Bauarbeiten dauern länger - Räume für Juxbude und Ratsgymnasium erst nächstes Jahr fertig Doris Christoph Minden. Die Sanierungsarbeiten am städtischen Jugendhaus Juxbude und den Musikräumen des Ratsgymnasiums am Königswall 101 bis 105 dauern länger, als ursprünglich geplant. Statt Ende Oktober könnten die Gebäudeteile voraussichtlich erst Ende Januar 2021 übergeben werden, teilt die Gebäudewirtschaft der Stadt auf MT-Nachfrage mit. „Tatsächlich ist der geplante Fertigstellungstermin nicht einzuhalten“, heißt es in der schriftlichen Antwort. Infolge diverser zusätzlicher Arbeiten im Innenbereich, wie zum Beispiel dem Einbau von Brandschutzverkleidungen im Bereich der Deckenunterseiten, sei es zu zeitlichen Verschiebungen gekommen. Seit April laufen die Kernsanierung und der Umbau des Gebäudeensembles, dabei muss bei den Hausnummern 103 und 105 auch auf den Denkmalschutz Rücksicht genommen werden. Die Juxbude war bislang auf zwei Häuser verteilt: Am Königswall 101 befand sich der Hauptaufenthaltsraum, im Gebäude gegenüber (Nummer 103) die sanitären Anlagen. Wer zur Toilette wollte, musste also in ein anderes Gebäude gehen. Das war auch wegen der Aufsichtspflicht eine schwierige Situation. Deshalb soll die Juxbude ins Gebäude 105 ziehen. Hier war bislang das Musikhaus des Ratsgymnasiums untergebracht, das dann wiederum in den ehemaligen Juxbude-Räumen unterkommt, um sie für Gruppen- und Musikunterricht zu nutzen. Im neuen Domizil ist die Juxbunde künftig barrierefrei, dafür entsteht an der östlichen Gebäudewand ein neues Treppenhaus mit einem Aufzug. Dieser Treppenhausturm wird zurzeit abschnittsweise betoniert. Im Innenbereich laufen nach Auskunft der Stadt die Trockenbauarbeiten, parallel wurde mit den Fliesen- und Malerarbeiten begonnen. Vor allem für die Besucher der Juxbude dürfte die verzögerte Wiedereröffnung bitter sein. Derzeit haben sie eine Übergangsunterkunft im Kinder- und Jugendtreff Westside in Rodenbeck gefunden, der in direkter Nachbarschaft zur Käthe-Kollwitz- Realschule liegt. Für Juxbude-Stammbesucher ist die Einrichtung exklusiv montags geöffnet. Vor allem die Realschüler oder Kinder und Jugendliche aus der nahen Umgebung nehmen derzeit das Angebot wahr, wie die Pressestelle der Stadt mitteilt. Doch zum Einzugsgebiet des Jugendhauses am Königswall gehören auch die Obere Altstadt sowie der Stadtbezirk Innenstadt bis in die Randbereiche der Stadtteile Zollern, Königstor und eben Rodenbeck. „Aufgrund zum Teil auch unzureichender Mobilität findet derzeit nur ein kleiner Bruchteil der Juxbude-Stammbesucher den Weg zum Westside“, heißt es von der Stadt weiter. Der Kontakt zu den Stammbesuchern der Juxbude könne aus den genannten Gründen derzeit so nicht gehalten werden – vor allem mit Blick auf die Besucher des Offenen Treffs. „Im Besonderen nicht zu den unter Zwölfjährigen beziehungsweise denen, die weder als ehrenamtliche Helfer noch als Teilnehmende von Ferien- oder Kulturangeboten angebunden sind“, teilt die Pressestelle mit. Kein Problem stellt die Verlängerung der Bauarbeiten hingegen für das Ratsgymnasium dar, wie dessen Leiterin Cordula Küppers berichtet: Das Schulhalbjahr laufe bereits und der Musikunterricht sei organisiert. „Die Orchester- und Chorproben finden derzeit draußen statt.“ Sie freut sich schon auf den neuen großen Musikraum und die drei kleineren Räume für Einzelproben. Auch die Juxbude-Besucher können diese nutzen, es gibt eine Verbindungstür zum Jugendhaus. Außerdem sollen so die Ratsschüler Kontakt zur Juxbude bekommen. Auch wenn die Bauarbeiten länger dauern, soll der Kostenrahmen von 1,56 Millionen – 984.000 Euro sollen aus Mitteln der Städtebauförderung kommen – eingehalten werden. Zusätzliche Baukosten sollten innerhalb des Projekts kompensiert werden – allerdings lägen noch keine Schlussrechnungen vor, teilt die Pressestelle der Stadt mit. An welcher Stelle gespart werden soll, bleibt offen.

Bauarbeiten dauern länger - Räume für Juxbude und Ratsgymnasium erst nächstes Jahr fertig

Zurzeit wird abschnittsweise der Treppenhausturm für den Aufzug betoniert. So wird die künftige Juxbude barrierefrei. © MT-Foto: Doris Christoph

Minden. Die Sanierungsarbeiten am städtischen Jugendhaus Juxbude und den Musikräumen des Ratsgymnasiums am Königswall 101 bis 105 dauern länger, als ursprünglich geplant. Statt Ende Oktober könnten die Gebäudeteile voraussichtlich erst Ende Januar 2021 übergeben werden, teilt die Gebäudewirtschaft der Stadt auf MT-Nachfrage mit.

„Tatsächlich ist der geplante Fertigstellungstermin nicht einzuhalten“, heißt es in der schriftlichen Antwort. Infolge diverser zusätzlicher Arbeiten im Innenbereich, wie zum Beispiel dem Einbau von Brandschutzverkleidungen im Bereich der Deckenunterseiten, sei es zu zeitlichen Verschiebungen gekommen.

Seit April laufen die Kernsanierung und der Umbau des Gebäudeensembles, dabei muss bei den Hausnummern 103 und 105 auch auf den Denkmalschutz Rücksicht genommen werden. Die Juxbude war bislang auf zwei Häuser verteilt: Am Königswall 101 befand sich der Hauptaufenthaltsraum, im Gebäude gegenüber (Nummer 103) die sanitären Anlagen. Wer zur Toilette wollte, musste also in ein anderes Gebäude gehen. Das war auch wegen der Aufsichtspflicht eine schwierige Situation.

Deshalb soll die Juxbude ins Gebäude 105 ziehen. Hier war bislang das Musikhaus des Ratsgymnasiums untergebracht, das dann wiederum in den ehemaligen Juxbude-Räumen unterkommt, um sie für Gruppen- und Musikunterricht zu nutzen. Im neuen Domizil ist die Juxbunde künftig barrierefrei, dafür entsteht an der östlichen Gebäudewand ein neues Treppenhaus mit einem Aufzug. Dieser Treppenhausturm wird zurzeit abschnittsweise betoniert. Im Innenbereich laufen nach Auskunft der Stadt die Trockenbauarbeiten, parallel wurde mit den Fliesen- und Malerarbeiten begonnen.

Vor allem für die Besucher der Juxbude dürfte die verzögerte Wiedereröffnung bitter sein. Derzeit haben sie eine Übergangsunterkunft im Kinder- und Jugendtreff Westside in Rodenbeck gefunden, der in direkter Nachbarschaft zur Käthe-Kollwitz- Realschule liegt. Für Juxbude-Stammbesucher ist die Einrichtung exklusiv montags geöffnet. Vor allem die Realschüler oder Kinder und Jugendliche aus der nahen Umgebung nehmen derzeit das Angebot wahr, wie die Pressestelle der Stadt mitteilt.

Doch zum Einzugsgebiet des Jugendhauses am Königswall gehören auch die Obere Altstadt sowie der Stadtbezirk Innenstadt bis in die Randbereiche der Stadtteile Zollern, Königstor und eben Rodenbeck. „Aufgrund zum Teil auch unzureichender Mobilität findet derzeit nur ein kleiner Bruchteil der Juxbude-Stammbesucher den Weg zum Westside“, heißt es von der Stadt weiter. Der Kontakt zu den Stammbesuchern der Juxbude könne aus den genannten Gründen derzeit so nicht gehalten werden – vor allem mit Blick auf die Besucher des Offenen Treffs. „Im Besonderen nicht zu den unter Zwölfjährigen beziehungsweise denen, die weder als ehrenamtliche Helfer noch als Teilnehmende von Ferien- oder Kulturangeboten angebunden sind“, teilt die Pressestelle mit.

Kein Problem stellt die Verlängerung der Bauarbeiten hingegen für das Ratsgymnasium dar, wie dessen Leiterin Cordula Küppers berichtet: Das Schulhalbjahr laufe bereits und der Musikunterricht sei organisiert. „Die Orchester- und Chorproben finden derzeit draußen statt.“ Sie freut sich schon auf den neuen großen Musikraum und die drei kleineren Räume für Einzelproben. Auch die Juxbude-Besucher können diese nutzen, es gibt eine Verbindungstür zum Jugendhaus. Außerdem sollen so die Ratsschüler Kontakt zur Juxbude bekommen.

Auch wenn die Bauarbeiten länger dauern, soll der Kostenrahmen von 1,56 Millionen – 984.000 Euro sollen aus Mitteln der Städtebauförderung kommen – eingehalten werden. Zusätzliche Baukosten sollten innerhalb des Projekts kompensiert werden – allerdings lägen noch keine Schlussrechnungen vor, teilt die Pressestelle der Stadt mit. An welcher Stelle gespart werden soll, bleibt offen.

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