 gegründet. Inzwischen gehören laut der Internetseite mehr als 100 Lokale in ganz Deutschland zum Unternehmen. In OWL ist die Kette auch in Herford, Gütersloh und Bielefeld aktiv. Mavi „Es ist mein letztes Baby", sagt Nurgül Balcioglu mit einem Lachen. Viele Jahre hat die Mindenerin, die aus der Türkei stammt, in verschiedensten Restaurants gearbeitet, ihre drei inzwischen erwachsenen Kinder großgezogen, und immer von einem eigenen Lokal geträumt. „Jetzt habe ich mir diesen Wunsch erfüllt", sagt die Frau über ihren künftigen Laden „Mavi" an der Hufschmiede. Tatkräftige Unterstützung bekam sie von ihrem Mann und den Kindern, die inzwischen in anderen Städten leben: „Es gab viele Videokonferenzen, in denen wir alles besprochen haben." So habe ihre Tochter als ehemalige BWL-Studentin den Business-Plan geschrieben, die Söhne ihre Expertise eingebracht und ihr Mann sich um die Renovierung des künftigen Ladenlokals gekümmert. „Da sind wir gerade in der Endphase", sagt Balcioglu und hofft, dass sie in ein paar Wochen eröffnen kann. „Eigentlich wollte ich schon weiter sein, aber die Genehmigungen und Lieferungen verzögerten sich. Ich hoffe jetzt auf Mitte bis Ende November, es kann aber auch Anfang Dezember werden", sagt die Frau, die bald türkische Köstlichkeiten in der Innenstadt anbieten wird – und dabei spricht sie nicht von Döner, Dürüm oder Lahmacun. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Mavi 🧿 (@mavi.minden) So liegt ihr Schwerpunkt auf traditionellen Frühstücksgerichten wie zum Beispiel Menemen oder Gözleme. „Bei Menemen handelt es sich um eine Eierspeise mit Tomaten, Paprika, die vegetarisch oder mit Wurst zubereitet werden kann. Gözleme sind dünne Teigbrote, die mit verschiedensten Zutaten gefüllt werden können", erklärt Balcioglu einen kleinen Teil der Speisen, die sie künftig servieren will. „Das türkische Frühstück ist deftig, es geht in Richtung Brunch", sagt sie. Deswegen werde sie dies auch während der gesamten Öffnungszeiten, geplant sind aktuell Dienstag bis Samstag von 8 bis 16 Uhr, anbieten. Darüber hinaus soll es aber auch wechselnde Mittagsgerichte inklusive einer Tagessuppe geben, aber auch türkischen Tee, Mokka und Kuchen. „Ich koche und backe für mein Leben gern und verliere mich teilweise dabei", sagt die Mindenerin, die für das „Mavi" sogar noch eine Prüfung abgelegt hat, damit sie ihre Waren auch außer Haus verkaufen kann. „Das liegt auch daran, dass ich nahezu alles, also auch die Teigwaren, selbst herstellen werde", kündigt Balcioglu an. Dafür will sie zum größten Teil regionale Produkte nutzen. „Das Mehl werde ich beispielsweise von einer Mühle aus Porta beziehen". Mavi ist übrigens ein türkisches Wort, das übersetzt blau bedeutet. „Die Farbe verbinde ich mit dem Meer, mit Urlaub, mit Gelassenheit. Und genau dafür soll mein Laden stehen. Es soll ein gemütlicher Treffpunkt werden." Mia Sushi Nicht mehr lange warten müssen die Mindener Sushi Fans, denn bereits am heutigen Samstag eröffnet „Mia Sushi" um 11 Uhr an der Martinitreppe. Dort wo zuletzt die Pasta-Bar angesiedelt war, wird es künftig die beliebten japanischen Reisröllchen geben. „Neben Sushi gibt es bei uns auch vietnamesische Spezialitäten wie Bun und Banh My", erklärt Inhaberin Giang Bui, die ursprünglich aus Vietnam stammt und nun von Oldenburg nach Minden gezogen ist, um zusammen mit ihrer Familie das kleine Restaurant in der Innenstadt zu eröffnen. Ihr Mann fungiert dabei als Koch und ist laut ihrer Aussage ein „Sushi-Meister". Neben einem Lieferservice finden 28 Gäste in dem kleinen Lokal Platz und können dort an sechs Tagen der Woche – bis auf Dienstag – essen gehen. Zu den verschiedenen Rollen bietet das Restaurant auch vorgefertigte Sets an. Dazu wird es auch ein Sushi-Buffet nach dem Motto „All you can eat" geben. „Außerdem haben wir auch einen Partyservice, um individuelle Wünsche umzusetzen", sagt Giang Bui, die der Eröffnung schon entgegenfiebert: „Ich bin gespannt, wie unser Essen in Minden angenommen wird." Pizzeria zieht in die Räume von Fleischerei Geier Rund zwei Jahre nachdem „Fleischerei Geier" an der Königstraße in der Mindener Altstadt schloss, gehört der dortige Leerstand bald der Vergangenheit an. Die Pizzeria „Blizzeria" zieht in die Räumlichkeiten der ehemaligen Fleischerei. Aktuell wird dort in den Innenräumen noch kräftig renoviert, ehe bereits in drei bis vier Wochen eröffnet werden soll, wie der künftige Inhaber im MT-Gespräch mitteilt. Bei „Blizzeria" handelt es sich um eine Pizza-Kette, die neben dem künftigen Standort in Minden 14 weitere Schnellrestaurants in der gesamten Bundesrepublik betreibt. Neben der klassischen Pizza sollen auch Burger, Salate und Pastagerichte angeboten werden.

Burger, Bowls und Baklava: Neue Restaurants für die Mindener Innenstadt

Geschäftsführerin Samar Sudmeier freut sich zusammen mit ihrem Bruder Muhammed Taha, der als Betriebsleiter fungiert, über die Eröffnung ihres Imbisses am Wesertor. MT-Fotos: Patrick Schwemling

Minden. Zum Ende des Jahres kommt noch einmal Bewegung in die Mindener Innenstadt, in der es gleich vier Leerstände weniger gibt. In die zuletzt ungenutzten Räumlichkeiten sind ausschließlich Gastronomen gezogen, die dabei verschiedenste Küchen und Konzepte bedienen. Das MT hat mit den Inhabern gesprochen und liefert einen Überblick, was die Menschen der Region Neues erwartet.

BurgerMe

Bereits am Dienstag begrüßte der Schnellimbiss „Burgerme" die ersten Gäste am Wesertor. Nach langen Monaten des Wartens auf Genehmigungen, Handwerker und Material ist die Herforderin Samar Sudmeier erleichtert, dass es endlich losgehen konnte. „Wir setzten vor allem auf unseren Lieferdienst", erklärt die 40-jährige Inhaberin mit Blick auf die lediglich acht Sitzplätze im Innenbereich des komplett renovierten Imbisses. So würden im Schnitt 80 Prozent der Bestellungen der Fast-Food-Kette außer Haus geliefert. „In der ersten Woche pendeln wir uns aber erst einmal vor Ort ein und bieten nur Abholung an", so Sudmeier. Ab kommender Woche sollen die Lieferanten dann in Minden unterwegs sein – ausschließlich auf E-Bikes und in einem Umkreis von maximal drei Kilometern: „Dauert die Lieferung mehr als 30 Minuten, gibt es einen Gutschein als Entschädigung."

Malina Reckordt

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Wie es der Name schon sagt, gibt es in dem Imbiss am Wesertor vor allem Burger, insgesamt mehr als 20 verschiedene Varianten zwischen fünf und neun Euro. „Wir haben auch vegetarische und vegane Burger, dazu Salate und Milchshakes", sagt die Inhaberin, die zuvor viel Erfahrung in der Gastronomie gesammelt hat, ehe sie nun den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Ihr zur Seite steht Bruder Muhammed, der als Betriebsleiter angestellt ist. „Wir sind also ein kleiner Familienbetrieb", beschreibt Sudmeier, die etwa zehn Personen beschäftigt, den Imbiss.

„Burgerme" ist eine Systemgastronomie-Kette aus München und wurde nach eigenen Angaben 2010 gegründet. Inzwischen gehören laut der Internetseite mehr als 100 Lokale in ganz Deutschland zum Unternehmen. In OWL ist die Kette auch in Herford, Gütersloh und Bielefeld aktiv.

Nurgül Balcioglu eröffnet ihr Lokal „Mavi“ in den Räumen des ehemaligen „Kleinod“ an der Hufschmiede. - © Patrick Schwemling
Nurgül Balcioglu eröffnet ihr Lokal „Mavi“ in den Räumen des ehemaligen „Kleinod“ an der Hufschmiede. - © Patrick Schwemling

Mavi

„Es ist mein letztes Baby", sagt Nurgül Balcioglu mit einem Lachen. Viele Jahre hat die Mindenerin, die aus der Türkei stammt, in verschiedensten Restaurants gearbeitet, ihre drei inzwischen erwachsenen Kinder großgezogen, und immer von einem eigenen Lokal geträumt. „Jetzt habe ich mir diesen Wunsch erfüllt", sagt die Frau über ihren künftigen Laden „Mavi" an der Hufschmiede. Tatkräftige Unterstützung bekam sie von ihrem Mann und den Kindern, die inzwischen in anderen Städten leben: „Es gab viele Videokonferenzen, in denen wir alles besprochen haben." So habe ihre Tochter als ehemalige BWL-Studentin den Business-Plan geschrieben, die Söhne ihre Expertise eingebracht und ihr Mann sich um die Renovierung des künftigen Ladenlokals gekümmert.

„Da sind wir gerade in der Endphase", sagt Balcioglu und hofft, dass sie in ein paar Wochen eröffnen kann. „Eigentlich wollte ich schon weiter sein, aber die Genehmigungen und Lieferungen verzögerten sich. Ich hoffe jetzt auf Mitte bis Ende November, es kann aber auch Anfang Dezember werden", sagt die Frau, die bald türkische Köstlichkeiten in der Innenstadt anbieten wird – und dabei spricht sie nicht von Döner, Dürüm oder Lahmacun.

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So liegt ihr Schwerpunkt auf traditionellen Frühstücksgerichten wie zum Beispiel Menemen oder Gözleme. „Bei Menemen handelt es sich um eine Eierspeise mit Tomaten, Paprika, die vegetarisch oder mit Wurst zubereitet werden kann. Gözleme sind dünne Teigbrote, die mit verschiedensten Zutaten gefüllt werden können", erklärt Balcioglu einen kleinen Teil der Speisen, die sie künftig servieren will. „Das türkische Frühstück ist deftig, es geht in Richtung Brunch", sagt sie. Deswegen werde sie dies auch während der gesamten Öffnungszeiten, geplant sind aktuell Dienstag bis Samstag von 8 bis 16 Uhr, anbieten.

Darüber hinaus soll es aber auch wechselnde Mittagsgerichte inklusive einer Tagessuppe geben, aber auch türkischen Tee, Mokka und Kuchen. „Ich koche und backe für mein Leben gern und verliere mich teilweise dabei", sagt die Mindenerin, die für das „Mavi" sogar noch eine Prüfung abgelegt hat, damit sie ihre Waren auch außer Haus verkaufen kann. „Das liegt auch daran, dass ich nahezu alles, also auch die Teigwaren, selbst herstellen werde", kündigt Balcioglu an. Dafür will sie zum größten Teil regionale Produkte nutzen. „Das Mehl werde ich beispielsweise von einer Mühle aus Porta beziehen".

Mavi ist übrigens ein türkisches Wort, das übersetzt blau bedeutet. „Die Farbe verbinde ich mit dem Meer, mit Urlaub, mit Gelassenheit. Und genau dafür soll mein Laden stehen. Es soll ein gemütlicher Treffpunkt werden."

„Mia Sushi“ folgt auf die Pasta-Bar an einer der prominentesten Stelle der Innenstadt, der Martinitreppe. - © Patrick Schwemling
„Mia Sushi“ folgt auf die Pasta-Bar an einer der prominentesten Stelle der Innenstadt, der Martinitreppe. - © Patrick Schwemling

Mia Sushi

Nicht mehr lange warten müssen die Mindener Sushi Fans, denn bereits am heutigen Samstag eröffnet „Mia Sushi" um 11 Uhr an der Martinitreppe. Dort wo zuletzt die Pasta-Bar angesiedelt war, wird es künftig die beliebten japanischen Reisröllchen geben. „Neben Sushi gibt es bei uns auch vietnamesische Spezialitäten wie Bun und Banh My", erklärt Inhaberin Giang Bui, die ursprünglich aus Vietnam stammt und nun von Oldenburg nach Minden gezogen ist, um zusammen mit ihrer Familie das kleine Restaurant in der Innenstadt zu eröffnen. Ihr Mann fungiert dabei als Koch und ist laut ihrer Aussage ein „Sushi-Meister".

Neben einem Lieferservice finden 28 Gäste in dem kleinen Lokal Platz und können dort an sechs Tagen der Woche – bis auf Dienstag – essen gehen. Zu den verschiedenen Rollen bietet das Restaurant auch vorgefertigte Sets an. Dazu wird es auch ein Sushi-Buffet nach dem Motto „All you can eat" geben. „Außerdem haben wir auch einen Partyservice, um individuelle Wünsche umzusetzen", sagt Giang Bui, die der Eröffnung schon entgegenfiebert: „Ich bin gespannt, wie unser Essen in Minden angenommen wird."

Pizzeria zieht in die Räume von Fleischerei Geier

Dort, wo es früher Frikadellen, Wurst und täglich wechselnde Mittagsgerichte gab, zieht nun die Pizzeria "Blizzeria" ein. Aktuell wird im Inneren des Gebäudes renoviert.  - © MT-Foto: Patrick Schwemling
Dort, wo es früher Frikadellen, Wurst und täglich wechselnde Mittagsgerichte gab, zieht nun die Pizzeria "Blizzeria" ein. Aktuell wird im Inneren des Gebäudes renoviert.  - © MT-Foto: Patrick Schwemling

Rund zwei Jahre nachdem „Fleischerei Geier" an der Königstraße in der Mindener Altstadt schloss, gehört der dortige Leerstand bald der Vergangenheit an. Die Pizzeria „Blizzeria" zieht in die Räumlichkeiten der ehemaligen Fleischerei. Aktuell wird dort in den Innenräumen noch kräftig renoviert, ehe bereits in drei bis vier Wochen eröffnet werden soll, wie der künftige Inhaber im MT-Gespräch mitteilt.

Bei „Blizzeria" handelt es sich um eine Pizza-Kette, die neben dem künftigen Standort in Minden 14 weitere Schnellrestaurants in der gesamten Bundesrepublik betreibt. Neben der klassischen Pizza sollen auch Burger, Salate und Pastagerichte angeboten werden.

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