Büros auf der Wiese: Kreis errichtet Containeranlage für Mitarbeitende Sebastian Radermacher Minden. Der Kreis Minden-Lübbecke reagiert auf die seit Monaten angespannte Personalsituation im Gesundheitsamt und richtet einen Pandemie-Stab ein, um die Aufgaben rund um die Corona-Krise bewältigen zu können. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen neu eingestellt werden, um in Zukunft für Entlastung zu sorgen. Vor allem das Ermitteln der Kontaktpersonen im Falle einer Infizierung mit dem Virus, das Nachverfolgen der Infektionsketten und das Bearbeiten von Quarantäneverfügungen binden im Gesundheitsamt viel Personal, erklärt Kreisdirektorin Cornelia Schöder im MT-Gespräch. In den vergangenen Monaten sei das Team des Gesundheitsamtes bereits um rund 20 Mitarbeitende aufgestockt worden – zum Teil mit externen Kräften, zum Teil aber auch durch Personal der Verwaltung, das aus anderen Fachämtern abgezogen wurde. Dies könne aber kein Dauerzustand sein, hatte der Kreis in der Vergangenheit bereits deutlich gemacht. Da laut Schöder die Zahl der nachgewiesenen Infektionen nun seit längerer Zeit wieder zunehme und ein Ende der Pandemie noch längst nicht in Sicht sei, sehe sich der Kreis zum Handeln gezwungen. „Es gibt zusätzlichen Personalbedarf“, betont die Kreisdirektorin, die gleichzeitig auch Leiterin des Corona-Krisenstabes ist. Nun könnte der Kreis einfach neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, um das Team im Gesundheitsamt künftig zu entlasten, möchte man meinen. Doch so einfach ist es nicht, denn im Kreishaus herrscht ein enormer Platzmangel, was die Planung komplex macht. Das dringend benötigte zusätzliche Personal kann im Gesundheitsamt oder in anderen Räumen im Kreishaus nämlich nicht untergebracht werden, verdeutlicht Schöder. Also hat die Verwaltung kurzerhand folgendes Projekt auf den Weg gebracht: Auf einer Grünfläche hinter dem Gesundheitsamt an der Portastraße wird eine Büro-Containeranlage errichtet, in der der neue Pandemie-Stab (etwa zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) untergebracht werden soll. Um das Projekt noch in diesem Jahr umsetzen zu können, musste der Kreis bereits Ende August – in der politischen Sommerpause – die Planungen vorantreiben und die notwendigen Mittel unverzüglich bereitstellen. Der Kreistag genehmigte diesen Dringlichkeitsbeschluss in seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig. Der Zeitplan sieht vor, dass das Gebäude Anfang Dezember errichtet wird, sagt Schöder. Die neue Bürocontaineranlage ist für etwa 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgelegt. Auf einer Fläche von 290 Quadratmetern sind neben Einzel- und Doppelbüros auch ein Besprechungsraum, ein Kopier-/Lagerraum sowie Toiletten geplant. Das neue Gebäude soll aber längst nicht nur die Platzprobleme im Gesundheitsamt verringern. Die Verwaltungsspitze hat sich darauf verständigt, auch die Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz/Rettungswesen vorübergehend in den mobilen Räumlichkeiten unterzubringen und Arbeitsplätze einzuplanen. Die Mitarbeiter sollen so lange die Containerbüros nutzen, bis sie in das neue Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) in Hille umziehen können, das zurzeit noch gebaut wird. Der Gebäudekomplex inklusive der Kreisleitstelle soll ab September 2021 sukzessive genutzt werden können. Durch den Auszug der Arbeitsgruppe aus dem Kreishaus werden wiederum Räumlichkeiten frei, die dringend für Neueinstellungen im Sozialamt und in weiteren Fachämtern benötigt werden. Bei Bedarf kann die Containeranlage in einem weiteren Bauabschnitt um ein identisches Obergeschoss aufgestockt werden. Zunächst werde jedoch nur das Erdgeschoss errichtet, sagt Schöder: „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt.“ Die Kosten schätzt die Verwaltung auf rund 300.000 Euro. Die Summe will sie durch Einsparungen bei anderen Investitionsmaßnahmen aufbringen.

Büros auf der Wiese: Kreis errichtet Containeranlage für Mitarbeitende

Auf dieser Grünfläche – im Hintergrund ist das Kreisgesundheitsamt zu sehen – soll die Containeranlage für Mitarbeitende der Kreisverwaltung errichtet werden. © MT-Foto: Sebastian Radermacher

Minden. Der Kreis Minden-Lübbecke reagiert auf die seit Monaten angespannte Personalsituation im Gesundheitsamt und richtet einen Pandemie-Stab ein, um die Aufgaben rund um die Corona-Krise bewältigen zu können. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen neu eingestellt werden, um in Zukunft für Entlastung zu sorgen. Vor allem das Ermitteln der Kontaktpersonen im Falle einer Infizierung mit dem Virus, das Nachverfolgen der Infektionsketten und das Bearbeiten von Quarantäneverfügungen binden im Gesundheitsamt viel Personal, erklärt Kreisdirektorin Cornelia Schöder im MT-Gespräch.

In den vergangenen Monaten sei das Team des Gesundheitsamtes bereits um rund 20 Mitarbeitende aufgestockt worden – zum Teil mit externen Kräften, zum Teil aber auch durch Personal der Verwaltung, das aus anderen Fachämtern abgezogen wurde. Dies könne aber kein Dauerzustand sein, hatte der Kreis in der Vergangenheit bereits deutlich gemacht. Da laut Schöder die Zahl der nachgewiesenen Infektionen nun seit längerer Zeit wieder zunehme und ein Ende der Pandemie noch längst nicht in Sicht sei, sehe sich der Kreis zum Handeln gezwungen. „Es gibt zusätzlichen Personalbedarf“, betont die Kreisdirektorin, die gleichzeitig auch Leiterin des Corona-Krisenstabes ist.

Nun könnte der Kreis einfach neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, um das Team im Gesundheitsamt künftig zu entlasten, möchte man meinen. Doch so einfach ist es nicht, denn im Kreishaus herrscht ein enormer Platzmangel, was die Planung komplex macht. Das dringend benötigte zusätzliche Personal kann im Gesundheitsamt oder in anderen Räumen im Kreishaus nämlich nicht untergebracht werden, verdeutlicht Schöder. Also hat die Verwaltung kurzerhand folgendes Projekt auf den Weg gebracht: Auf einer Grünfläche hinter dem Gesundheitsamt an der Portastraße wird eine Büro-Containeranlage errichtet, in der der neue Pandemie-Stab (etwa zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) untergebracht werden soll.

Um das Projekt noch in diesem Jahr umsetzen zu können, musste der Kreis bereits Ende August – in der politischen Sommerpause – die Planungen vorantreiben und die notwendigen Mittel unverzüglich bereitstellen. Der Kreistag genehmigte diesen Dringlichkeitsbeschluss in seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig. Der Zeitplan sieht vor, dass das Gebäude Anfang Dezember errichtet wird, sagt Schöder.

Die neue Bürocontaineranlage ist für etwa 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgelegt. Auf einer Fläche von 290 Quadratmetern sind neben Einzel- und Doppelbüros auch ein Besprechungsraum, ein Kopier-/Lagerraum sowie Toiletten geplant.

Das neue Gebäude soll aber längst nicht nur die Platzprobleme im Gesundheitsamt verringern. Die Verwaltungsspitze hat sich darauf verständigt, auch die Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz/Rettungswesen vorübergehend in den mobilen Räumlichkeiten unterzubringen und Arbeitsplätze einzuplanen. Die Mitarbeiter sollen so lange die Containerbüros nutzen, bis sie in das neue Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) in Hille umziehen können, das zurzeit noch gebaut wird. Der Gebäudekomplex inklusive der Kreisleitstelle soll ab September 2021 sukzessive genutzt werden können. Durch den Auszug der Arbeitsgruppe aus dem Kreishaus werden wiederum Räumlichkeiten frei, die dringend für Neueinstellungen im Sozialamt und in weiteren Fachämtern benötigt werden.

Bei Bedarf kann die Containeranlage in einem weiteren Bauabschnitt um ein identisches Obergeschoss aufgestockt werden. Zunächst werde jedoch nur das Erdgeschoss errichtet, sagt Schöder: „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt.“ Die Kosten schätzt die Verwaltung auf rund 300.000 Euro. Die Summe will sie durch Einsparungen bei anderen Investitionsmaßnahmen aufbringen.

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