Baumarktriese Hornbach baut nicht auf Minden Für ein von der Stadt vorgeschlagenes Grundstück in Meißen eine Absage erteilt Von Hans-Jürgen Amtage Minden (mt). Einer der größten Betreiber von Bau- und Gartenmärkten in Europa, die Hornbach AG, hat der Stadt Minden hinsichtlich eines Ansiedlungsvorhabens in Meißen eine Absage erteilt. Monatelang führte die Stadt Gespräche und Verhandlungen mit dem Unternehmen, das in Deutschland mehr als 90 Baumärkte unterhält. Die Hornbach AG, die im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von mehr als 3,2 Milliarden Euro machte, sollte gemeinsam mit dem Möbeldiscounter Roller für ein Grundstück in Meißen in der Nähe der Bundesstraße 482 geworben werden.Stellte sich zunächst die Nutzungssituation als schwierig dar, weil die Grundstückseigentümerin kein Verkaufsinteresse zeigte, zog nun Hornbach einen Schlussstrich unter die Verhandlungen, wie der Baubeigeordnete der Stadt, Klaus-Georg Erzigkeit, auf MT-Anfrage bestätigte.Der Expansionsleiter des Baumarktriesen hatte der Stadt erklärt, das Unternehmen sehe eine integrierte bis zentrennahe Ansiedlung als erforderlich an. Zudem seien deutliche Abstriche in der Umsatzprognose an dem von der Kommune favorisierten Standort durch die Nähe des Fachmarktzentrums in Porta Westfalica-Barkhausen zu erwarten.Als Alternative zeigte Hornbach das Gelände der Glashütte Gerresheim an der Friedrich-Wilhelm-Straße auf. Dieser Standort, der seit Jahren von Politik und Verwaltung diskutiert wird, weil es immer wieder Ansiedlungsvorhaben gibt, die von der Stadt abgelehnt werden, kommt jedoch aus Sicht der Verwaltung für eine Handelsansiedlung weiterhin nicht infrage. Das sei bedauerlich, werde aber letztendlich respektiert, erklärt Hornbach dazu. Inzwischen soll das Pfälzer Unternehmen Gespräche über eine Ansiedlung mit der Stadt Porta Westfalica führen, verlautete aus Immobilienkreisen.Erzigkeit wies gegenüber dem MT erneut darauf hin, dass schon aus landesplanerischer Sicht eine Handelsentwicklung auf dem Glashüttengelände nicht gesehen wird. Hintergrund seien der Erhalt von Industriegebieten und die Hafenplanung. Außerdem verfolge der Chemiekonzern BASF eine klare Politik dahin gehend, dass im Umfeld keine Gewerbegebiete liegen.Als Alternativstandort für einen Baumarkt sieht Erzigkeit den ehemaligen Güterbahnhof an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Hier führe ein Kaufinteressent zurzeit intensive Gespräche mit der Eschborner Aurelis Real Estate, die überwiegend Grundstücke aus dem ehemaligen Besitz der Deutschen Bahn vermarktet.

Baumarktriese Hornbach baut nicht auf Minden

Minden (mt). Einer der größten Betreiber von Bau- und Gartenmärkten in Europa, die Hornbach AG, hat der Stadt Minden hinsichtlich eines Ansiedlungsvorhabens in Meißen eine Absage erteilt.

Hornbach will nicht nach Meißen - © MINDEN
Hornbach will nicht nach Meißen - © MINDEN

Monatelang führte die Stadt Gespräche und Verhandlungen mit dem Unternehmen, das in Deutschland mehr als 90 Baumärkte unterhält. Die Hornbach AG, die im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von mehr als 3,2 Milliarden Euro machte, sollte gemeinsam mit dem Möbeldiscounter Roller für ein Grundstück in Meißen in der Nähe der Bundesstraße 482 geworben werden.

Stellte sich zunächst die Nutzungssituation als schwierig dar, weil die Grundstückseigentümerin kein Verkaufsinteresse zeigte, zog nun Hornbach einen Schlussstrich unter die Verhandlungen, wie der Baubeigeordnete der Stadt, Klaus-Georg Erzigkeit, auf MT-Anfrage bestätigte.

Der Expansionsleiter des Baumarktriesen hatte der Stadt erklärt, das Unternehmen sehe eine integrierte bis zentrennahe Ansiedlung als erforderlich an. Zudem seien deutliche Abstriche in der Umsatzprognose an dem von der Kommune favorisierten Standort durch die Nähe des Fachmarktzentrums in Porta Westfalica-Barkhausen zu erwarten.

Hornbach favorisiert das Gelände der ehemaligen Glashütte Gerresheim als Standort, darf hier aber nicht bauen. - © Foto: Dodd
Hornbach favorisiert das Gelände der ehemaligen Glashütte Gerresheim als Standort, darf hier aber nicht bauen. - © Foto: Dodd

Als Alternative zeigte Hornbach das Gelände der Glashütte Gerresheim an der Friedrich-Wilhelm-Straße auf. Dieser Standort, der seit Jahren von Politik und Verwaltung diskutiert wird, weil es immer wieder Ansiedlungsvorhaben gibt, die von der Stadt abgelehnt werden, kommt jedoch aus Sicht der Verwaltung für eine Handelsansiedlung weiterhin nicht infrage. Das sei bedauerlich, werde aber letztendlich respektiert, erklärt Hornbach dazu. Inzwischen soll das Pfälzer Unternehmen Gespräche über eine Ansiedlung mit der Stadt Porta Westfalica führen, verlautete aus Immobilienkreisen.

Erzigkeit wies gegenüber dem MT erneut darauf hin, dass schon aus landesplanerischer Sicht eine Handelsentwicklung auf dem Glashüttengelände nicht gesehen wird. Hintergrund seien der Erhalt von Industriegebieten und die Hafenplanung. Außerdem verfolge der Chemiekonzern BASF eine klare Politik dahin gehend, dass im Umfeld keine Gewerbegebiete liegen.

Als Alternativstandort für einen Baumarkt sieht Erzigkeit den ehemaligen Güterbahnhof an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Hier führe ein Kaufinteressent zurzeit intensive Gespräche mit der Eschborner Aurelis Real Estate, die überwiegend Grundstücke aus dem ehemaligen Besitz der Deutschen Bahn vermarktet.

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