Bundestagswahl 2021: Frank Schäffler ist der Mann für die Offensive Karsten Schulz Minden/Lübbecke. Beim FC-Bundestag hat er inzwischen sein 100. Pflichtspiel absolviert. Er kickt im offensiven Mittelfeld. „Das ist wie in der Politik“, sagt Frank Schäffler, Kandidat der FDP für den Bundestagswahlkreis Minden-Lübbecke 134. Beide Begriffe, die bürgerlich-liberale Mitte und auch das Offensive passen auf den 52-jährigen humorvollen Vollblutpolitiker wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Offensiv vertritt er seine Meinung, mit der er auch in der eigenen Partei nicht immer auf Gegenliebe trifft. Wie seinerzeit bei der Einführung des Euro, was ihm den Namen „Euro-Rebell“ eintrug. Kritik übt er auch an der Corona-Politik der amtierenden großen Koalition. „Wir müssen die ,epidemische Lage von nationaler Tragweite’ aufheben“, sagt er jetzt im Gespräch und lässt die Begründung gleich folgen: „Alle Grundrechtseingriffe, die wir jetzt erleben, erfolgen auf genau dieser Grundlage, wie es im Infektionsschutzgesetz festgelegt ist.“ Schäffler ist ein alter Hase in der Politik. Er schwimmt dabei gerne gegen den Strom, wie seine Entscheidungen in der Vergangenheit deutlich machten. So sagte er ja zu Twitter und nein zum Tunnel durch den Jakobsberg in Porta Westfalica. Auch beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist Frank Schäffler mehr auf der Seite der Wirtschaft und befürwortete den Ausbau der A 30. Dies gilt auch für den Erhalt des IC-Haltes in Minden. „Der muss unbedingt bleiben, denn ansonsten ist nicht nur Minden, sondern unsere ganze Region vom überörtlichen Verkehrsfluss abgeschnitten. Das geht überhaupt nicht.“ Folgerichtig ist in diesem Zusammenhang auch seine Antwort zum Thema Vorbilder: „Das sind mutige Persönlichkeiten, die gegen den jeweiligen Zeitgeist wirtschaftliche und gesellschaftliche Änderungen durchgesetzt haben.“ Ob er damit wohl auch sich selbst meint? Schäffler ist überall da zu Hause, wo Menschen etwas bewegen können und wollen. Wie auch in Rahden beim Fensterbau-Unternehmen Kolkhorst. Ein typisches mittelständisches Unternehmen, dem Schäfflers ungeteilte Aufmerksamkeit gilt. Mit Horst-Dieter Kolkhorst verbindet ihn sehr viel. Vor allem auch der sehnliche Wunsch nach Bürokratie-Abbau sowohl auf örtlicher, Bundes- und auch EU-Ebene. Gern hört sich der Liberale die Probleme an, die einen Unternehmer wie Kolkhorst heutzutage plagen. Hinzu kommen natürlich aktuelle Erschwernisse wie die unterbrochenen Lieferketten und die immer größer werdenden Probleme, an die notwendigen Rohstoffe zu gelangen. „Oftmals wird es unseren Unternehmen auch jenseits von Corona viel zu schwer gemacht“, schimpft Frank Schäffler und fordert von einer neuen Bundesregierung hier unbedingte Änderungen ein. Damit sind wir neben dem seiner Meinung nach „dringenden Bürokratieabbau“ vor allem auch wieder bei einer Verbesserung der Infrastruktur. Der bereits genannte Erhalt der ICE-Trasse für die Region ist dabei von genau so großer Bedeutung wie auch der Ausbau der A 30 und der Erhalt des Airports Paderborn/Lippstadt. Schäffler setzt sich für einen Bahn-Dialog mit Initiativen und Bürgern ein. Die Bundestagswahl gebe hier eine Richtungsentscheidung vor, so seine Meinung. Dort müssten die großen Unternehmen in der Region mit am Tisch sitzen, wenn es um die Zukunft des OWL-Flughafens geht, so Schäffler. Dies sei für die Infrastruktur von ganz OWL von sehr großer Bedeutung. Große Defizite sieht er in der digitalen Versorgung Deutschlands und in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Viel zu spät sei es, dass die zwölf- bis 18-jährigen Schüler und Auszubildenden erst ab September geimpft werden konnten. Die alten Inzidenzwerte seien jetzt nicht mehr zu gebrauchen, nachdem jetzt eine so hohe Impfrate erreicht worden sei. Auch das Robert-Koch-Institut wisse anscheinend im Moment nicht mehr weiter, welche Werte zugrunde gelegt werden müssen. „Wir haben es hier mit einem Organisations-Versagen des Staates zu tun“, so Schäffler. Die Corona-Pandemie habe deutlich gezeigt, dass „viele Bereiche in unserem Staat nicht mehr funktionieren. Wir brauchen dringend Reformen in der Verwaltung“, wird Schäffler deutlich. Er bezeichnet insgesamt die IT-Ausstattung als „hinterwäldlerisch“. „Bleistift und Faxgerät sind häufig in der öffentlichen Verwaltung noch sehr gebräuchlich“. Dies sei ein „Skandal und erschreckend zugleich“. Schäffler: „Wir sollten uns dann mal im Ausland umschauen, wie dort mit der Krise umgegangen wird und daraus unsere Lehren ziehen.“ Schäffler appellierte an die Verantwortlichen, den Menschen ihre Freiheits- und Bürgerrechte sobald als möglich zurück zu geben. Jeder müsse für sich selbst verantwortlich mit der Pandemie umgehen, das könne der Staat nicht für ihn übernehmen „Wir müssen unser normales Leben bald wieder leben können.“

Bundestagswahl 2021: Frank Schäffler ist der Mann für die Offensive

Der Mittelstand und das Handwerk liegen ihm am Herzen. Frank Schäffler ist zu Besuch bei der Bauschlosserei Grewing in Lübbecke. Foto: Heike von Schulz © Heike von Schulz

Minden/Lübbecke. Beim FC-Bundestag hat er inzwischen sein 100. Pflichtspiel absolviert. Er kickt im offensiven Mittelfeld. „Das ist wie in der Politik“, sagt Frank Schäffler, Kandidat der FDP für den Bundestagswahlkreis Minden-Lübbecke 134. Beide Begriffe, die bürgerlich-liberale Mitte und auch das Offensive passen auf den 52-jährigen humorvollen Vollblutpolitiker wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Offensiv vertritt er seine Meinung, mit der er auch in der eigenen Partei nicht immer auf Gegenliebe trifft. Wie seinerzeit bei der Einführung des Euro, was ihm den Namen „Euro-Rebell“ eintrug.

Kritik übt er auch an der Corona-Politik der amtierenden großen Koalition. „Wir müssen die ,epidemische Lage von nationaler Tragweite’ aufheben“, sagt er jetzt im Gespräch und lässt die Begründung gleich folgen: „Alle Grundrechtseingriffe, die wir jetzt erleben, erfolgen auf genau dieser Grundlage, wie es im Infektionsschutzgesetz festgelegt ist.“

Schäffler ist ein alter Hase in der Politik. Er schwimmt dabei gerne gegen den Strom, wie seine Entscheidungen in der Vergangenheit deutlich machten. So sagte er ja zu Twitter und nein zum Tunnel durch den Jakobsberg in Porta Westfalica. Auch beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist Frank Schäffler mehr auf der Seite der Wirtschaft und befürwortete den Ausbau der A 30. Dies gilt auch für den Erhalt des IC-Haltes in Minden. „Der muss unbedingt bleiben, denn ansonsten ist nicht nur Minden, sondern unsere ganze Region vom überörtlichen Verkehrsfluss abgeschnitten. Das geht überhaupt nicht.“ Folgerichtig ist in diesem Zusammenhang auch seine Antwort zum Thema Vorbilder: „Das sind mutige Persönlichkeiten, die gegen den jeweiligen Zeitgeist wirtschaftliche und gesellschaftliche Änderungen durchgesetzt haben.“ Ob er damit wohl auch sich selbst meint?


Schäffler ist überall da zu Hause, wo Menschen etwas bewegen können und wollen. Wie auch in Rahden beim Fensterbau-Unternehmen Kolkhorst. Ein typisches mittelständisches Unternehmen, dem Schäfflers ungeteilte Aufmerksamkeit gilt.

Mit Horst-Dieter Kolkhorst verbindet ihn sehr viel. Vor allem auch der sehnliche Wunsch nach Bürokratie-Abbau sowohl auf örtlicher, Bundes- und auch EU-Ebene. Gern hört sich der Liberale die Probleme an, die einen Unternehmer wie Kolkhorst heutzutage plagen. Hinzu kommen natürlich aktuelle Erschwernisse wie die unterbrochenen Lieferketten und die immer größer werdenden Probleme, an die notwendigen Rohstoffe zu gelangen. „Oftmals wird es unseren Unternehmen auch jenseits von Corona viel zu schwer gemacht“, schimpft Frank Schäffler und fordert von einer neuen Bundesregierung hier unbedingte Änderungen ein.

Damit sind wir neben dem seiner Meinung nach „dringenden Bürokratieabbau“ vor allem auch wieder bei einer Verbesserung der Infrastruktur. Der bereits genannte Erhalt der ICE-Trasse für die Region ist dabei von genau so großer Bedeutung wie auch der Ausbau der A 30 und der Erhalt des Airports Paderborn/Lippstadt.

Schäffler setzt sich für einen Bahn-Dialog mit Initiativen und Bürgern ein. Die Bundestagswahl gebe hier eine Richtungsentscheidung vor, so seine Meinung. Dort müssten die großen Unternehmen in der Region mit am Tisch sitzen, wenn es um die Zukunft des OWL-Flughafens geht, so Schäffler. Dies sei für die Infrastruktur von ganz OWL von sehr großer Bedeutung.

Große Defizite sieht er in der digitalen Versorgung Deutschlands und in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Viel zu spät sei es, dass die zwölf- bis 18-jährigen Schüler und Auszubildenden erst ab September geimpft werden konnten. Die alten Inzidenzwerte seien jetzt nicht mehr zu gebrauchen, nachdem jetzt eine so hohe Impfrate erreicht worden sei. Auch das Robert-Koch-Institut wisse anscheinend im Moment nicht mehr weiter, welche Werte zugrunde gelegt werden müssen. „Wir haben es hier mit einem Organisations-Versagen des Staates zu tun“, so Schäffler. Die Corona-Pandemie habe deutlich gezeigt, dass „viele Bereiche in unserem Staat nicht mehr funktionieren. Wir brauchen dringend Reformen in der Verwaltung“, wird Schäffler deutlich. Er bezeichnet insgesamt die IT-Ausstattung als „hinterwäldlerisch“.

„Bleistift und Faxgerät sind häufig in der öffentlichen Verwaltung noch sehr gebräuchlich“. Dies sei ein „Skandal und erschreckend zugleich“. Schäffler: „Wir sollten uns dann mal im Ausland umschauen, wie dort mit der Krise umgegangen wird und daraus unsere Lehren ziehen.“

Schäffler appellierte an die Verantwortlichen, den Menschen ihre Freiheits- und Bürgerrechte sobald als möglich zurück zu geben. Jeder müsse für sich selbst verantwortlich mit der Pandemie umgehen, das könne der Staat nicht für ihn übernehmen „Wir müssen unser normales Leben bald wieder leben können.“

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden