Beim Impfen gegen das Corona-Virus ist der Mühlenkreis in Ostwestfalen-Lippe auf dem letzten Platz Nicole Bliesener,Thomas Lieske Minden. 1.553 Bewohner und Mitarbeiter in Senioren-Altenheimen sind im Mühlenkreis bisher geimpft worden. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Die Zahl teilt sich in 740 Bewohner und 813 Mitarbeiter. Damit ist der Kreis Minden-Lübbecke Schlusslicht im ostwestfälischen Vergleich. Die prozentual gesehen meisten Einwohner wurden seit dem Impfstart am 27. Dezember bisher im Kreis Paderborn (3.837) mit der ersten Schutzimpfung geimpft, gefolgt vom Nachbarkreis Herford (2.908), dem Kreis Lippe (3.496), Bielefeld (3.013) und dem Kreis Gütersloh (3.075). Tatsächlich könne die Zahl der Geimpften im Mühlenkreis aber auch aktuell bereits höher sein, beschwichtigt Vanessa Pudlo. Dafür führt die Sprecherin der KVWL drei Gründe an: Zwischen der Impfung und der Rückmeldung an die KVWL könne es zu Verzögerungen kommen, zweitens sei die Zeitspanne zwischen der Bestellung und der tatsächlichen Impfung nicht immer gleich und drittens sei auch der Bedarf, den die Pflegeheime melden, nicht überall gleich. Doch diese Argumente könnten nicht nur im Mühlenkreis, sondern auch in den anderen ostwestfälischen Kreisen für tatsächlich höhere Impfzahlen sprechen. Über die Menge der verteilten Impfdosen macht die KVWL indes keine Angaben. „Das ist Sache des NRW-Gesundheitsministeriums“, so Pudlo. Die KVWL nimmt die Bestellungen aus den Pflegeheimen an und bestellt die Impfdosen beim Ministerium. Um das Prozedere zu verbessern und die Impfungen im Kreis zu beschleunigen, wird in dieser Woche bei der Kreisverwaltung eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die die Impfdosenbestellungen aus den Pflegeeinrichtungen bündelt und an die KVWL weiterleitet. Währenddessen geht die KVWL laut Pressemitteilung davon aus, dass bis Ende Januar alle Heime mit der ersten Schutzimpfung versorgt sein werden, parallel dazu starte in den nächsten Tagen in einigen Einrichtungen die zweite Impfrunde. Während die Impfbereitschaft bei den Beschäftigten der Pflegeheime im Kreis derzeit bei knapp über 50 Prozent liegt, die diese in den Mühlenkreiskliniken und dem Herz- und Diabeteszentrum deutlich höher. Knapp 70 Prozent der Mitarbeiter aller fünf Standorte der Mühlenkreiskliniken haben ihre Bereitschaft erklärt, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. „Und es kommen immer noch Meldungen hinzu“, sagt MKK-Sprecher Christian Busse auf Anfrage der NW. Auch das Herz- und Diabeteszentrum NRW geht von einer hohen Impfbereitschaft seiner rund 2.300 Mitarbeiter aus. Geimpft werden zunächst Mitarbeiter der Corona-Stationen, der Intensivstationen, der Notaufnahmen sowie im HDZ Mitarbeiter aus dem Bereich der Transplantationsmedizin. Beide, das HDZ wie auch die Mühlenkreiskliniken, haben eigene Impfzentren für Mitarbeiter eingerichtet. Sie starten am 18. Januar.

Beim Impfen gegen das Corona-Virus ist der Mühlenkreis in Ostwestfalen-Lippe auf dem letzten Platz

Seit Impfstart sind im Mühlenkreis 1.553 Dosen verabreicht worden.
MT-Foto: Jürgen Langenkämper
© Jürgen Langenkämper

Minden. 1.553 Bewohner und Mitarbeiter in Senioren-Altenheimen sind im Mühlenkreis bisher geimpft worden. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Die Zahl teilt sich in 740 Bewohner und 813 Mitarbeiter. Damit ist der Kreis Minden-Lübbecke Schlusslicht im ostwestfälischen Vergleich.

Die prozentual gesehen meisten Einwohner wurden seit dem Impfstart am 27. Dezember bisher im Kreis Paderborn (3.837) mit der ersten Schutzimpfung geimpft, gefolgt vom Nachbarkreis Herford (2.908), dem Kreis Lippe (3.496), Bielefeld (3.013) und dem Kreis Gütersloh (3.075).

Tatsächlich könne die Zahl der Geimpften im Mühlenkreis aber auch aktuell bereits höher sein, beschwichtigt Vanessa Pudlo. Dafür führt die Sprecherin der KVWL drei Gründe an: Zwischen der Impfung und der Rückmeldung an die KVWL könne es zu Verzögerungen kommen, zweitens sei die Zeitspanne zwischen der Bestellung und der tatsächlichen Impfung nicht immer gleich und drittens sei auch der Bedarf, den die Pflegeheime melden, nicht überall gleich. Doch diese Argumente könnten nicht nur im Mühlenkreis, sondern auch in den anderen ostwestfälischen Kreisen für tatsächlich höhere Impfzahlen sprechen.

Über die Menge der verteilten Impfdosen macht die KVWL indes keine Angaben. „Das ist Sache des NRW-Gesundheitsministeriums“, so Pudlo. Die KVWL nimmt die Bestellungen aus den Pflegeheimen an und bestellt die Impfdosen beim Ministerium.

Um das Prozedere zu verbessern und die Impfungen im Kreis zu beschleunigen, wird in dieser Woche bei der Kreisverwaltung eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die die Impfdosenbestellungen aus den Pflegeeinrichtungen bündelt und an die KVWL weiterleitet.

Währenddessen geht die KVWL laut Pressemitteilung davon aus, dass bis Ende Januar alle Heime mit der ersten Schutzimpfung versorgt sein werden, parallel dazu starte in den nächsten Tagen in einigen Einrichtungen die zweite Impfrunde.

Während die Impfbereitschaft bei den Beschäftigten der Pflegeheime im Kreis derzeit bei knapp über 50 Prozent liegt, die diese in den Mühlenkreiskliniken und dem Herz- und Diabeteszentrum deutlich höher. Knapp 70 Prozent der Mitarbeiter aller fünf Standorte der Mühlenkreiskliniken haben ihre Bereitschaft erklärt, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. „Und es kommen immer noch Meldungen hinzu“, sagt MKK-Sprecher Christian Busse auf Anfrage der NW. Auch das Herz- und Diabeteszentrum NRW geht von einer hohen Impfbereitschaft seiner rund 2.300 Mitarbeiter aus. Geimpft werden zunächst Mitarbeiter der Corona-Stationen, der Intensivstationen, der Notaufnahmen sowie im HDZ Mitarbeiter aus dem Bereich der Transplantationsmedizin. Beide, das HDZ wie auch die Mühlenkreiskliniken, haben eigene Impfzentren für Mitarbeiter eingerichtet. Sie starten am 18. Januar.

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