Besonders eine Fahrergruppe beteiligt sich an illegalen Rennen Minden (lies). Ein Montagabend Mitte Mai: Einer Streifenwagenbesatzung fallen drei Fahrzeuge auf, die mit hoher Geschwindigkeit auf der Ringstraße in Richtung Hahler Straße unterwegs sind. Als sich ein orangefarbener Ford nach einer roten Ampel mit den beiden anderen Wagen ein Rennen liefert, nimmt die Polizei die Verfolgung auf. Die beiden hinteren Wagen nehmen eine Abkürzung über ein Tankstellengelände, der Ford rast über die Stiftstraße weiter in Richtung Paulinenstraße und Nordbrücke. Zu Spitzenzeiten zeigt das Tacho 160 Stundenkilometer. Der Wagen entkommt. Wenig später finden die Beamten ihn verlassen auf einem Feldweg in Leteln. Kurios: Der Halter meldet das Auto kurze Zeit später als gestohlen. Ob er selbst fuhr oder das Auto wirklich gestohlen wurde, bleibt zunächst unklar. Fünf Tage später: An einem Samstagabend positionieren sich Beamte des Verkehrsdienstes an der Ringstraße. Der Hinweis eines Anwohners ist Auslöser für die Kontrolle. Und er entpuppt sich als goldrichtig. Der Schnellste donnert mit Tempo 100 statt der erlaubten 60 km/h in die Radarfalle der Polizei. Die traurige Bilanz: 46 Verwarngelder, 23 Anzeigen, zwölf Fahrverbote innerhalb kürzester Zeit. Anhand der Optik schreibt die Polizei viele Autos der Tuning-Szene zu. Auch im Februar werden Polizisten Zeugen eines illegalen Autorennens auf der Ringstraße. Wieder zu später Stunde. Zwei junge BMW-Fahrer treten an der Birne ordentlich aufs Gaspedal. Mit rund 95 km/h rasen sie in Richtung Königstraße. Erst als sie das Polizeiauto hinter sich bemerken, brechen sie ihre Fahrt abrupt ab. Die Beamten haben alles mitbekommen und stellen noch vor Ort in Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft die beiden Führerscheine der 21- und 23-Jährigen sicher. Auch im vergangenen Jahr sind mehrere Straßenrennen auf der Ringstraße aufgeflogen. Doch nicht immer kann die Polizei rechtzeitig eingreifen. Die Beamten gehen von einer höheren Dunkelziffer aus. Gerade deshalb werde die Ringstraße auch in den nächsten Jahren besonders stark im Fokus der Polizei bleiben, versichert Pressesprecher Thomas Bensch.

Besonders eine Fahrergruppe beteiligt sich an illegalen Rennen

Die Ringstraße bleibt im Fokus, denn gerade dort sind Fahrer häufig zu schnell unterwegs. MT- © Foto: Lieske

Minden (lies). Ein Montagabend Mitte Mai: Einer Streifenwagenbesatzung fallen drei Fahrzeuge auf, die mit hoher Geschwindigkeit auf der Ringstraße in Richtung Hahler Straße unterwegs sind. Als sich ein orangefarbener Ford nach einer roten Ampel mit den beiden anderen Wagen ein Rennen liefert, nimmt die Polizei die Verfolgung auf.

Die beiden hinteren Wagen nehmen eine Abkürzung über ein Tankstellengelände, der Ford rast über die Stiftstraße weiter in Richtung Paulinenstraße und Nordbrücke. Zu Spitzenzeiten zeigt das Tacho 160 Stundenkilometer. Der Wagen entkommt. Wenig später finden die Beamten ihn verlassen auf einem Feldweg in Leteln. Kurios: Der Halter meldet das Auto kurze Zeit später als gestohlen. Ob er selbst fuhr oder das Auto wirklich gestohlen wurde, bleibt zunächst unklar.

Fünf Tage später: An einem Samstagabend positionieren sich Beamte des Verkehrsdienstes an der Ringstraße. Der Hinweis eines Anwohners ist Auslöser für die Kontrolle. Und er entpuppt sich als goldrichtig. Der Schnellste donnert mit Tempo 100 statt der erlaubten 60 km/h in die Radarfalle der Polizei. Die traurige Bilanz: 46 Verwarngelder, 23 Anzeigen, zwölf Fahrverbote innerhalb kürzester Zeit. Anhand der Optik schreibt die Polizei viele Autos der Tuning-Szene zu.

Auch im Februar werden Polizisten Zeugen eines illegalen Autorennens auf der Ringstraße. Wieder zu später Stunde. Zwei junge BMW-Fahrer treten an der Birne ordentlich aufs Gaspedal. Mit rund 95 km/h rasen sie in Richtung Königstraße. Erst als sie das Polizeiauto hinter sich bemerken, brechen sie ihre Fahrt abrupt ab. Die Beamten haben alles mitbekommen und stellen noch vor Ort in Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft die beiden Führerscheine der 21- und 23-Jährigen sicher.

Auch im vergangenen Jahr sind mehrere Straßenrennen auf der Ringstraße aufgeflogen. Doch nicht immer kann die Polizei rechtzeitig eingreifen. Die Beamten gehen von einer höheren Dunkelziffer aus. Gerade deshalb werde die Ringstraße auch in den nächsten Jahren besonders stark im Fokus der Polizei bleiben, versichert Pressesprecher Thomas Bensch.

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