Behinderten-Beirat leitet Arbeit der nächsten Jahre in die Wege Doris Christoph Minden. In seiner ersten Sitzung nach der Wahl hat der neue Beirat für Menschen mit Behinderungen die Grundlagen für seine Arbeit in den kommenden fünf Jahren in die Wege geleitet. Den Vorsitz übernimmt ein altbekanntes Team: Einstimmig wählten die Mitglieder den langjährigen Vorsitzenden Eckhard Rüter wieder ins Amt. Seine Stellvertreterin wurde erneut Funda Baumeister. Es gab jeweils keine Gegenkandidaten. Bereits seit 26 Jahren gibt es die Interessensvertretung für Menschen mit Behinderungen in Minden. Rund zehn Prozent der Mindener Bevölkerung vertrete der Beirat, erklärte Rüter. Die Wahl der neun stimmberechtigten Mitglieder und ihrer Stellvertreter – von denen zwei Drittel einen Schwerbehindertenausweis haben – fand bereits ein paar Tage vor der Kommunalwahl statt. Noch nie hatten sich so viele Kandidaten um einen Sitz beworben wie in diesem Jahr (das MT berichtete). Und so gibt es nun auch einige neue Gesichter. Nach seiner Ernennung übernahm Rüter die Sitzungsleitung von Bürgermeister Michael Jäcke (SPD), der die Mitglieder zuvor verpflichtet und aufgefordert hatte: „Mischen Sie sich richtig ein.“ Denn über allem stehe das Ziel, Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung nutzbar zu machen. „Wir müssen unsere Belange von uns aus aufzeigen“, forderte Rüter die Mitglieder im Ständersaal des LWL-Preußenmuseums auf. Viele Fragen würden auf sie zukommen. „Wenn wir keine Antworten haben, erarbeiten wir sie uns.“ Das trifft sicherlich auch auf einige Themenfelder zu, die der Beirat künftig stärker in den Fokus nehmen will: soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung, die Verwendung von leichter Sprache – etwa in der eigenen Beiratsatzung – oder den Öffentlichen Personennahverkehr. Der Beirat will etwa den Austausch mit der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft wieder intensivieren. Aber auch alte Schwerpunkte wie der Barriereatlas oder die Schulentwicklungsplanung stehen auf der Agenda. Vertagt wurde die Besetzung der städtischen Ausschüsse: In jedem ist der Beirat mit einem beratenden Mitglied vertreten. Dazu kommen zwei weitere Beiräte und ein paar Arbeitsgemeinschaften. Rüter teilte eine Auflistung der Gremien und ihrer Sitzungen aus, die Mitglieder sollten in Ruhe überlegen, ob und in welchem Ausschuss sie sich einbringen wollten und ihm eine Rückmeldung geben. Da die Mitgliederzahl nicht ausreichen würde – es werden ja auch Stellvertreter gebraucht –, könnten auch Kandidaten der Nachrückerliste einen Ausschuss übernehmen, schlug Rüter vor. Die sachkundigen Bürger sollen in der nächsten Sitzung benannt werden.

Behinderten-Beirat leitet Arbeit der nächsten Jahre in die Wege

Den Vorsitz des Beirats für Menschen mit Behinderung übernehmen erneut Funda Baumeister und Eckhard Rüter. © MT-Foto: Doris Christoph

Minden. In seiner ersten Sitzung nach der Wahl hat der neue Beirat für Menschen mit Behinderungen die Grundlagen für seine Arbeit in den kommenden fünf Jahren in die Wege geleitet. Den Vorsitz übernimmt ein altbekanntes Team: Einstimmig wählten die Mitglieder den langjährigen Vorsitzenden Eckhard Rüter wieder ins Amt. Seine Stellvertreterin wurde erneut Funda Baumeister. Es gab jeweils keine Gegenkandidaten.

Bereits seit 26 Jahren gibt es die Interessensvertretung für Menschen mit Behinderungen in Minden. Rund zehn Prozent der Mindener Bevölkerung vertrete der Beirat, erklärte Rüter. Die Wahl der neun stimmberechtigten Mitglieder und ihrer Stellvertreter – von denen zwei Drittel einen Schwerbehindertenausweis haben – fand bereits ein paar Tage vor der Kommunalwahl statt. Noch nie hatten sich so viele Kandidaten um einen Sitz beworben wie in diesem Jahr (das MT berichtete). Und so gibt es nun auch einige neue Gesichter.

Nach seiner Ernennung übernahm Rüter die Sitzungsleitung von Bürgermeister Michael Jäcke (SPD), der die Mitglieder zuvor verpflichtet und aufgefordert hatte: „Mischen Sie sich richtig ein.“ Denn über allem stehe das Ziel, Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung nutzbar zu machen. „Wir müssen unsere Belange von uns aus aufzeigen“, forderte Rüter die Mitglieder im Ständersaal des LWL-Preußenmuseums auf. Viele Fragen würden auf sie zukommen. „Wenn wir keine Antworten haben, erarbeiten wir sie uns.“

Das trifft sicherlich auch auf einige Themenfelder zu, die der Beirat künftig stärker in den Fokus nehmen will: soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung, die Verwendung von leichter Sprache – etwa in der eigenen Beiratsatzung – oder den Öffentlichen Personennahverkehr. Der Beirat will etwa den Austausch mit der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft wieder intensivieren. Aber auch alte Schwerpunkte wie der Barriereatlas oder die Schulentwicklungsplanung stehen auf der Agenda.

Vertagt wurde die Besetzung der städtischen Ausschüsse: In jedem ist der Beirat mit einem beratenden Mitglied vertreten. Dazu kommen zwei weitere Beiräte und ein paar Arbeitsgemeinschaften. Rüter teilte eine Auflistung der Gremien und ihrer Sitzungen aus, die Mitglieder sollten in Ruhe überlegen, ob und in welchem Ausschuss sie sich einbringen wollten und ihm eine Rückmeldung geben.

Da die Mitgliederzahl nicht ausreichen würde – es werden ja auch Stellvertreter gebraucht –, könnten auch Kandidaten der Nachrückerliste einen Ausschuss übernehmen, schlug Rüter vor. Die sachkundigen Bürger sollen in der nächsten Sitzung benannt werden.

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