Bedrückende Stille nach Tötungsdelikt - In der Mindener Nordstadt wird noch ermittelt Thomas Lieske Minden. Über der kleinen Sackgasse in der Mindener Nordstadt liegt eine bedrückende Stille. Vor dem einzigen Mehrfamilienhaus in der Imhoffstraße, in der rund zehn Einfamilienhäuser stehen, parkt ein Leichenwagen. Daneben zwei schwarz gekleidete Männer. Sie warten darauf, dass sie ihre Arbeit erledigen können. Hier hat am frühen Sonntagmorgen ein 73-jähriger Mann den Notruf gewählt und der Polizei gemeldet, seine Ehefrau getötet zu haben. Das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld am Sonntagmittag. Um 5.20 Uhr rief der Mann die Polizei an, kurz darauf trafen die ersten alarmierten Beamten ein und nahm den Verdächtigen widerstandslos fest. Sie brachten ihn ins Polizeigewahrsam. Bei seiner 75 Jahre alten Frau konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Gegen Mittag wird vor Ort noch ermittelt. Ein Tatortermittlungsfahrzeug der Polizei und mehrere Wagen aus Paderborn stehen vor dem Haus – Ermittler machen Fotos, untersuchen den vermeintlichen Tatort. Die Nachbarn sind im Garten und gucken immer mal wieder durch die Hecke, über den Zaun oder aus dem Fenster. Die Stimmung ist gedrückt. Eine Nachbarin hat den Mann zuletzt vor zwei Tagen noch auf der kleinen Anwohnerstraße entlanglaufen sehen. Als sie am frühen Morgen den Grund für das Polizeiaufgebot erfährt, ist sie schockiert. Der ältere Mann sei früher immer fröhlich gewesen und habe meist einen lockeren Spruch auf den Lippen gehabt. Zuletzt war er wohl nur noch selten draußen, nur noch die Ehefrau sei zu sehen gewesen. Das Haus, in dem die 75-Jährige lebte und gestorben ist, ist unauffällig. Es ist aus rotem Backsteinen, etwa Ende der 90er-Jahre gebaut. Der Vorhof ist gepflastert, zwei Bäume stehen darauf. Dahinter ein großer Garten. Das Haus hat zwei Geschosse plus Dach. Warum die Frau hier am Sonntagmorgen sterben musste, ist noch unbekannt. Die Ermittlungen zum Tatmotiv und auch zum Ablauf laufen noch unter Hochdruck. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Norbert Freier wurde dazu die Mordkommission „Nordstadt“ eingerichtet. Der Tatverdächtige äußert sich derzeit nicht zur Sache und ist kriminalpolizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten. Die Obduktion des Leichnams wurde durch die Staatsanwaltschaft Bielefeld für Montag anberaumt.

Bedrückende Stille nach Tötungsdelikt - In der Mindener Nordstadt wird noch ermittelt

MT- © Foto: Thomas Lieske

Minden. Über der kleinen Sackgasse in der Mindener Nordstadt liegt eine bedrückende Stille. Vor dem einzigen Mehrfamilienhaus in der Imhoffstraße, in der rund zehn Einfamilienhäuser stehen, parkt ein Leichenwagen. Daneben zwei schwarz gekleidete Männer. Sie warten darauf, dass sie ihre Arbeit erledigen können.

Hier hat am frühen Sonntagmorgen ein 73-jähriger Mann den Notruf gewählt und der Polizei gemeldet, seine Ehefrau getötet zu haben. Das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld am Sonntagmittag. Um 5.20 Uhr rief der Mann die Polizei an, kurz darauf trafen die ersten alarmierten Beamten ein und nahm den Verdächtigen widerstandslos fest. Sie brachten ihn ins Polizeigewahrsam. Bei seiner 75 Jahre alten Frau konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.

Gegen Mittag wird vor Ort noch ermittelt. Ein Tatortermittlungsfahrzeug der Polizei und mehrere Wagen aus Paderborn stehen vor dem Haus – Ermittler machen Fotos, untersuchen den vermeintlichen Tatort. Die Nachbarn sind im Garten und gucken immer mal wieder durch die Hecke, über den Zaun oder aus dem Fenster. Die Stimmung ist gedrückt. Eine Nachbarin hat den Mann zuletzt vor zwei Tagen noch auf der kleinen Anwohnerstraße entlanglaufen sehen. Als sie am frühen Morgen den Grund für das Polizeiaufgebot erfährt, ist sie schockiert. Der ältere Mann sei früher immer fröhlich gewesen und habe meist einen lockeren Spruch auf den Lippen gehabt. Zuletzt war er wohl nur noch selten draußen, nur noch die Ehefrau sei zu sehen gewesen.

Das Haus, in dem die 75-Jährige lebte und gestorben ist, ist unauffällig. Es ist aus rotem Backsteinen, etwa Ende der 90er-Jahre gebaut. Der Vorhof ist gepflastert, zwei Bäume stehen darauf. Dahinter ein großer Garten. Das Haus hat zwei Geschosse plus Dach.

Warum die Frau hier am Sonntagmorgen sterben musste, ist noch unbekannt. Die Ermittlungen zum Tatmotiv und auch zum Ablauf laufen noch unter Hochdruck. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Norbert Freier wurde dazu die Mordkommission „Nordstadt“ eingerichtet.

Der Tatverdächtige äußert sich derzeit nicht zur Sache und ist kriminalpolizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten. Die Obduktion des Leichnams wurde durch die Staatsanwaltschaft Bielefeld für Montag anberaumt.

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