Blick nach vorne: Schausteller hoffen auf versöhnliches Saisonende Jan Lücking Minden. Deutlich mehr als ein Jahr hat ihr persönlicher Lockdown gedauert. Es waren Monate ohne Einnahmen, dafür aber mit immer größer werdender Angst um die eigene Existenz. Umso dankbarer sind die Schausteller nun, dass in ihren Alltag langsam aber sicher die Normalität zurückkehrt. „Unser Blick geht nach vorne“, betont Wolfgang Michael, Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Minden-Lübbecke. Die Vorfreude etwa auf die Herbstmesse auf Kanzlers Weide, die nach aktueller Planung vom 6. bis 14. November wieder in gewohnter Form stattfinden soll, sei riesig. „Wir hoffen, dass uns jetzt nichts mehr dazwischen kommt“, sagt Michael, der sich nach ein bisschen Normalität sehnt. Für die Schausteller der Region seien die kommenden Wochen wichtig. Sie hoffen, mit den Einnahmen durch die Herbst- und Weihnachtsmärkte doch noch einen versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Kirmessaison zu schaffen. Denn: Nicht nur die Minden Marketing war unzufrieden mit dem Verlauf des Kirmesparks auf Kanzlers Weide im Sommer – auch für die Schausteller blieb der erwünschte Erfolg aus. „Die ersten zwei Wochen liefen zwar gut, aber dann galt die 3G-Regel. Viele Menschen waren zu dem Zeitpunkt noch nicht geimpft. Die Besucher mussten zum Teil 90 Minuten und länger auf die Ergebnisse bei den Schnelltests warten“, versucht der Vereinsvorsitzende Michael einen Erklärungsansatz zu finden. Dass schlechte Besucherzahlen nicht gut fürs Geschäft sind, sei kein Geheimnis. Dennoch sei der Kirmespark, der ohnehin nur als Notlösung konzipiert worden war, für die Schausteller ein Grund zur Freude gewesen. „Wir hatten ja mehr oder weniger seit zwei Jahren gar nichts verdient“, sagt Wolfgang Michael und erklärt, dass die finanziellen Staatshilfen nur für den Erhalt der Betriebe gesorgt hätten. Aber: „Wir sind nicht dafür geboren eingezäunt zu arbeiten“, sagt der Vorsitzende. Schausteller seien sehr offene Charaktere, die vom direkten Kontakt zu ihren Mitmenschen leben würden. Da Kanzlers Weide für die Herbstmesse nicht eingezäunt werden soll, ist Michael optimistisch. Zwar müssen die Besucher nach seinem aktuellen Stand geimpft, getestet oder genesen sein, aber das habe bislang auf vergleichbaren Märkten auch funktioniert. Auf allen Veranstaltungen habe er bislang keine negativen Reaktionen auf die 3G-Regeln erleben müssen. Viele Besucher hätten die entsprechenden Nachweise meistens schnell griffbereit, sagt der Schausteller – wie etwa auf der Wiedenbrücker Herbstkirmes Anfang Oktober. „Alles ist relativ normal abgelaufen. Die Leute haben gut mitgemacht“, sagt der Vorsitzende. Daher rechnet Wolfgang Michael nicht damit, dass stichprobenartige Kontrollen auf der Herbstmesse ein Problem darstellen werden. Die Planungen würden ohnehin auf Hochtouren laufen. Schließlich soll die Messe in etwa so groß sein wie vor der Corona-Pandemie.

Blick nach vorne: Schausteller hoffen auf versöhnliches Saisonende

Die Herbstmesse soll in diesem Jahr wieder viele Besucher auf Kanzlers Weide locken. Archivfoto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Deutlich mehr als ein Jahr hat ihr persönlicher Lockdown gedauert. Es waren Monate ohne Einnahmen, dafür aber mit immer größer werdender Angst um die eigene Existenz.

Umso dankbarer sind die Schausteller nun, dass in ihren Alltag langsam aber sicher die Normalität zurückkehrt. „Unser Blick geht nach vorne“, betont Wolfgang Michael, Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Minden-Lübbecke.

Die Vorfreude etwa auf die Herbstmesse auf Kanzlers Weide, die nach aktueller Planung vom 6. bis 14. November wieder in gewohnter Form stattfinden soll, sei riesig. „Wir hoffen, dass uns jetzt nichts mehr dazwischen kommt“, sagt Michael, der sich nach ein bisschen Normalität sehnt.


Für die Schausteller der Region seien die kommenden Wochen wichtig. Sie hoffen, mit den Einnahmen durch die Herbst- und Weihnachtsmärkte doch noch einen versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Kirmessaison zu schaffen.

Denn: Nicht nur die Minden Marketing war unzufrieden mit dem Verlauf des Kirmesparks auf Kanzlers Weide im Sommer – auch für die Schausteller blieb der erwünschte Erfolg aus. „Die ersten zwei Wochen liefen zwar gut, aber dann galt die 3G-Regel. Viele Menschen waren zu dem Zeitpunkt noch nicht geimpft.

Die Besucher mussten zum Teil 90 Minuten und länger auf die Ergebnisse bei den Schnelltests warten“, versucht der Vereinsvorsitzende Michael einen Erklärungsansatz zu finden. Dass schlechte Besucherzahlen nicht gut fürs Geschäft sind, sei kein Geheimnis. Dennoch sei der Kirmespark, der ohnehin nur als Notlösung konzipiert worden war, für die Schausteller ein Grund zur Freude gewesen. „Wir hatten ja mehr oder weniger seit zwei Jahren gar nichts verdient“, sagt Wolfgang Michael und erklärt, dass die finanziellen Staatshilfen nur für den Erhalt der Betriebe gesorgt hätten. Aber: „Wir sind nicht dafür geboren eingezäunt zu arbeiten“, sagt der Vorsitzende. Schausteller seien sehr offene Charaktere, die vom direkten Kontakt zu ihren Mitmenschen leben würden.

Da Kanzlers Weide für die Herbstmesse nicht eingezäunt werden soll, ist Michael optimistisch. Zwar müssen die Besucher nach seinem aktuellen Stand geimpft, getestet oder genesen sein, aber das habe bislang auf vergleichbaren Märkten auch funktioniert.

Auf allen Veranstaltungen habe er bislang keine negativen Reaktionen auf die 3G-Regeln erleben müssen. Viele Besucher hätten die entsprechenden Nachweise meistens schnell griffbereit, sagt der Schausteller – wie etwa auf der Wiedenbrücker Herbstkirmes Anfang Oktober. „Alles ist relativ normal abgelaufen. Die Leute haben gut mitgemacht“, sagt der Vorsitzende.

Daher rechnet Wolfgang Michael nicht damit, dass stichprobenartige Kontrollen auf der Herbstmesse ein Problem darstellen werden. Die Planungen würden ohnehin auf Hochtouren laufen. Schließlich soll die Messe in etwa so groß sein wie vor der Corona-Pandemie.

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