Bildungszentrum Weingarten: Juxbuden-Sanierung bringt Veränderungen in den Innenhof Anja Peper Minden. Wer seinen Auflauf liebt, kann auch den Bauzaun ignorieren. Die zwei Meter hohen Drahtgitterelemente und die dahinter gelagerten Baumaterialien sind dem Ambiente am „Seriösen Fußgänger“ nicht gerade zuträglich. Aber ein Auflauf, ein gegrilltes Zitronenhuhn oder Spaghetti Hausberger Art trösten über vieles hinweg. In diesem Sommer ist hier alles anders. Die benachbarte Baustelle am Königswall fordert nun einmal Platz. Zur Straße hin kann sie sich nicht ausbreiten, da ist höchstens noch Platz für Mulde und Warnbaken. Also stapelt sich das Material jetzt auf dem Gelände zum Weingarten. Gastronom Jörg Mallwitz und sein Team haben sich damit arrangiert und Tische und Stühle verrückt: Ein paar stehen jetzt vor der VHS, ein paar unter den Bäumen. Das bedeutet weitere Wege fürs Personal. „Aber es ist nicht so wild wie es aussieht“, sagt der Inhaber, gewohnt tiefenentspannt. „Wir hoffen dennoch, dass diese Baustelle vor der Kampa-Halle fertig wird.“ Offiziell angepeilt ist hier das Ende der Herbstferien. Die Schank- und Speisewirtschaft „Zum seriösen Fußgänger“ – so der korrekte Name für den Mindener Klassiker – hat nach der Corona-Zwangspause unter Auflagen seit einigen Wochen wieder geöffnet. Gerade jetzt im August sitzen die Leute ab 17 Uhr vorzugsweise draußen. Unter freiem Himmel sind Aerosole kein Problem. Draußen haben die winzigen Tröpfchen genügend Platz und Bewegung, um sich weit zu verteilen. Die Konzentration sinkt schnell auf einen unbedenklichen Wert. Könnte also total schön sein – ohne den schäbigen Bauzaun. Mit dem Provisorium werden sich Gastronomen und Gäste noch eine Zeit lang arrangieren müssen: Die Bauarbeiten werden nach Angaben der Stadt mindestens noch bis Oktober dauern. Auch die anderen Nachbarn sind beeinträchtigt: „Sie tragen es mit Fassung“, findet Volker Gertges (Teamleitung Neubau bei der Stadt Minden). Hier entsteht das „Bildungszentrum Weingarten“. Kern des Projektes ist der Umzug des Jugendzentrums Juxbude in deutlich schönere Räume am Königswall 105. Ein altes Schätzchen, laut Denkmalkarte der Stadt Minden wurde es in den Jahren 1830/1840 errichtet. Folglich muss einiges gemacht werden: Brandschutz steht natürlich ganz oben auf der Liste, außerdem die Sanierung der Fassade und ein neues Raumkonzept. Außerdem wird die künftige Juxbude auch behindertengerecht: An der Rückseite – also nach innen zum Weingarten hin – entsteht ein Aufzug samt Außentreppe. Die Gesamtkosten für die drei Gebäude (Königswall 101, 103 und 105) sind mit 1,56 Millionen Euro veranschlagt. Für den Umbau erhält die Stadt 348.000 Euro aus dem Investitionspakt„Soziale Integration im Quartier“. An dem Förderprogramm sind das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund und die Europäische Union beteiligt (Bericht im MT). „Bildungszentrum Weingarten“ heißt: In diesem Areal wollen sich viele Einrichtungen künftig enger verzahnen, darunter Volkshochschule, (VHS), Bibliothek, Kleines Theater am Weingarten – Stichwort: Kulturelle Bildung. Ebenfalls in Fußnähe sind zwei der größten Mindener Schulen, nämlich das Ratsgymnasium (knapp 840 Schüler) und die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (knapp 1.140 Schüler). Sie alle sollen künftig im geplanten Jugendcafé gegenüber einen Treffpunkt finden. Zweifellos ein schönes Fleckchen Erde rund um die Strothmann-Villa. Den Namen hat dieses Quartier vom kleinen „Wein-Garten“, der sich in der südwestlichen Ecke der ebenso kleinen Parkanlage an diesem Straßenzug befindet. Hier wurde schon im 14. Jahrhundert Wein angebaut. Seit April läuft der Umbau der Gebäudeteile Königswall 101 bis 105. Hauptaugenmerk liegt auf der Beseitigung von sicherheitstechnischen Defiziten, einer brandschutztechnischen Ertüchtigung sowie der Herstellung der Barrierefreiheit. Damit auch Menschen kommen können, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, wird ein Treppenhaus (Rettungsweg) angebaut, zusätzlich gibt es einen Aufzug. Der neue Treppenhausturm wird an der östlichen Traufseite des Gebäudes 105 angebaut. Weiter steht der Einbau von Brand- bzw. Rauchschutztüren an. „Alle Räume werden zeitgemäß renoviert, insbesondere die Erneuerung der Bodenbeläge, Sanierung der Wandflächen und die Verbesserung der Raumakustik sind erforderlich“, fasst Volker Gertges (Teamleitung Neubau bei der Stadt Minden) zusammen. Auch die gesamte Haustechnik wird erneuert. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Ratsgymnasium die Gebäudeteile Königswall 101 und 103 beziehen. Die Räume werden für den Musikunterricht genutzt. Es besteht die Möglichkeit, in unterschiedlicher Gruppenstärke in insgesamt vier Räumen zu unterrichten. Im zweigeschossigen Gebäudeteil Königswall 105 findet ausschließlich der Jugendtreff Juxbude sein neues Zuhause. Es wird WC's auf allen Etagen geben und zusätzlich auch einen Pflegeraum mit Dusche. Mittelpunkt der städtischen Einrichtung wird dann der Jugendtreff im Erdgeschoss sein. Im Obergeschoss werden zwei große Räume für Gruppenarbeit oder Seminarveranstaltungen eingerichtet. Am Weingarten gibt es viele schöne Gebäude – da macht dieses denkmalgeschützte Ensemble keine Ausnahme. Die Treppe in Nummer 105 ist breit genug, um zu Corona-Zeiten Abstand halten zu können. Und es gibt sogar ein Relikt der Jahrhundertwende zu entdecken: Der antike Kachelofen mit Krone und den aufwändigen Ornamenten soll erhalten bleiben und künftig eines der Büros am Königswall schmücken. Vermutlich stammt der rechteckige Ofen aus der Zeit um 1900. Erstaunlicherweise sehen die weißen Kacheln aus wie neu. Der Kachelofen bleibt stehen und schmückt die Zimmerecke eines der künftigen Büros für die hier tätigen Sozialarbeiter. Dass sich die räumliche Situation der Juxbude ändern muss, steht schon länger fest: Seit 1974 betrieb der Verein Interkulturelles Begegnungszentrum Juxbude stadtteilorientierte Kinder- und Jugendarbeit in der Innenstadt. Seit 1984 gibt es die Juxbude am Königswall 101, die Gebäude waren von der Stadt angemietet. Anfang 2015 übernahm die Stadt die Trägerschaft der Einrichtung. Der Verein hatte sie darum gebeten, nachdem es ihm finanziell immer schwerer fiel, den Betrieb am Laufen zu halten. Die Juxbude wurde mit der Übernahme das fünfte städtische Jugendhaus in Minden. „Der Umbau war bitter nötig“, fasst Volker Gertges zusammen. Denn bisher mussten die jungen Besucher von einem Gebäude ins andere, um die Toilette nutzen zu können. Das gab Probleme mit der Aufsichtspflicht. Künftig hat die Juxbude ihrer Zielgruppe mehr zu bieten. Ihr Haupteinzugsbereich sind laut aktuellem Jugendförderplan die Obere Altstadt sowie der Stadtbezirk Innenstadt bis in die Randbereiche der Stadtteile Rodenbeck, Zollern und Königstor. Jetzt bekommt der Treffpunkt ein wirklich schickes Gebäude, in dem immerhin 200 Jahre Zeitgeschichte stecken. Volker Gertges von der Stadt Minden setzt darauf, dass die Sanierung bis Ende der Herbstferien (24. Oktober) abgeschlossen ist. Dieser Zeitplan sei aber durchaus „sportlich“, räumt er ein. Denn wie es bei alten Gebäude so ist: Hier ist man vor Überraschungen nie sicher, wenn man erstmal hinter den Putz guckt. Die Corona-Krise tut ihr übriges: Verzögerungen im Rohbau-Bereich hat es schon gegeben. Die Fassaden müssen übrigens auch saniert werden: Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes werden die Fenster und Türen aufgearbeitet. Das Außenmauerwerk hatte Schäden, es zeigte einige Risse und der Putz war abgeplatzt. Jetzt wird in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Abschließend erhält die Fassade einen neuen Anstrich. Das Architekturstudio pm aus Minden hat die Sanierung geplant und überwacht die Baumaßnahme.

Bildungszentrum Weingarten: Juxbuden-Sanierung bringt Veränderungen in den Innenhof

„200 Jahre Zeitgeschichte“: Volker Gertges (Teamleitung Neubau).

Minden. Wer seinen Auflauf liebt, kann auch den Bauzaun ignorieren. Die zwei Meter hohen Drahtgitterelemente und die dahinter gelagerten Baumaterialien sind dem Ambiente am „Seriösen Fußgänger“ nicht gerade zuträglich. Aber ein Auflauf, ein gegrilltes Zitronenhuhn oder Spaghetti Hausberger Art trösten über vieles hinweg. In diesem Sommer ist hier alles anders. Die benachbarte Baustelle am Königswall fordert nun einmal Platz. Zur Straße hin kann sie sich nicht ausbreiten, da ist höchstens noch Platz für Mulde und Warnbaken. Also stapelt sich das Material jetzt auf dem Gelände zum Weingarten. Gastronom Jörg Mallwitz und sein Team haben sich damit arrangiert und Tische und Stühle verrückt: Ein paar stehen jetzt vor der VHS, ein paar unter den Bäumen. Das bedeutet weitere Wege fürs Personal. „Aber es ist nicht so wild wie es aussieht“, sagt der Inhaber, gewohnt tiefenentspannt. „Wir hoffen dennoch, dass diese Baustelle vor der Kampa-Halle fertig wird.“ Offiziell angepeilt ist hier das Ende der Herbstferien.

Die Schank- und Speisewirtschaft „Zum seriösen Fußgänger“ – so der korrekte Name für den Mindener Klassiker – hat nach der Corona-Zwangspause unter Auflagen seit einigen Wochen wieder geöffnet. Gerade jetzt im August sitzen die Leute ab 17 Uhr vorzugsweise draußen. Unter freiem Himmel sind Aerosole kein Problem. Draußen haben die winzigen Tröpfchen genügend Platz und Bewegung, um sich weit zu verteilen. Die Konzentration sinkt schnell auf einen unbedenklichen Wert. Könnte also total schön sein – ohne den schäbigen Bauzaun. Mit dem Provisorium werden sich Gastronomen und Gäste noch eine Zeit lang arrangieren müssen: Die Bauarbeiten werden nach Angaben der Stadt mindestens noch bis Oktober dauern. Auch die anderen Nachbarn sind beeinträchtigt: „Sie tragen es mit Fassung“, findet Volker Gertges (Teamleitung Neubau bei der Stadt Minden).

Blick vom Weingarten auf das Gebäude Königwall 105. Links ist die Fassade schon neu gestrichen.
Blick vom Weingarten auf das Gebäude Königwall 105. Links ist die Fassade schon neu gestrichen.

Hier entsteht das „Bildungszentrum Weingarten“. Kern des Projektes ist der Umzug des Jugendzentrums Juxbude in deutlich schönere Räume am Königswall 105. Ein altes Schätzchen, laut Denkmalkarte der Stadt Minden wurde es in den Jahren 1830/1840 errichtet.

Folglich muss einiges gemacht werden: Brandschutz steht natürlich ganz oben auf der Liste, außerdem die Sanierung der Fassade und ein neues Raumkonzept. Außerdem wird die künftige Juxbude auch behindertengerecht: An der Rückseite – also nach innen zum Weingarten hin – entsteht ein Aufzug samt Außentreppe.

Ein Relikt der Jahrhundertwende: Der antike Kachelofen mit Krone und den aufwändigen Ornamenten soll erhalten bleiben und künftig eines der Büros am Königswall schmücken. Vermutlich stammt der rechteckige Ofen aus der Zeit um 1900. MT-Fotos: Alex Lehn - © Alex Lehn
Ein Relikt der Jahrhundertwende: Der antike Kachelofen mit Krone und den aufwändigen Ornamenten soll erhalten bleiben und künftig eines der Büros am Königswall schmücken. Vermutlich stammt der rechteckige Ofen aus der Zeit um 1900. MT-Fotos: Alex Lehn - © Alex Lehn

Die Gesamtkosten für die drei Gebäude (Königswall 101, 103 und 105) sind mit 1,56 Millionen Euro veranschlagt. Für den Umbau erhält die Stadt 348.000 Euro aus dem Investitionspakt„Soziale Integration im Quartier“. An dem Förderprogramm sind das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund und die Europäische Union beteiligt (Bericht im MT).

Auf der breiten Treppe lässt sich auch zu Corona-Zeiten ausreichend Abstand halten.
Auf der breiten Treppe lässt sich auch zu Corona-Zeiten ausreichend Abstand halten.

„Bildungszentrum Weingarten“ heißt: In diesem Areal wollen sich viele Einrichtungen künftig enger verzahnen, darunter Volkshochschule, (VHS), Bibliothek, Kleines Theater am Weingarten – Stichwort: Kulturelle Bildung. Ebenfalls in Fußnähe sind zwei der größten Mindener Schulen, nämlich das Ratsgymnasium (knapp 840 Schüler) und die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (knapp 1.140 Schüler). Sie alle sollen künftig im geplanten Jugendcafé gegenüber einen Treffpunkt finden. Zweifellos ein schönes Fleckchen Erde rund um die Strothmann-Villa. Den Namen hat dieses Quartier vom kleinen „Wein-Garten“, der sich in der südwestlichen Ecke der ebenso kleinen Parkanlage an diesem Straßenzug befindet. Hier wurde schon im 14. Jahrhundert Wein angebaut.

Künftig behindertengerecht: An der Rückseite entsteht ein Aufzug samt Außentreppe. - © Alex Lehn
Künftig behindertengerecht: An der Rückseite entsteht ein Aufzug samt Außentreppe. - © Alex Lehn

Seit April läuft der Umbau der Gebäudeteile Königswall 101 bis 105. Hauptaugenmerk liegt auf der Beseitigung von sicherheitstechnischen Defiziten, einer brandschutztechnischen Ertüchtigung sowie der Herstellung der Barrierefreiheit. Damit auch Menschen kommen können, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, wird ein Treppenhaus (Rettungsweg) angebaut, zusätzlich gibt es einen Aufzug. Der neue Treppenhausturm wird an der östlichen Traufseite des Gebäudes 105 angebaut. Weiter steht der Einbau von Brand- bzw. Rauchschutztüren an. „Alle Räume werden zeitgemäß renoviert, insbesondere die Erneuerung der Bodenbeläge, Sanierung der Wandflächen und die Verbesserung der Raumakustik sind erforderlich“, fasst Volker Gertges (Teamleitung Neubau bei der Stadt Minden) zusammen. Auch die gesamte Haustechnik wird erneuert.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Ratsgymnasium die Gebäudeteile Königswall 101 und 103 beziehen. Die Räume werden für den Musikunterricht genutzt. Es besteht die Möglichkeit, in unterschiedlicher Gruppenstärke in insgesamt vier Räumen zu unterrichten. Im zweigeschossigen Gebäudeteil Königswall 105 findet ausschließlich der Jugendtreff Juxbude sein neues Zuhause. Es wird WC's auf allen Etagen geben und zusätzlich auch einen Pflegeraum mit Dusche. Mittelpunkt der städtischen Einrichtung wird dann der Jugendtreff im Erdgeschoss sein. Im Obergeschoss werden zwei große Räume für Gruppenarbeit oder Seminarveranstaltungen eingerichtet.

Am Weingarten gibt es viele schöne Gebäude – da macht dieses denkmalgeschützte Ensemble keine Ausnahme. Die Treppe in Nummer 105 ist breit genug, um zu Corona-Zeiten Abstand halten zu können. Und es gibt sogar ein Relikt der Jahrhundertwende zu entdecken: Der antike Kachelofen mit Krone und den aufwändigen Ornamenten soll erhalten bleiben und künftig eines der Büros am Königswall schmücken. Vermutlich stammt der rechteckige Ofen aus der Zeit um 1900. Erstaunlicherweise sehen die weißen Kacheln aus wie neu. Der Kachelofen bleibt stehen und schmückt die Zimmerecke eines der künftigen Büros für die hier tätigen Sozialarbeiter.

Dass sich die räumliche Situation der Juxbude ändern muss, steht schon länger fest: Seit 1974 betrieb der Verein Interkulturelles Begegnungszentrum Juxbude stadtteilorientierte Kinder- und Jugendarbeit in der Innenstadt. Seit 1984 gibt es die Juxbude am Königswall 101, die Gebäude waren von der Stadt angemietet. Anfang 2015 übernahm die Stadt die Trägerschaft der Einrichtung. Der Verein hatte sie darum gebeten, nachdem es ihm finanziell immer schwerer fiel, den Betrieb am Laufen zu halten. Die Juxbude wurde mit der Übernahme das fünfte städtische Jugendhaus in Minden.

„Der Umbau war bitter nötig“, fasst Volker Gertges zusammen. Denn bisher mussten die jungen Besucher von einem Gebäude ins andere, um die Toilette nutzen zu können. Das gab Probleme mit der Aufsichtspflicht. Künftig hat die Juxbude ihrer Zielgruppe mehr zu bieten. Ihr Haupteinzugsbereich sind laut aktuellem Jugendförderplan die Obere Altstadt sowie der Stadtbezirk Innenstadt bis in die Randbereiche der Stadtteile Rodenbeck, Zollern und Königstor. Jetzt bekommt der Treffpunkt ein wirklich schickes Gebäude, in dem immerhin 200 Jahre Zeitgeschichte stecken.

Volker Gertges von der Stadt Minden setzt darauf, dass die Sanierung bis Ende der Herbstferien (24. Oktober) abgeschlossen ist. Dieser Zeitplan sei aber durchaus „sportlich“, räumt er ein. Denn wie es bei alten Gebäude so ist: Hier ist man vor Überraschungen nie sicher, wenn man erstmal hinter den Putz guckt. Die Corona-Krise tut ihr übriges: Verzögerungen im Rohbau-Bereich hat es schon gegeben.

Die Fassaden müssen übrigens auch saniert werden: Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes werden die Fenster und Türen aufgearbeitet. Das Außenmauerwerk hatte Schäden, es zeigte einige Risse und der Putz war abgeplatzt. Jetzt wird in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Abschließend erhält die Fassade einen neuen Anstrich. Das Architekturstudio pm aus Minden hat die Sanierung geplant und überwacht die Baumaßnahme.

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