Britischer Botschafter Simon McDonald in Minden zu Gast Nach Eintrag ins Goldene Buch Goldene Tafel besichtigt / Gemeinsamkeiten mit Großbritannien betont Von Stefan Koch Minden (mt). Es war bereits der zweite Besuch des britischen Botschafters Simon McDonald in Minden - am Donnerstag trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Nach der Teatime bei Propst Roland Falkenhahn und einer Domvisite nahm er als Referent am 42. Mühlenkreisgespräch der Konrad-Adenauer-Stiftung teil. "Der Propst ist ein Experte", meinte McDonald anerkennend zur Zubereitung des Tees nebst Schnittchen und Brownies. Obwohl selbst kein Teetrinker hatte Roland Falkenhahn auf die landestypische Bewirtung des Gastes Wert gelegt. McDonalds Besuch bei der obersten lokalen Vertretung der katholischen Kirche folgte am Nachmittag auf den offiziellen Hauptteil - den Eintrag in das Goldene Buch im Kleinen Rathaussaal. Bürgermeister Michael Buhre nahm den Termin zum Anlass, auf das "bewegte berufliche Leben" des Botschafters hinzuweisen.Seit Oktober 2010 ist Exzellenz Simon McDonald britischer Botschafter in Berlin. Zuvor war er außenpolitischer Berater des Premierministers und Leiter der Außen- und Sicherheitspolitik im Kabinettsamt. Neben früheren Tätigkeiten an den britischen Botschaften in Saudi Arabien, USA und in leitender Funktion in Israel war er unter anderem Referent für die Benelux-Länder sowie Direktor für den Irak und nahm im Londoner Außenministerium mehrere Aufgaben wahr.Buhre wies darauf hin, dass bereits neben der englischen Königinmutter Elisabeth auch Prince Charles sich als Vertreter Großbritanniens im Goldenen Buch der Stadt verewigt hätte. Insgesamt gebe es seit 1963 93 Eintragungen in das Ehrenverzeichnis - die jüngste stammte frisch vom Montag von Bundestagspräsident Norbert Lammert.Die Stadt Minden hatte McDonald anlässlich des Kongresses zur Sicherheitspolitik bereits im vergangenen Jahr besucht. Zum Termin am Donnerstag war es auf Initiative des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium Steffen Kampeter gekommen. Beim 42. Mühlenkreisgespräch sollte der Botschafter seine britische Vision für Europa darlegen und den Weg seines Landes aus der "splendid isolation" zu einer Macht unter vielen skizzieren (Bericht folgt).Nach der Teepause am gestrigen Nachmittag bei Propst Falkenhahn nutzte McDonald noch die Zeit für einen Besuch in Dom und Domschatzkammer. Arnold Weigelt erklärte unter anderem die Architektur, Baugeschichte und wichtigsten Einrichtungen des Gotteshauses.Der Brite fand vor allem die Tatsache bemerkenswert, dass der Mindener Dom im Jahr 1168 Schauplatz der Heirat des Sachsen- und Bayernherzogs Heinrichs des Löwen und der englischen Königstochter Mathilde war - eins von vielen verbindenden Elementen, die am Donnerstag erwähnt wurden.

Britischer Botschafter Simon McDonald in Minden zu Gast

Minden (mt). Es war bereits der zweite Besuch des britischen Botschafters Simon McDonald in Minden - am Donnerstag trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Nach der Teatime bei Propst Roland Falkenhahn und einer Domvisite nahm er als Referent am 42. Mühlenkreisgespräch der Konrad-Adenauer-Stiftung teil.

Arnold Weigelt informiert Botschafter Simon McDonald (r.) und den Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter über die Goldene Tafel im Mindener Dom. - © MT-Foto: Stefan Koch
Arnold Weigelt informiert Botschafter Simon McDonald (r.) und den Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter über die Goldene Tafel im Mindener Dom. - © MT-Foto: Stefan Koch

"Der Propst ist ein Experte", meinte McDonald anerkennend zur Zubereitung des Tees nebst Schnittchen und Brownies. Obwohl selbst kein Teetrinker hatte Roland Falkenhahn auf die landestypische Bewirtung des Gastes Wert gelegt. McDonalds Besuch bei der obersten lokalen Vertretung der katholischen Kirche folgte am Nachmittag auf den offiziellen Hauptteil - den Eintrag in das Goldene Buch im Kleinen Rathaussaal. Bürgermeister Michael Buhre nahm den Termin zum Anlass, auf das "bewegte berufliche Leben" des Botschafters hinzuweisen.

Seit Oktober 2010 ist Exzellenz Simon McDonald britischer Botschafter in Berlin. Zuvor war er außenpolitischer Berater des Premierministers und Leiter der Außen- und Sicherheitspolitik im Kabinettsamt. Neben früheren Tätigkeiten an den britischen Botschaften in Saudi Arabien, USA und in leitender Funktion in Israel war er unter anderem Referent für die Benelux-Länder sowie Direktor für den Irak und nahm im Londoner Außenministerium mehrere Aufgaben wahr.

Buhre wies darauf hin, dass bereits neben der englischen Königinmutter Elisabeth auch Prince Charles sich als Vertreter Großbritanniens im Goldenen Buch der Stadt verewigt hätte. Insgesamt gebe es seit 1963 93 Eintragungen in das Ehrenverzeichnis - die jüngste stammte frisch vom Montag von Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Die Stadt Minden hatte McDonald anlässlich des Kongresses zur Sicherheitspolitik bereits im vergangenen Jahr besucht. Zum Termin am Donnerstag war es auf Initiative des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium Steffen Kampeter gekommen. Beim 42. Mühlenkreisgespräch sollte der Botschafter seine britische Vision für Europa darlegen und den Weg seines Landes aus der "splendid isolation" zu einer Macht unter vielen skizzieren (Bericht folgt).

Nach der Teepause am gestrigen Nachmittag bei Propst Falkenhahn nutzte McDonald noch die Zeit für einen Besuch in Dom und Domschatzkammer. Arnold Weigelt erklärte unter anderem die Architektur, Baugeschichte und wichtigsten Einrichtungen des Gotteshauses.

Der Brite fand vor allem die Tatsache bemerkenswert, dass der Mindener Dom im Jahr 1168 Schauplatz der Heirat des Sachsen- und Bayernherzogs Heinrichs des Löwen und der englischen Königstochter Mathilde war - eins von vielen verbindenden Elementen, die am Donnerstag erwähnt wurden.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden